Courselist Event MusikAkademie 2023

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000. Orgas

1. Kursschiene (vormittags), 2. Kursschiene (Ensemble 1) and 3. Kursschiene (Ensemble 2).

Dieser Kurs darf nur von Orgas gewählt werden.

101. Mozart! Aber anders!

1. Kursschiene (vormittags).

Auch über 200 Jahre nach seinem Tod sind die Opern von Wolfgang Amadeus Mozart beliebter Bestandteil der Spielpläne deutscher Opernhäuser und erfreuen jedes Jahr viele Menschen und so auch uns in diesem Kurs! Unser Kurs wird uns auf die Spuren des berühmten Komponisten führen und auf Pfade, die der Opernbesucher eher selten einschlägt. Wir wollen uns nämlich nicht nur von der Musik verzaubern lassen, sondern auch einen Blick auf das Libretto der Werke werfen! Keine Angst, ihr müsst nicht Italienisch können! Wir werden versuchen, uns an deutschsprachige Werke oder Übersetzungen zu halten.

Henrike (aka Önni) ist 23 Jahre alt und macht aktuell ihren Master in „Speech and Language Processing“ an der Uni Konstanz. Durch ihr Bachelorstudium bringt sie literaturwissenschaftliche Altlasten mit, die sie gerne mit jedem teilt, der nicht schnell genug nein sagt!

102. Musik in der Werbung - Werbung in der Musik

1. Kursschiene (vormittags).

Akustische Reize und Musik werden schon lange für Werbezwecke eingesetzt. Schon im 17. Jahrhundert wurde auf öffentlichen Plätzen mit Trommeln auf den Söldnerdienst aufmerksam gemacht, also die “Werbetrommel” gerührt. Seit dem 20. Jahrhundert verwendet man die akustische Markenführung für kommerzielle Zwecke. Bestimmt fallen euch gleich einige Jingles ein, die nicht mehr aus dem Ohr gehen. Auf der anderen Seite werden auch in Musikvideos Werbebotschaften versteckt. Auch Sponsoring bei Festivals und Product Placements auf Events wurden brauchbare Marketinginstrumente für werbetreibende Unternehmen und zugleich finanzielle Unterstützung für Musikschaffende.

Doch wie schreibt man Musik, die Menschen zum Kauf bestimmter Produkte animieren soll? Welche Einflüsse hat Werbung auf Ästhetik der Musik und Musikindustrie? In diesem Kurs wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie Musik zur Manipulation eingesetzt werden kann und ob letztendlich die Musik mehr von der Werbung, oder die Werbung mehr von der Musik profitiert. Wir werden auch über die Klangökologie als Gegenströmung dazu diskutieren.

Josefin studiert Mathematik im Master und hat im vergangenen Semester ein Modul zu Marketing gehört, was sie zu diesem Kursthema inspiriert hat.

103. Sonatenhauptsatzform im Wandel der Zeit - Von Beethoven bis ins zwanzigste Jahrhundert

1. Kursschiene (vormittags).

Die Sonatenhauptsatzform ist als musikalische Form vor allem in den Kopf- und häufig auch Finalsätzen von Sonaten, Sinfonien, Solokonzerten und kammermusikalischen Konzertformen anzutreffen. Sie gewinnt in der Regel ihre Wirkmächtigkeit aus dem Dualismus zweier kontrastierender Momente und eignet sich hervorragend, um wichtige musikalische Gestaltungsprinzipien zu verstehen, ohne die selbst die heutige Populärmusik nicht denkbar wäre. Dabei wurde das strikte „Standardmodell“, das auch vornehmlich in der Schule gelehrt wird, zunächst als Analysewerkzeug für die Sinfonien Beethovens entworfen, sodass die direkte Anwendbarkeit auf frühere wie spätere Werke durchaus beschränkt bleibt. Wir wollen deshalb im Kurs nicht von einer strengen, baukastenartigen Form ausgehen, sondern vielmehr die Prinzipien der Form abstrahieren und anhand ausgewählter Komponisten des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts ihre mit der übrigen Musikgeschichte korrespondierende Entwicklung nachvollziehen. Dabei sollen hauptsächlich die Zusammenhänge zwischen Form und Ästhetik sowie Form und Programmatik im Zentrum stehen.

Voraussetzung für den Kurs ist die Bereitschaft, Musik auf Grundlage von Notenmaterial zu analysieren, da dies die Grundlage unserer Diskussionen darstellen wird. Entsprechend sollten Begriffe wie „Tonika“ und „Dominante“ keine Fremdwörter für euch sein.

Jakob hat seine erste Sonate mit 13 geschrieben und redet gerne mit anderen Menschen über Musik und alles, was damit zusammenhängt, wenn er nicht gerade mit ihnen gemeinsam musiziert. Im echten Leben studiert er allerdings Physik und Philosophie und kann es häufig kaum fassen, wie wenig Stunden ihm die meisten Tage für Musik lassen.

104. West Side Story: Von Sonetten, Synkopen und Straßengangs

1. Kursschiene (vormittags).

Klassischer Kontrapunkt und englische Literatur in einem Kurs? Das geht – dank dem Musical „West Side Story“!

Wir wollen uns Leonard Bernsteins Meisterwerk von verschiedenen Seiten nähern: Zum einen weist die Geschichte deutliche Ähnlichkeiten zu Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“ auf, die wir untersuchen wollen, indem wir uns einzelne Szenen des Stückes anschauen. Es gibt aber auch einige Abweichungen von der Vorlage, die die Handlung nicht nur einzigartig machen, sondern auch in einen modernen Kontext setzen: den des New Yorks der 50er Jahre. Zum anderen ist das Stück auch aus musikalischer Perspektive beachtlich: Bernstein vereint scheinbar mühelos verschiedene Jazzstile und lateinamerikanische Tanzmusik mit Techniken der klassischen Opernkomposition. Um zu verstehen, wie das gelingt, werden wir Ausschnitte der Partitur lesen und analysieren.

Um an diesem Kurs teilzunehmen, musst Du keine speziellen Fähigkeiten mitbringen. Insbesondere musst Du weder das Musical kennen (wir werden uns im Kurs eine Verfilmung anschauen) noch das Shakespeare-Drama gelesen haben. Die Auszüge aus „Romeo und Julia“ werden wir zweisprachig (englisch/deutsch) austeilen und auf deutsch besprechen. Zur Analyse der Partitur ist es hilfreich, wenn Du Noten lesen kannst; allerdings sind keine fortgeschrittenen musiktheoretischen Kenntnisse vonnöten.

Florian ist Postdoc in der Algebraischen Topologie, denkt über Musik oft viel zu mathematisch nach und singt auf Akademien eigentlich immer. Rebekka fängt bald ihre (deutsches und englisches Recht vergleichende) Doktorarbeit an und freut sich, auch auf einer MusikAkademie ein bisschen über Shakespeare reden zu dürfen. Die beiden sind gespannt, was passiert, wenn sie zusammen einen Kurs leiten.

105. Lateintanzkurs

1. Kursschiene (vormittags).

Chachacha, Wiegeschritt, Chachacha, Damendrehung, Chachacha, Promenade… Die Lateintänze haben viele tolle Schritte und Figuren. Mit ihnen wollen wir uns in diesem Tanzkurs nicht so viel beschäftigen. Stattdessen ist der Kurs für alle, die schon ein paar Schritte gelernt haben und nun wissen wollen: Was heißt beim Tanzen eigentlich gerade stehen? Mache ich hier zuerst die Ferse oder den Ballen auf den Boden? Sollte ich mehr mit dem Po wackeln? Oder weniger? Und in welche Richtung? Und was soll ich noch bewegen? Wo gehören meine Arme hin? Und wie kann ich mich noch schneller drehen? Wir werden gemeinsam die grundlegenden Bewegungen des Lateintanzens erarbeiten, entdecken, welche Rolle sie bei den verschiedenen Lateintänzen spielen, dabei rausfinden, was Chacha, Jive und Rumba verbindet, aber auch unterscheidet und schließlich in kleinen Choreografien die erlernten Techniken umsetzen. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass du für die drei Tänze jeweils die Grundschritte und ein paar wenige Figuren beherrschst, etwa so, wie man sie in einem Anfängerkurs lernen würde. Falls du bereits regelmäßig Tanztraining machst oder sogar auf Turniere gehst, gibt es im Kurs wahrscheinlich eher nichts neues für dich.

Tynsh und Farina haben auf der letzten Winterakademie die Liebe zum gemeinsamen Tanzen entdeckt und trainieren seit etwa einenhalb Jahren zusammen im Tanzverein. Im echten Leben macht Tynsch gerade seinen Mathemaster und Farina ihre Ausbildung zur Psychotherapeutin.

106. Was ist Harmonie? - Psychoakustische Evaluation von Harmoniewahrnehmung

1. Kursschiene (vormittags).

Warum passen manche Töne eigentlich nicht zusammen? Warum waren parallele Quinten verboten, und Quarten mal konsonant und mal nicht? Und warum singt man als Alt manchmal einen Ton versehentlich eine Oktave zu hoch, nur weil ihn der Tenor vorsingt? Die Musiktheorie sagt uns “E ist immer ein E”, die Physik sagt “dieses E liegt bei 330Hz”, also wo liegt das Problem? Recht haben vermutlich beide auf ihre Weise, das hilft unserer Wahrnehmung aber nur marginal. Sofern wir uns aber nicht auf unsere eigene, subjektive Wahrnehmung verlassen wollen, kommen wir nicht umhin, die Wahrnehmung anderer systematisch zu erfassen und auszuwerten. Diesen Zugang wollen wir im Kurs wählen, und mit empirischen Methoden der Psychoakustik einen Blick auf musiktheoretische Konzepte und insbesondere auf Harmonie werfen. Dazu werden wir uns mit verschiedenen empirischen Methoden sowie dem wissenschaftlichen Prozess, also Hypothesen generieren und diese qualitativ und quantitativ überprüfen, auseinandersetzen und unsere eigenen psychoakustischen Experimente durchführen.

Georg hat sich als Theoretiker bisher vor allem (u.a. als Kursleiter) mit den mathematischen und physikalischen Grundlagen von Musiktheorie und Harmonie auseinandergesetzt, und ist gespannt darauf, ob seine Theorien einer empirischen Betrachtung standhalten.

Caro plant nach einem Bachelorstudium in Psychologie und einem Masterstudium in Cognitive Science eine Masterarbeit und anschließende Promotion in der Schnittstelle zwischen Musikkognition und Cognitive Modelling. Zusätzlich hat sie einige Jahre Erfahrung als Solo- und Chorsängerin, im Gegensatz zu Georg ist ihr Zugang zu Musik also deutlich mehr durch Wahrnehmung und Produktion geprägt als durch Theorie.

107. Singen mit Köpfchen - Das Head-Arrangement

1. Kursschiene (vormittags).

Wenn du gerne beim Arbeiten oder unter der Dusche singst, bist du in diesem Kurs genau richtig! Gemeinsam wollen wir verschiedene Pop-Songs (wir fassen das Genre mal recht weit) als Ensemble einstudieren und dabei Begleitstimmen improvisieren. Wenn du ein wenig Chorerfahrung hast, kannst du die hier einbringen ;) Wir werden uns verschiedene Strategien aneigenen, wie wir von einem Basic-Arrangement zu einer komplexen Version kommen. Im Gegensatz zum „normalen“ Arrangieren (wie wir es im letzten Jahr auf einigen Akas praktiziert haben) werden wir jedoch nicht von verschriftlichten Ideen ausgehen sondern singend ausprobieren. Notenkenntnisse sind daher keine Voraussetzung für den Kurs.

Claudia studiert Musik und Geschichte im Master of Education in Köln und glaubt das eine Aka dann gut ist, wenn man auf ihr viel singt.

108. Blechensemble

1. Kursschiene (vormittags).

Streicher machen dich irgendwie nervös? Immer sagt jemand, du spielest zu laut? Du hast akute Xylophobie1? Dann ist dieser Kurs dein Safespace!

Wir wollen gemeinsam mit euch Sätze für Blechbläser mit 4 oder mehr Stimmen spielen, z.B. Posaunenchorliteratur. Um unsere Lippen nicht zu sehr auszuleiern, werden wir täglich 2 Stunden proben und in der Mitte eine 1-stündige Pause einlegen, in der wir uns mit anderen lustigen Dingen beschäftigen oder einfach mal entspannen können. Die Stücke werden nicht besonders schwierig sein. Daher wird nur wenig Vorbereitung vor der Akademie nötig sein. Dennoch solltet ihr euch die Stücke vorher einmal anschauen und schwierige Stellen auch ein zweites Mal spielen.

Das Ziel des Kurses ist primär Spaß und nach Möglichkeit ein kleines aber feineslautes musikalisches Ergebnis.

Hans spielt Horn, seitdem er vor einigen Jahren festgestellt hat, dass Trompete ja gar nicht mit H beginnt. Phrygisch spielt Phrosaune und konnte die alte Posaunenchor-Weisheit „Was ist schon ein Halbton unter Freunden“ lange Jahre am eigenen Leib erfahren.


  1. Angst vor Holz; nicht zu verwechseln mit Xylophonobie2 

  2. Angst vor Xylophonen 

109. Eine kurze Geschichte der Chormusik

1. Kursschiene (vormittags).

Es ist der 12. Februar 1473. Die vier Mönche Anselm, Benedikt, Christian und Dominikus essen gerade zu Abend. Benedikt ist langweilig, er schlägt vor: „Lasst uns doch gemeinsam etwas singen!“ Gesagt, getan, doch klingt das irgendwie einstimmig. Da kommt Anselm eine Idee: „Wir machen das noch mal - aber jetzt singt jeder ganz andere Töne als seine Nachbarn!“ Und so wurde der Chorgesang [1] erfunden.

Euch kommt diese Geschichte spanisch vor und ihr wollt wissen, wie es wirklich war? Dann wählt diesen Kurs - denn wir werden uns damit befassen, wie sich die (europäische) Chormusik im Laufe der Zeit entwickelt hat. Was ist der St. Galler Codex Sangallensis 359 und was hat Guido von Arrezo damit zu tun? Wer war Guillaume Dufay und wo erklingt die venezianische Mehrchörigkeit? Warum ist das Tenorlied eine musikalische Gattung, das Altlied aber nicht? Und dann sind wir erst im Barock angelangt und fragen uns über Bach, Beethoven, Mendelssohn, Mahler, Finzi, Holliger und Xenakis weiter durch bis ins Jahr 2023. Selbstverständlich werden wir neben der ganzen Fragerei auch singen und alles, was die Leute früher so gemacht haben, auch ausprobieren!

Wer diesen Kurs wählt, sollte Lust auf sehr viel Chormusik quer durch die Jahrhunderte haben. Außerdem würde ich gern einplanen, dass jeder ein kurzes Referat (5-10 Minuten) zu einem Chorstück vorbereiten würde.

Maria studiert Musiktheorie und Chorleitung und singt beruflich wie privat in diversen Ensembles. Wenn sie nicht gerade singt, kocht sie gern und denkt sich schräge Geschichten über die Entstehung der Chormusik aus.

[1] Und gleichzeitig auch die Zwölftonmusik… Moment, was?

110. Barbershop-Gesang

1. Kursschiene (vormittags).

Du singst gerne und wolltest schon immer mal in eine neue Musikrichtung reinschnuppern? Dann komm in den Barbershop-Kurs! Denn hier ersetzen wir die Stimmgabel durch die Pitch Pipe.

Nach einer kurzen Einführung in den Barbershop-Gesang möchten wir in diesem Kurs vor allem singen. Wir werden zusammen Stücke in (auch geschlechtergemischten) Quartetten proben und dabei praktisch erfahren, wie viel Spaß die Barbershop-Harmonien und spektakulären Tags am Ende von Stücken machen. Wenn du diesen Kurs wählst, solltest du deine Stimme sicher alleine halten können. Bitte gib bei der Anmeldung deine Stimmgruppe im Fragebogen an.

Amelie studiert in Köln und singt nach ihren Jazzchorproben gerne Barbershop-Tags in der Tiefgarage. Roman studiert in Bonn, wo er u.a. im Jazzchor (ein anderer) seine Leidenschaft für A-capella-Gesang auslebt.

111. Singer-/Songwriter im Fantasy-Kontext - wie werde ich Bard:In?

1. Kursschiene (vormittags).

Barden waren in frühen oder anderen (fantastischen) Zeitaltern das, was wir heute Singer-/Songwriter nennen. Geschichten oder Gefühle in Lieder gießen und diese mit dem richtigen Gespür für den passenden Augenblick oft alleine und spontan vortragen findet heute in nächtlichen Gitarren-Singrunden mit oder ohne Lagerfeuer sein Äquivalent. Dabei kommt es oft gerade nicht auf besonders kunstvolle Musik, eine Stimme in Vollendung oder große Kunstfertigkeit an, sondern auf die richtige Mischung aus Bühnenpräsenz, Schlagfertigkeit, Charisma, einem Talent für das Geschichtenerzählen, manchmal Slapstick und dann am Ende aber doch einem guten Maß an Musik-Verständnis und vor allem… dem richtigen Song zur richtigen Zeit. Und im allerbesten Fall ist das dann sogar noch ein selbst geschriebener Song für den entsprechenden Personenkreis.

In diesem Kurs wollen wir alles behandeln, was es für die Karriere als Bard:In braucht. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Songwriting, was wir im Rahmen eines selbstentwickelten Baukasten-Prinzips angehen wollen. Dieses eignet sich explizit für Menschen mit sehr wenig Erfahrung im Songwriting, aber ist ggf. auch für mittel-erfahrene Songwriter noch eine Hilfe. Die selbst geschriebenen Songs versuchen wir dann in einem zusammenhängene Bühnenpräsenz einzugliedern, in der Songtexte, musikalische Aspekte und Signatur-Moves ineinander greifen.

Caspar ist erst durch die DSA zur Musik gekommen und das reichlich spät in seinem Leben. Allerdings beschäftigt er sich seit einigen Jahre mit großer Begeisterung insbesondere mit dem Songwriting und der zugehörigen Performance im Mittelalter-/Fantasy-/Endzeit-LARP-Bereich. Er hat bereits in kleinerem Umfang Songwriting-Workshops geleitet und letztes Jahr sein erstes eigenes Album mit ausschließlich Eigen-Kompositionen veröffentlicht. Als Wurbardt der Leise ist er auf Festivals, LARPs und Märkten als Barde unterwegs.

112. Räumliche Klanginstallation für Impro-Ensemble

1. Kursschiene (vormittags).

Musik ist eine Zeitkunst? Nicht nur! Schon in der Renaissance wurden Chöre räumlich aufgeteilt und so der rein zeitliche Verlauf der Musik um die Dimension des Raums ergänzt. An vielen Punkten der Musikgeschichte wurde dem Phänomen des räumlichen Klangs Beachtung geschenkt, besonders auch mit der Entwicklung der elektronischen Musik im 20. Jahrhundert.Das können wir auch! Wir entwickeln eine Klanginstallation, die den Raum hörend erlebbar macht. Im Kurs erarbeiten wir dazu eine Gruppenimprovisation, die das mit einbezieht, was ihr mitbringt: alle möglichen Arten von Klangerzeugern – Instrumente, die Stimme, (mikrofonierte) Alltagsgegenstände und auch elektronische Klangerzeuger. Wir werden überlegen, welche räumlichen Effekte wir live erlebbar machen können, und auch, welche utopischen künstlichen Räume wir elektronisch erzeugen können. Je nachdem was euch interessiert, können wir den so geschaffenen akustischen Raum auch durch visuelle Elemente erweitern und mit Licht- oder Videoinstallationen arbeiten. Am Ende werden wir die (begehbare) Installation den anderen Teilnehmenden vorstellen.

Julius hat den ganzen Tag nur Musik im Kopf und studiert, um die Musik nicht nur für sich zu behalten, jetzt Komposition in Dresden. Nebenher spielt und improvisiert er auf Klavier und Cello in allen und durch alle Stilrichtungen.

113. Ukulele für Anfänger

1. Kursschiene (vormittags).

Habt ihr Lust ein komplett neues, sehr einfaches, mobiles und schönes Instrument zu lernen? In diesem Kurs werden wir für komplette Ukuleleanfänger die Basis dafür schaffen, mit diesem schönen Instrument erste Lieder Spielen zu lernen, und im besten Falle sogar selber darauf etwas zu komponieren. Tatsächlich geht das super schnell, bis man wirklich tolle Ergebnisse erzielen kann. Durch die nur vier Saiten und vielen echt einfachen Akkorde kann man schon nach wenigen Tagen einfache Lieder, und am Ende der Akademie vermutlich schon die meisten modernen Pop-Songs spielen.

Antonia ist 20 Jahre alt und reist aktuell durch Europa und demnächst Kanada für kleinere Auftritte. Seit der letzten MusikAkademie hat sie die Liebe zur Ukulele entdeckt, und nutzt dieses handliche Instrument nun vielseitig auf ihren Reisen als Backgroundmusik zum Gesang.

Voraussetzung für diesen Kurs ist das eigenständige Beschaffen bzw. Kaufen einer Ukulele. Keine Angst! Die sind NICHT teuer. Es gibt auch teurere, aber Antonia empfiehlt euch eine von Thomann zu bestellen, da gibt es seriöse Modelle zwischen 18 und 30 Euro, z.B. diese hier: https://www.thomann.de/de/harley_benton_ukulele_uk_11dw_brown.htm

114. Musikalische Sinnesreise

1. Kursschiene (vormittags).

Für mich bedeutet Kunst, einen subjektiven Standpunkt einzunehmen und sich von dort aus auf die Welt zu beziehen. Dies steht für mich in Kontrast zu wissenschaftlichem Arbeiten und verwandten Ansätzen, wo es darum geht, irgendeine Materie zu analysieren und zu versuchen, soweit wie möglich einen objektiven Zugang zur Welt zu erhalten. Musik ist vielleicht die Kunstform mit dem direktesten Zugang zu unseren Emotionen. Wenn man zuhört, löst sie etwas aus. In diesem Kurs geht es darum, einen subjektiven Bezug zu Musik einzunehmen. Die Idee ist, dass wir in verschiedenen Formaten Musik anhören werden, uns Zeit nehmen zu sehen, was diese Musik mit uns macht, und diesen Emotionen dann auf andere Weise wieder künstlerischen Ausdruck verleihen – etwa durch malen, tanzen oder dichten. Ich freue mich auf eure Kreativität, auch schon bevor der Kurs losgeht: Wenn ihr selbst dazu Ideen für interessante Übungen und/oder Musikvorschläge habt, könnt ihr sie mir gerne im Vorfeld schicken, dann kann ich sie in den Kursplan einbauen.

Mein Name ist Oliver Caspari, ich bin ein 33-Jahre alter Molekularbiologe, habe in Cambridge studiert und meinen Doktor gemacht, bevor ich vor sechs Jahren für einen Postdoc nach Paris gezogen bin. Ich spiele Trompete, singe hier im Institut im Chor und habe an der Uni anderen Studenten Walzer, Discofox usw. beigebracht.

115. Dinge Erledigen/Homeoffice

1. Kursschiene (vormittags).

Du magst CdE-Musik-Akademien, hast aber andere Dinge zu tun? Dann wähle diesen „Kurs“ und mach in der Kurszeit was auch immer du willst. Internet per eigenen Mobile Daten waren letztes Jahr möglich (mindestens Telekom). Manche Zimmer haben Stühle und Tische, ansonsten gibt es einige verteilte Gemeinschaftsräume in denen man arbeiten kann. Garantiert werden kann aber nichts.

Der „Kursleiter“ hat schon letztes Mal dort (ungeplant, aber sehr erfolgreich) Homeoffice betrieben, und kann außerhalb der Kurszeiten beratend zur Seite stehen, hat zu Kurszeiten aber oft Onlinemeetings.

200. Kein Kurs

2. Kursschiene (Ensemble 1).

Du möchtest von 13:00 bis 15:15 Uhr weder in der BigBand noch im Klassischen Chor sein? Dann wähle diesen Kurs! In dieser Zeit kannst du wie in einer KüA-Schiene machen, was du möchtest.

201. BigBand

2. Kursschiene (Ensemble 1).

Du bekommst Gänsehaut, wenn es groovt? Du liebst eine richtig tighte Rhythmusgruppe? Du jubelst mit, wenn die Trompeten, Posaunen und Saxophone jubeln? Du singst mit, Melodie oder im Chor? Du spielst vielleicht auch gerne mal ein fetziges Solo? Dann bist du genau richtig bei den Cde Soul‘n‘Funk All Stars!

Keine Sorge, du musst (noch) kein Star sein, um in der BigBand (nur echt mit BinnenMajuskel) mitzuspielen. Alles was du benötigst, ist etwas Übung auf einem Saxophon, einer Trompete, einer Posaune, dem Schlagzeug, dem Klavier, der Gitarre, dem E-Bass, oder deiner eigenen Stimme, und jede Menge Motivation, die Luft und das Publikum in Schwingung zu versetzen! Wir werden eine bunte Mischung aus Funk, Soul, Pop und Musical erarbeiten und das Abschlusskonzert unvergesslich machen.

Manuel spielt Klavier seit er sich erinnern kann. Man munkelt er singe, komponiere, und spiele auch ein bisschen E-Bass. Juliette macht gerade ihr Abitur und singt für ihr Leben gerne. Sie freut sich sehr, mit Manuel ihren ersten Kurs zu leiten und versteckte Talente zu entdecken.

202. Klassischer Chor

2. Kursschiene (Ensemble 1).

Du singst gerne in Chören oder Gesangsensembles jeglicher Art und magst klassische Chorliteratur? Dann solltest du den klassischen Chor wählen! In einer möglichst großen Besetzung werden Chorwerke verschiedener Epochen erarbeitet – anfangend bei der Renaissance, über Werke der französischen und englischen Romantik bis hin zum ein oder anderen Spiritual wird einiges dabei sein. Willkommen ist jeder, der ein wenig Erfahrung im Singen hat und seine Stimme einigermaßen gut beherrscht. Die Probenarbeit ist konzentriert, aber immer durch den Spaß an der Musik motiviert. Noten werden im Voraus bereitgestellt, sodass das Übepensum im Vorfeld der Akademie den Singkenntnissen angepasst werden kann.

Der klassische Chor wird geleitet von Florian Störtz und Florian Kranhold. Florian Störtz hat in der Bioinformatik promoviert und absolviert nun ein Aufbaustudium in Gesang mit Nebenfach Chordirigat an der Royal Academy of Music in London. Er hat sich seit Studienbeginn sehr für Chormusik begeistert, singt mittlerweile im Tenebrae Choir und frönt wann möglich seiner Leidenschaft für Liedgesang. Der andere Florian ist Postdoc in der Algebraischen Topologie, denkt über Musik oft sehr mathematisch nach und singt auf Akademien eigentlich immer.

300. Kein Kurs

3. Kursschiene (Ensemble 2).

Du möchtest von 15:45 bis 18:00 Uhr weder im Orchester noch im Jazz-/Popchor sein? Dann wähle diesen Kurs! In dieser Zeit kannst du wie in einer KüA-Schiene machen, was du möchtest.

301. Orchester

3. Kursschiene (Ensemble 2).

Du spielst ein Instrument und hast Lust, einmal in einem großen Orchester mitzuspielen?

Dann ist der Orchesterkurs auf der Musikakademie Ochsenhausen 2022 genau das Richtige für dich. Auf der diesjährigen Musikakademie wollen wir wieder mehrere große Werke der Orchesterliteratur einstudieren und im Rahmen des öffentlichen Abschlusskonzertes aufführen. Zudem ist in diesem Jahr erstmals eine Kooperation zwischen Chor und Orchester geplant.

Vielleicht bist du jetzt neugierig, aber noch unentschlossen, weil du Respekt vor den Anforderungen hast, oder dein Instrument noch nicht so lange spielst? Vielleicht bist du auch unsicher, ob dein Instrument überhaupt in ein Orchester passt?

Kein Problem. Um euren Möglichkeiten und Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen, wird das Programm in diesem Jahr erst nach euren Anmeldungen endgültig festgelegt. Nach Möglichkeit sollen es jedoch mehrere Werke bedeutender Komponisten der Romantik (bspw. eine Ouvertüre und/oder eine Sinfonie, sowie ein Werk für Chor und Orchester) werden.

Geleitet wird das Orchester von Benedikt und Johannes (Assistenz). Benedikt hat Kirchenmusik in Tübingen studiert und studiert nun Orchesterdirigieren in Graz. Er hat schon bei der Musikakademie 2022 das Orchester geleitet. Johannes studiert Musikwissenschaft in Frankfurt. Gern kannst du uns bei Rückfragen schon im Vorfeld kontaktieren.

302. Jazz-/Popchor

3. Kursschiene (Ensemble 2).

Du singst gerne und hast Lust in einem größeren Ensemble Stücke aus der populären Musik zu singen?

Dann bist du im Jazz-/Popchor genau richtig. Wir wollen gemeinsam ein gemischtes Programm mit Songs von Florence & the Machine, Rag’n‘ Bone Man, Pentatonix, Saint Mesa und Sandro Cavazza singen. Wir decken verschiedene Schwierigkeitsstufen ab, sodass sowohl unerfahrenere ChorsängerInnen als auch „alte Hasen“ auf ihre Kosten kommen. Du singst in deiner Freizeit vor allem klassische Chorwerke? Keine Sorge, das ist kein Handicap. Wir werden verschiedene Gesangstechniken aus der Complete Vocal Technique kennenlernen, um möglichst nah an einen authentischen Jazz-/Popchorklang heranzukommen.

Geleitet wird der Jazz-/Popchor von Claudia und Manuel. Claudia studiert Musik im Master of Education in Köln. Sie singt in verschiedensten Chören (vom klassischen Kammerchor über Opernchöre bis hin zum Jazzchor) und leitet einen eigenen kleinen Chor sowie regelmäßig Akademiechöre. Manuel singt im Chor und hat schon einige CdE-Vokalensembles geleitet.