Courselist PfingstAkademie 2020

0. Orgateam

1. Der Drum-Herum-Kurs

Du bist begeistert von Flipcharts, Energizern, Moderationskarten, Metaplanwänden und außergewöhnlichen Kennenlernspielen? Dir ist es wichtig, sich nicht nur inhaltlich mit einem Thema zu beschäftigen, sondern auch die Stimmung zu berücksichtigen und Methoden zu verwenden, die Kreativität und Transfer fördern? Dann bist du genau richtig im Drum-Herum Kurs! Wir werden uns mit den verschiedensten Methoden beschäftigen, die eingesetzt werden können, um attraktive Lehre zu machen, Seminare zu leiten oder ein Team aufzubauen. Das Ganze wird natürlich fleißig selbst ausprobiert und erprobt.

Laura liebt es mit ihrem Schattenstift Flipcharts zu verfeinern und hat durch die Theaterpädagogik gelernt, verschiedenste Methoden auch in ihren Arbeitsalltag zu übernehmen. Jonas setzt in Anatomie-Tutorien auf Schals und Socken anstelle von Power-Point und freut sich immer, seine Begeisterung für gruppendynamische Prozesse weitergeben zu können.

2. Rock-Analyse – Was hinter den Charts steht (Rock meets Gedichtanalyse, you know?)

Quasi jedes Lied besteht aus Musik und Text. Wow, Mega-Erkenntnis! Aber während sich beim einfachen Hören eines Liedes die Musik (oder zumindest die Melodie) relativ schnell in dem Kopf festsetzt, erschließt sich die Bedeutung des Textes oft erst beim dritten oder vierten Anhören. Und dann gibt es noch Lieder deren Texte so kompliziert oder widersprüchlich sind, dass man sich in Ruhe hinsetzen muss, um den Text zu verstehen. Und manche Texte sind einfach so schön, dass man sie in Ruhe hören will. Text ist also vielschichtig und erfordert Mitdenken.

In diesem Kurs wollen wir etwas das wir lieben (Musik) mit etwas verbinden, dass wir in der Schule in der Regel gegen unseren Willen lernen mussten (Gedichtanalyse) verbinden. Keine Sorge, Jambus und Anapäst werden hier nicht gebraucht, viel mehr wollen wir uns ein bisschen über Liedtexte unterhalten und dabei das anwenden, was wir in der Schule (gefühlt zu viel) gemacht haben. Dabei sind wir nicht auf Rock beschränkt, der Titel erfolgte nur aus Gründen der Doppeldeutigkeit.

Der Kurs eignet sich für alle Teilnehmer mit grundlegenden Kenntnissen in englisch und deutsch.

3. Was krabbelt denn da?

Das Thema „Insektensterben“ ist in der letzten Zeit sehr präsent geworden. Auch wenn es ein komplexes Thema mit vielen Ursachen ist, kann jeder im Kleinen etwas dazu beitragen, Lebensraum für Insekten zu schaffen.

In diesem Kurs möchten wir uns der Frage widmen, wie Gärten, Balkone oder der Blumenkasten auf dem Fensterbrett so gestaltet werden können, dass Insekten Unterschlupf, Nistmöglichkeiten und Nahrung finden. Der Schwerpunkt des Kurses liegt auf dem Bau von Insektenhotels aus Alltagsmaterialien und Material aus dem Umfeld des Feriendorfes. Ferner ist geplant, „Saatbomben“ mit insektenfreundlichen Pflanzen herstellen.

Da wir viel praktisch arbeiten werden, ist der Kurs auch gut für Kinder mit ihren Eltern geeignet.

4. Akrobatik (nicht nur) für Anfänger*innen

Akrobatik (nicht nur) für Anfänger*innen

Einmal durch die Lüfte fliegen, diese eine Figur aus Dirty Dancing meistern, Muskeln aus Stahl ganz ohne Fitnessstudio, … Wenn das schon immer dein Traum gewesen ist, dann bist du bei uns “gold” richtig! Vielleicht wolltest du aber auch schon immer mal etwas Neues ausprobieren, oder bist bereits ein alter Hase in der Welt der Akrobatik. Bei uns gehen sportliche Betätigung und Gemeinschaft Hand in Hand.

Wir werden in Gruppen ab zwei Personen (nach oben ist viel Luft, vor allem, da die Pelikanhalle hohe Decken hat) verschiedene Figuren lernen und dabei mit gegenseitiger Hilfestellung dafür sorgen, dass man sich sicher fühlen kann. Für die Anfänger beginnen wir mit den Basics, z.B. dem allseits bekannten Flieger, während die Fortgeschrittenen sich im Rahmen eines freien Trainings selbst ausprobieren können. Natürlich helfen wir auch dort gerne weiter oder können euch Vorschläge für neue Übungen machen.

Mitmachen darf jeder, der Spaß an Bewegung hat. Dadurch, dass es in der Akrobatik sowohl tragende Personen (sogenannte Unter) als auch diejenigen braucht, die sich tragen lassen (die Ober), ist der Körperstatur keine Grenze gesetzt. Also sind sowohl kräftige und stabile als auch leichte Personen gefragt. Wichtig ist für alle etwas Körperspannung -und gefühl, was aber jeder, der hin und wieder Sport macht, mitbringt. Körperkontakt ist beim Akrobatik unvermeidbar, also solltest du keine Berührungsängste haben.

Die Kursleiter betreiben Akrobatik regelmäßig im Hochschulsport und nutzen jede Gelegenheit, um ihrem Hobby auch außerhalb der Trainingszeiten nachzugehen.

5. Einführung in die Fotografie

Im Rahmen dieses Kurses werden die Grundlagen der Fotografie behandelt, wobei der Kurs zu einem Teil aus Theorie und zu zwei Teilen aus Praxis bestehen wird. Dabei wird der Fokus auf den kreativen und ästhetischen Aspekten, insbesondere Komposition und allgemeinem Bildaufbau, liegen. Diese werden dann anhand von Portraits, Landschafts- und Naturaufnahmen in der Praxis einstudiert und geübt. Die technischen Aspekte der Fotografie werden dabei auf jeden Fall grundlegend erklärt, können auf Wunsch der Teilnehmer jedoch auch signifikant vertieft werden.

An sich ist natürlich eine brauchbare Kamera Voraussetzung für den Kurs; in diese Kategorie fallen inzwischen jedoch auch bessere Handykameras, sodass eine Spiegelreflexkamera o.ä. nicht zwingend erforderlich ist.

Alex studiert in Bonn Physik und und hat im Herbst 2019 nach vielen Jahren der semiprofessionellen Veranstaltungsfotografie ein Nebengewerbe als Fotograf angemeldet. Sein Schwerpunkt liegt dabei auf der Veranstaltungsfotografie, insbesondere auf der Konzertfotografie. Eine Auswahl seiner Arbeiten findet man unter:

https://muehlhausen-photography.com (https://muehlhausen-photography.com/)

6. Aikaido

Aikido ist eine defensive, japanische Kampfkunst. Neben den Hebel- und Wurftechniken beschäftigt sich ein Aikidoka (jemand, der Aikido ausübt) auch viel mit der Philosophie, die dem ganzen innewohnt. In diesem Kurs soll den Teilnehmern ein Einblick in die Vielseitigkeit des Aikido gegeben werden. Dabei ist es wichtig, dass du neugierig bist und keine Berührungsängste gegenüber anderen Menschen hast. Im Verlaufe des Kurses werden wir uns ein paar Techniken ansehen, das richtige Fallen üben und das Prinzip des Aikidos zu ergründen.

Kurz zu mir: Ich heiße Lisa, studiere Chemie und gehe den Weg des Aikidos seit 10 Jahren. Damit bin ich keinesfalls ein Profi. Mit diesem Kurs möchte ich lediglich anderen Menschen einen Einblick in das geben, was mich bis heute so fasziniert.

7. Der Urlaubs-Kurs

Wir fahren in den Urlaub und nehmen mit: Sonnenbrille, Badelaken, Rucksack, Badehose* und ein (digitales) Wörterbuch. Denn wir können ja nicht erwarten, dass in den höchsten Pyrenäen und im tiefsten China die Einheimischen der Englischen Sprache mächtig sind (außerdem ist es höflich, zu versuchen sich in der Landessprachen zu verständigen). Dazu dient dieser Kurs: in möglichst kurzer Zeit die hilfreichsten Floskeln der wichtigsten Urlaubssprachen (subjektiv!) zu erlernen. Dazu schauen wir uns Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Russisch an. Ebenfalls versuchen wir, die gebräuchlichsten Zeichen, die uns in China, Hong Kong, oder Japan begegnen können, auseinanderzuhalten.

Vorkenntnisse sind nicht notwendig, nur der Spaß an Sprachen. Auch wenn Ihr in nächster Zeit nicht in den Urlaub fahrt, aber an Sprachen interessiert seid oder noch nicht wisst, welche Ihr lernen möchtet, seid Ihr in dem Kurs herzlichst willkommen.

Die Kursleiterin Alexandra studiert derzeit Analytische Chemie in Rheinbach und lernt gerne Sprachen.

8. "Schokolade testen, vergleichen, probieren?"

Schokolade, das Hauptnahrungsmittel des CdE. Wir wollen uns in dem Kurs etwas näher damit beschäftigen, wie Schokolade hergestellt und verarbeitet wird. Insbesondere wollen wir testen, inwieweit sich die Sorten unterscheiden. Schmeckt Alpenmilch anders als Alpenmilch? Nicht zu kurz kommen wird das ausgiebige Testen - insbesondere von neuen RitterSportSorten. Eine kleine Vorbereitung für den Kurs wird nötig sein.

Lena und Anita sind seit vielen Jahren im CdE und auf der Pfingstaka zu Gast und große Ritter Sport Fans - was bei der räumlichen Nähe zur Fabrik in Waldenbuch nicht schwierig ist.

9. Jugger für Einsteiger

Jugger ist eine Sportart, die man als Mischung aus Rugby und Fechten bezeichnen kann. Es treten auf jeder Seite des Spielfelds 5 Spieler gegeneinander an. Ziel des Spiels ist es, den “Jugg” in das gegnerische Mal zu befördern. Allerdings darf nur eine Person pro Team, der Läufer, den Jugg tragen. Alle anderen Spieler sind mit Pompfen ausgestattet. Mit diesen gepolsterten Stäben versucht man den Gegner zu treffen, um ihn so für einige Sekunden aussetzen zu lassen. Jugger ist - abgesehen von der Position der Läufer - ein kontaktloser Sport.

Auf der Akademie wollen wir euch die Grundlagen dieser Sportart näherbringen und praktisch anwenden. Wir werden die Regeln des Sports besprechen, Techniken unterschiedlicher Pompfen im Duell gegeneinander trainieren, unsere Taktik analysieren und natürlich spielen. Neben absoluten Neulingen sind selbstverständlich auch erfahrene Spieler willkommen, die ihre Kenntnisse weitergeben und verfeinern möchten.

Dafür solltet ihr Sportkleidung sowie Sportschuhe für draußen und drinnen mitbringen. Der CdE verfügt auf dem Eisenberg über Pompfen, weshalb ihr keine Pompfen benötigt, um teilzunehmen. Solltet ihr jedoch welche besitzen, könnt ihr sie gerne mitbringen.

Eike studiert European History in Berlin und ist fasziniert von eigentlich allen Sportarten, je ungewöhnlicher, desto besser. Jonathan studiert Medizin im sechsten Semester und hat Jugger auf einer SommerAkademie kennengelernt, er spielt seit zwei Jahren im Juggerhaufen Bochum.

10. Livetontechnik für Anfänger

Musik war in den goldenen Zwanzigern wahrscheinlich ähnlich präsent wie heute; sie waren die Glanzzeit der Revues, Geburtsjahrzehnt des Musicals und voll gefüllt mit Jazz und Swing. Was aber heute definitiv anders ist: Die Menge an Technik, die im Umfeld von Musik zu finden ist. Die moderne Tontechnik macht vieles einfacher oder auch schlichtweg besser – und wie genau sie das tut, erfährst du in diesem Kurs. Wir werden uns damit beschäftigen, aus welchen Teilen eine moderne Beschallungsanlage besteht, was diese Teile alles können und wie man sie korrekt verwendet. Konkret heißt das zum Beispiel: Wie funktioniert ein Mikrofon? Mit welchem Kabel schließe ich eine Gitarre an? Und wozu brauche ich ein Mischpult? Du hast keine Ahnung davon, wie sowas überhaupt funktioniert? Nicht schlimm, Interesse ist das, was zählt; dieser Kurs richtet sich explizit an Anfänger. Fortgeschrittene sind natürlich auch herzlich willkommen, müssen aber damit rechnen, dass wir vor allem auf Grundlagen eingehen. Wen das nicht stört: Immer herein, ich freue mich über jeden, von dem ich was lernen kann. :-)

Über den Kursleiter: Mein Name ist Julian, ich bin 20 Jahre alt, wohne in Mainz und lerne beim ZDF Fachkraft für Veranstaltungstechnik (zurzeit im ersten Lehrjahr). Ich habe während der Oberstufenzeit (~2017) angefangen, mich für Tontechnik zu interessieren und seitdem vor allem bei Kurzfilmprojekten Ton aufgenommen und Musik produziert. Außerdem packe ich hin und wieder für befreundete Bands bei der Tontechnik mit an.

11. Volleyball für Anfänger und Engagierte

Seit dem Sieg von Ludwig/Walkenhorst in Rio 2016 ist Hallen und Beachvolleyball in Deutschland immer populärer geworden.

Vom Konzept her ist es sehr einfach, drei Berührungen und dann ist der Ball hoffentlich wieder auf der anderen Netzseite. Auch wenn sich das erstmal sehr einfach anhört gibt es beim Volleyball viele technische Feinheiten die das „hoffentlich“ streichen und zu einem definitiven „und er bleibt auch da“ machen.

In dem Kurs wird es deswegen neben dem (sicherlich auch nicht zu kleinen) Anteil reiner Spielzeit auch Technik Einheiten geben, die weder Anfängern noch Vereinspielern schaden. Je nach Nachfrage kann auch ausführlicher auf Theorie oder System eingegangen werden, das wird dem Kurs angepasst, deswegen teilt mir bitte was für Erfahrung ihr mit dem Sport bereits habt.

Grundvoraussetzung für den Kurs ist Freund am Ballsport und für erfahreneren Spieler auch die Bereitschaft ihr können mit den anderen zu teilen (Volleyball ist ein Mannschaftssport ;) ).

Friederike studiert im Master Pysik und hofft bis zur Akademie damit fertig zu sein. Sie spielt seit neun Jahren aktiv im Verein Volleyball in der Halle und im Sand, trainiert zudem eine Jugendmannschaft und freut sich darauf im Kurs (hoffentlich) ihre Begeisterung für den Sport mit anderen teilen zu können.

12. Vokalensemble

Wer Lust hat auf einer Akademie wieder einmal sehr viel zu singen ist zu diesem Kurs herzlich eingeladen! Gemeinsam wollen wir bis zu achtstimmige Werke der klassischen Chorliteratur einstudieren und auf dem Bunten Abend aufführen. Die genaue Stückauswahl wird in Rücksprache mit den Sängerinnen und Sänger getroffen.

Wenn du diesen Kurs wählst, solltest du schon Erfahrung im Chorgesang (a Capella) haben und alleine deine Stimme halten können. Bittet gebt bei der Anmeldung eure Stimmlage an.

Mal ist es ihr bewusst, oft auch nicht: Claudia singt gerne und gerne viel. Da sie in ihrem Musikstudium scheinbar nicht ausgelastet ist wirkt sie als Sängerin bzw. Leiterin in verschiedenen Chören mit.

13. Planen von Trekkingtouren

Liebe Wandervögel, euch ist das abgehobene Leben der 20er auch zuwider? Ihr wolltet immer schon mal erfahren, wie man einen Rucksack richtig einstellt und bepackt? Auf Grund von Zug-Scham wollt ihr die nächste Anreise zu einer CdE-Akademie zu Fuß durchführen? Dann seid ihr hier genau richtig.

Wir wollen uns mit der Planung von Trekkingtouren beschäftigen. Kursinhalte sind Materiallehre (Was ist eigentlich ein Heringstein und warum muss den immer der/die Unerfahrenste tragen?), Streckenplanung (Warum ist diese dünne blaue Linie auf der Karte plötzlich ein reißender Wildbach?) und praktische Einheiten (Wie baue ich ein Zelt bei Regen auf?). Eine kleine Rucksackwanderung darf da natürlich auch nicht fehlen. Betrachtet werden Szenarien (und deren Unterschiede) für Touren in Norwegen (Sommer und Winter), Dänemark und Deutschland. Kursbegleitend wird es weitere Angebote geben (u.A. die Anreise von Bad Hersfeld zu Fuß zum Eisenberg).

Lars ist begeisterter Weitwanderer. Seine aktuellen Hauptprojekte sind der E1 (Nordkapp-Sizilien) und norge på langs.

14. Freude, schöner Götterfunken!

„Freude, schöner Götterfunken!“ Jeder kennt die schlichte Melodie, die Ludwig van Beethoven im Finalsatz seiner neunten Sinfonie den Worten aus Friedrich Schillers „Ode an die Freude“ unterlegt. Aber wodurch gewinnen diese 24 Takte ihre einprägsame und mitreißende Wirkung? Und wie wird die Sinfonie danach eigentlich fortgesetzt?

Diesen und vielen weiteren Fragen rund um Beethovens Sinfonienzyklus wollen wir im 250. Geburtsjahr des Bonner Komponisten nachgehen, der die meiste Zeit seines Lebens in Wien lebte. Der Kurs soll einen musikalischen Zugang zu Beethovens Werk vermitteln und wird sich anhand der Sinfonien (Nr. 2, 3, 5, 6, 7 und 9) auf die Suche machen, was diese Musik so revolutionär macht. Woher kommt die unfassbare Wucht in seinen Klängen? Und woher dann wieder die rührende Zartheit einzelner Melodien? Wir werden im Kurs gleichermaßen die ausgewählten Sinfonien anhören, anhand der Partituren die Raffinessen von Beethovens Kompositionen aufspüren und deren Botschaft – auch über die Musik hinaus - diskutieren. Voraussetzung für den Kurs ist Lust, sich mit der Musik Beethovens auseinanderzusetzen, und Freude an den knisternden Funken, die sie versprüht. Um während des Hörens die Musik leichter mitverfolgen und spätere Interpretationen besser verstehen zu können, ist sicheres Notenlesen empfehlenswert.

Peter studiert im 2. Semester Physik. In seiner Freizeit tobt er sich gerne musikalisch als Sänger und Pianist aus. An Beethoven fasziniert ihn besonders die einzigartige Spannung zwischen lyrisch zarten und gewaltig monumentalen Momenten sowie die menschen-, ja sogar nationenverbindende Wirkung dieser Musik.

15. Schildkröten!

Es gibt sie seit über 220 Millionen Jahren. Heute werden über 350 Arten unterschieden – mit einem Körpergewicht von 900 kg bis 70 g, einer Geschwindigkeit von 0,21 bis 35 km/h und einer Größe von 7 cm bis 2,5 Metern.

Dieser Kurs wird sich sowohl mit Schildkrötenarten und allgemeiner Schildkrötenanatomie beschäftigen als auch mit der Verbreitung dieser faszinierenden Tiere in der Mythologie und Literatur. Wir werden über Schildkröten sprechen, deren Augenfarbe geschlechtsspezifisch ist und über solche, die ihren Urin über den Mund abgeben können und klären, was der Brötchentest bei Schildkröten ist. Anschließend wollen wir mit verschiedenen Materialien und Methoden (z.B. Origami, Perlen, Filz, Farbe, Stoff ) unsere eigenen Schildkröten basteln. Vorkenntnisse sind nicht nötig.

Maja hat Computerlinguistik studiert. Saphira hat Wasserwirtschaft studiert. (Keines dieses beiden Fächer hat direkt mit diesem Kurs zu tun.) Zusammen mit anderen schildkrötenbegeisterten Menschen sammeln sie seit 2012 Schildkrötenfiguren.

16. Maschinelles Lernen trifft Quantenphysik

Physik und Maschinelles Lernen werden in Zukunft in beiden Richtungen voneinander profitieren: Erkenntnisse aus Quantenmechanik und statistischer Physik bieten theoretisches Fundament im Maschinellen Lernen, während Maschinelles Lernen neue Berechnungsmethoden zur Umsetzung von Erkenntnissen aus der Quantenphysik in technische Anwendungen wie etwa Quantencomputer liefert.

Im Kurs beschäftigen wir uns mit hybridem Quantenrechnen, das schon auf heutigen Quantencomputern möglich ist und für Maschinelles Lernen verwendet werden kann. Nebenbei wird es um die Grundprinzipien hinter modernem Machine Learning, Fehlerkorrektur, sowie Unterschiede zwischen optischen und supraleitenden Quantenrechnern gehen.

Neben der nötigen Theorie werden wir selbst Quantenalgorithmen in Python implementieren und ggf. sogar auf echten Quantencomputern laufen lassen. Nach Interesse besteht außerdem die Möglichkeit, den Kurs mit eigenen Referaten zu ergänzen, sofern ihr euch selbst schon mit Machine Learning oder Quantenphysik auskennt. Wir freuen uns auf einen spannenden Kurs!

Der Kurs soll PhysikerInnen und MathematikerInnen mit Interesse an Quantenmechanik und Statistischer Physik mit InformatikerInnen und IngenieurInnen mit Vorkenntnissen im Maschinellen Lernen zusammenbringen. In beiden Fällen werden wir ein wenig Material zum Einlesen in das jeweils andere Fachgebiet vor der Akademie herumschicken. Wir werden im Kurs eigene Quantenalgorithmen in Python implementieren und gleichzeitig die Theorie in der nötigen Tiefe behandeln. Kontaktiert uns gerne, falls ihr euch nicht komplett sicher seid, ob eure Vorkenntnisse passen.

Luisa studiert Physik mit Schwerpunkt theoretische Quantenphysik in München, Lucas und Steffen studieren oder promovieren in Neurowissenschaften und Maschinellem Lernen in München und Tübingen. Wir haben bereits einen ähnlichen Kurs auf der Winteraka gegeben; TN von damals werden in dieser zweiten Auflage nicht viel Neues lernen.

17. Kizomba

Wir befinden uns im Jahre 2020 n.Chr. Die ganze Welt ist vom Kizomba-Virus erfasst… Die ganze Welt? Nein! Ein von unbeugsamen CdElern bevölkertes Feriendorf auf dem Eisenberg leistet erbittert Widerstand gegen diesen in Angola entstandenen Tanz, der gerne mit Tango, Bachata und Salsa verglichen wird. Doch wir sind uns sicher: mit diesem Kurs werden wir es schaffen, Kizomba endlich als festen Bestandteil auf CdE-Tanzabenden zu etablieren.

Wie Tango Argentino ist Kizomba weder etwas für Berührungsscheue, noch für Liebhaber immer gleicher Standardschrittfolgen, die ohne Führen und Folgen getanzt werden können. Wenn ihr aber offen für wechselnde Tanzpartner, spontane Interpretation der Musik, endlose Kombinationsmöglichkeiten einfacherer Grundelemente und viel Tanzen im Kurs seid, dann ist dieser Kurs genau richtig für euch.

Maike und Michael haben Erfahrung darin, Kurse mit sehr heterogenen Vorkenntnissen zu leiten. Daher kommt, egal ob ihr wie wir seit Jahren leidenschaftlich tanzt, oder dieses Jahr endlich damit anfangen wolltet. Nach dem Kurs solltet ihr euch zu Hause auf Kizomba-Socials und Festivals trauen, aber auch Führungstechniken, Musikalität, Connection und Improvisation für andere Tänze mitgenommen haben.

18. Tupperparties und Toilettenpapier - eine Einführung in das deutsche Wettbewerbsrecht (UWG)

Wer kennt das nicht? Man möchte Blumen kaufen und kommt mit einer Packung Kaffee zurück, weil das ja im Grund das Gleiche ist. Das deutsche Recht des unlauteren Wettbewerbs kennt viele eher ungewöhnliche Probleme und bietet Antworten auf Fragen, die man sich nie gestellt hat. Zum Beispiel: Wie dumm sind eigentlich Verbraucher? Oder: Ist der CdE-Werbeblock eine agressive Geschäftspraktik? In diesem Kurs werden wir ein paar Grundlagen über das Gesetz zum unlauteren Wettbewerb (UWG) lernen und uns viel mit Werbung beschäftigen. Vorkenntnisse im juristischen Bereich sind nicht notwendig.

Ich habe mich bereits im Jurastudium mit Wettbewerbsrecht beschäftigt und wende dieses Wissen mittlerweile im Kanzleialltag an.

19. Antibiotika

In den 20er Jahren stieß Alexander Fleming mit der Entdeckung des Penicillins auf eine Goldgrube. Jetzt, 100 jahre später, zählen Antibiotika noch immer zu den bedeutendsten Medikamenten. Mit den Wirkmechanismen dieser Arzneimittel-Gruppe wollen wir uns in diesem Kurs beschäftigen.

Im ersten Teil werden wir uns anschauen, wie bakterielle Zellen aufgebaut sind, welche Angriffspunkte für Antibiotika möglich sind und welche Struktur ein Arzneimittel haben muss, um diese Angriffspunkte zu erkennen.

Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit der allseits gefürchteten Antibiotikaresistenz von Bakterien. Warum sind manche Keime naturgemäß resistent gegenüber bestimmten Antibiotika-Gruppen, gegenüber anderen jedoch sensibel? Wie können Resistenzen entwickelt werden? Welchen Einfluss hat eine veränderte Struktur von Arzneimittel oder Target auf die Empfindlichkeit?

Bei Interesse sprechen wir außerdem über andere Antiinfektiva, darunter Arzneimittel gegen Viren, Pilze oder prominente Parasiten wie den Malaria-Erreger.

Grundkenntnisse in Biologie und Chemie sind von Vorteil, der Kurs lässt sich aber mit ein wenig Vorbereitung auch ohne diese besuchen.

Luna studiert jetzt im 6. Semester Pharmazie in Hamburg und ist nach wie vor von ihrem Studienfach begeistert.

20. Gödel, Escher, Bach

In diesem Kurs werden wir uns mit ausgewählten Aspekten aus dem Werk „Gödel, Escher, Bach“ von Douglas R. Hofstadter beschäftigen. Wir betrachten u.a. formale Systeme, Berechenbarkeitstheorie, Vollständigkeit und Rekursion, denken über seltsame Schleifen in der Mathematik, Kunst und Musik nach. Interesse an mathematischen Themen ist definitiv von Vorteil. Fans der Philosophie und Logik kommen auch auf ihre Kosten.

Über mich: Seit 2019 studiere ich Informatik an der TU München. Im Rahmen der Begabtenförderung begann ich mich mit o.g. Werk auseinandersetzen und möchte nun meine Erfahrungen mit euch teilen.

21. Von den Golden Twenties ins Dritte Reich – Wir spielen SECRET HITLER

Die goldenen Zwanziger: Der Krieg ist endlich vorbei und aus den USA kommt zum ersten Mal gute Musik nach Europa. Doch in Deutschland läuft nicht alles rund: Die Weimarer Republik hat mit Reparationsforderungen, Hyperinflation, Ruhrbesetzung und all den anderen unschönen Dingen aus dem Geschichtsunterricht zu kämpfen. Diese Gelegenheit nutzt ein junger, talentfreier Maler aus Österreich, um mit seinen faschistischen Spießgesellen die Macht zu ergreifen. Nach und nach erlassen Präsidialkabinette, in denen verborgene Faschisten sitzen, faschistische Gesetze, die die Freiheit der Bürger einschränken. Gelingt es den liberalen Abgeordneten des Reichstags rechtzeitig, Hitler und die Faschisten zu entlarven, oder kann Hitler Reichskanzler werden und die Macht ergreifen? Ganz so lief die historische Machtergreifung der Nationalsozialisten natürlich nicht ab, jedoch sieht so eine Runde des Spiels Secret Hitler aus. Im Kurs wollen wir euch die Regeln des Spiels erklären, mit euch zusammen ein paar Runden spielen und dabei der inneren Logik des Spiels auf den Zahn fühlen und Strategien entwickeln – und natürlich Hitler entlarven, bevor er zum Reichskanzler gewählt wird. - Benjamin und Bernhard spielen nicht nur gerne Secret Hitler, sondern auch Werwolf, Diplomacy und diverse andere Spiele, bei denen sie sich auch außerhalb der Kurszeit auf eure Gesellschaft freuen. Solange sie nicht Secret Hitler spielen, finden sie Liberale cooler als Faschisten.

Und sonst so: Benjamin studiert VWL, Bernhard vorderasiatische Archäologie, weil er weiß, dass im Nahen Osten der Vorrat an Ruinen nie ausgehen wird.

22. Sportakademie

Du möchtest mal wieder neue Sportarten ausprobieren oder etablierte Disziplinen aufleben lassen? Dann bist du bei uns genau richtig. Wir möchten die Pfingstakademie nutzen, um uns viel zu bewegen und damit rechtzeitig wieder die Bikini-/Badehosenfigur herauszukrempeln. Dich erwartet unter anderem: Orientierungs-/Hindernislauf, Beach-Volleyball, Ultimate Frisbee, Wasserball, Yoga, Workout (mit Crossfit-Elementen), ggf. Klettern

Mit einer guten Grundfitness wirst du vermutlich viel Spaß mit uns haben. Außerdem von Vorteil: Laufsachen, Badesachen, Sonnencreme, und falls vorhanden: Klettersachen, weitere Outdoor-Sportgeräte.

Als Schinder sind Markus und Stefan mit von der Partie. Stefan hat Finanz- und Informationsmanagement studiert, arbeitet nun in der Rückversicherung in München und schätzt ein vielfältiges Sportprogramm (Bouldern, Hindernislauf, Skifahren, Schwimmen, Tauchen, …).

23. Das kleine 1x1 der Hirnnerven

Wieso müssen mache Menschen husten, wenn sie sich die Ohren waschen? Wie funktioniert es, dass unsere Pupille auf Lichteinfall reagiert? Warum endet so mancher Sprung ins kalte Wasser tödlich? Und was haben Liniennetzpläne und das Medizinstudium gemeinsam? Diese und weitere Fragen wollen wir im Kurs betrachten und gemeinsam in neun Stunden in die Welt unserer zwölf Hirnnerven eintauchen, die von der Übermittlung von Sinneswahrnehmungen unserer Augen, Ohren, Nase und Zunge bis hin zur Regulation unserer Herzfrequenz und unserer Darmtätigkeit eine Vielzahl von Aufgaben übernehmen. Dabei werden wir zunächst erarbeiten, wie unsere Hirnnerven aufgebaut sind, wie sie verlaufen und welche Funktionen sie im Einzelnen erfüllen und unterwegs auch die ein oder andere pathologische Veränderung besprechen. Abschließend werden wir noch an uns gegenseitig üben, wie man die einzelnen Nerven durch einfache Test kontrolliert, sodass jeder nach dem Kurs eine kleine neurologische Untersuchung durchführen und auswerten kann.

Voraussetzungen gibt es keine, jeder, der bei an den Haaren herbeigezogenen Merksprüchen nicht sofort die Flucht ergreift und gerne mal selbst die Funktionsfähigkeit seiner Nerven überprüfen möchte, ist gerne gesehen.

Aline hat bereits vier Jahre ihres Medizinstudiums in Leipzig hinter sich liegen und widmet sich gerade in einer kleinen Pause vom alltäglichen Studienbetrieb unter Nutzung all ihrer fünf Sinne und zwölf Hirnnerven voll und ganz ihrer Doktorarbeit.

24. “the longest and most charming love letter in literature”

„the longest and most charming love letter in literature“ – so nannte Nigel Nicolson Virginia Woolfs Orlando 1973. Mit gutem Grund – tatsächlich war Nicolsons Mutter, Vita Sackville-West, die Inspiration für die schillernde Hauptfigur von Woolfs viertem Roman. Orlando bietet einen 500-jährigen historischen Rundumschlag, eine scharfzüngige Parodie biographischen Schreibens und reißt dabei konventionelle Vorstellungen von Geschlecht nachhaltig ein. Im Kurs werden uns dem Roman sowohl historisch als auch im Kontext aktueller Debatten um Gender nähern. Möglicherweise wird auch die Bloomsbury Gruppe einen Auftritt haben…

Der Kurs setzt außer Englischkenntnissen kein literaturwissenschaftliches Vorwissen, aber relativ hohe Lesebereitschaft voraus. Je nach Wunsch der Teilnehmenden kann der Kurs auf Deutsch oder Englisch stattfinden.

Tobi und Robin (the artist formerly known as Ruth) studieren mit großer Begeisterung englische und sonstige Literatur in Tübingen und freuen sich, mit Euch auf literarischem Weg in die Twenties zu reisen. Wenn sie nicht gerade der seriös-intellektuellen Unternehmung des Literaturstudiums nachgehen, lesen sie auch mit Freude die erotischen Briefe ihrer Lieblingsautoren.

25. Lockpicking

Im Film sieht es immer so einfach aus. Der Einbrecher oder der Ermittler nimmt einen Lockpick, steckt ihn ins Schloss und keine 5 Sekunden später ist die Tür auf. In der Wirklichkeit ist es oft nicht so einfach. Wir verlassen uns schließlich alle regelmäßig darauf, dass Schlösser unseren Besitz schützen.

Wir werden uns in diesem Kurs anschauen, wie Schlüssel und Schloss funktionieren, wie man Schlösser ohne passenden Schlüssel öffnen kann und was sich Schlosser so einfallen fallen lassen, um Schlösser abzusichern.

Und dann werden wir die Zeit im Kurs darauf verwenden, um Schlösser zu öffnen. Wie das geht, werdet ihr im Kurs lernen. Daher sind Vorkenntnisse nicht notwendig, etwas Geduld und Feinmotorik schon.

Sven Marten Czerwonka betreibt Lockpicking als Hobby, seit er auf der Sommer Akademie 2008 von einem Mitorga ein paar Picks, Spanner und Schlösser auf den Tisch gelegt bekam.

26. Svenska für Anfänger

Schwedisch. Eine Sprache, in der ein gewitzter Verkäufer keine Kühlschränke an Eskimos, sondern Gasmasken an Elche verkauft. In der man nicht immer zwischen schwedischen Tigern und schweigenden Schweden unterscheiden kann. Und in der man sich mit Aussagen über sieben schöne Krankenschwestern, die seekranke Seemänner pflegen, redlich die Zunge verknoten kann.

Die schwedische Sprache ist halbwegs nah mit der deutschen verwandt, hat aber eine ganz eigene Melodie und einen ganz eigenen Charme. In diesem Kurs wollen wir uns einen Einblick in diese schöne Sprache verschaffen. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der Grammatik liegen, aber auch Aussprache, Eigenheiten der Sprache sowie Fallstricke und Anekdoten sollen nicht zu kurz kommen.

Am Ende des Kurses wird daher jeder Teilnehmer Bescheid wissen, warum Schweden nie smørrebrød, aber zweifellos gerne gratäng essen, wie man die köttbullar bei IKEA eigentlich wirklich ausspricht und warum man selbst über eine ölkatastrof noch lachen kann.

Vi ses!

Simone hat sich schon in ihrer Kindheit in das Land Schweden verliebt und spätestens bei der Vorbereitung auf ihr Auslandssemester in Stockholm auch in die schwedische Sprache.

27. "Loquamur linguam Latinam" ("Sprechen wir Latein")

Vobis ad linguam Latinam loquendam invito. Quis vestrum antea iam linguam Latinam locutus es? Maximi gaudii est, vobis dico! Quomodo praesentatur? Quomodo rem coloribus aut aliis rebus describere possumus? Quomodo fabulas ipsi scribere possumus? Quomodo dicere possumus, quota hora est? Nunc hora nona et dimidia est. Quibus et multis aliis pluribus vobiscum studere volo.

Es wäre gut, wenn ihr ein solides Grundwissen in der lateinischen Grammatik habt. Die Vokabeln sollten kein Problem sein. Die wollen wir gemeinsam im Kurs lernen. Auf jeden Fall solltet ihr Spaß an Latein mitbringen. Latein sprechen ist einfach als man denkt.

28. Zeichnen mit Kohle und Kreide

Wir befinden uns in der Zeit der goldenen 20er, und das bedeutet nicht nur einen Aufschwung in der deutschen Wirtschaft, sondern auch eine Entfaltung und Neu-Erfindung der Kunst. Ausgehend vom Dadaismus entwickelte sich der Surrealismus, welcher das Unwirkliche, das Träumerische betont. Im Gegensatz dazu steht die Gesellschaftskritik der Neuen Sachlichkeit mit der Rückbesinnung auf das wirklich Sichtbare.

Wir werden im Sinne dieser unglaublich unterschiedlichen Stilrichtungen unsere Zeit dem Zeichnen mit Kohle und Kreide widmen und so an dem Aufschwung von Kultur und Kunst der 20er teilzuhaben. Wie kann man Licht und Schatten in einer Zeichnung hervorheben? Wie kann man mit wenigen Strichen ein Konzept auf Papier bringen? Und wann hat man mal Zeit, das alles zu üben?

Wir werden uns ein wenig mit der Theorie dahinter auseinandersetzen, aber in der Kunst ist es wichtiger, alles sofort selber auszuprobieren. Deshalb wollen wir einen Großteil der Zeit selber zeichnen. Vorkenntnisse werden für den Kurs nicht benötigt. Für die Kursmaterialien kann es zu einem Kostenbeitrag von ca. 5€ kommen.

Lynn studiert im ersten Semester Chemie und nutzt schon seit sie ganz klein war ihre Freizeit zum Malen und Zeichnen. Ihre Lieblingszeichenmedien sind Kohle und Kreide, weil sie Spontaneität unterstützen statt Perfektionismus zu fordern.

29. Wir müssen reden - Streitkultur für alle

Du redest viel und gerne, aber niemand will dir zuhören? Du würdest gerne viel reden, aber glaubst, du hast nichts zu sagen? Du magst Publikum, aber keine Buh-rufe? Du weißt alles besser, aber irgendwie sieht das niemand ein? Dann bist du bei uns genau richtig!

Im Debattieren geht es um den geregelten Schlagabtausch von Meinungen zu einem vorher festgelegten Thema. Dabei ist es nicht nur wichtig, sinnvoll zu argumentieren und die Argumente der Opposition gut zu widerlegen, sondern die Rede für ein Publikum auch ansprechend zu gestalten. Im Kurs werden wir uns mit Argumentations-, sowie Präsentationstechniken auseinandersetzen, diese durch viele praktische Übungen festigen und dann in Debatten anwenden. Der konkrete Kursinhalt wird sehr flexibel an die Erwartungen und Wünsche der Teilnehmenden angepasst. Es sind überhaupt keine Vorkenntnisse nötig!

Samu und Bea studieren beide Tübingen und debattieren bei der Streitkultur e.V. Samu studiert Politikwissenschaft und Philosophie, debattiert seit 4 Jahren, ist Süddeutscher Meister 2019 und redete im Finale der Deutschen Debattiermeisterschaft 2019, sowie schon zweimal im Viertelfinale der Europameisterschaften. Bea studiert Chemie, debattiert seit 2,5 Jahren, juriert gerne auf allen möglichen Turnieren in Deutschland und ihr größter Erfolg als Rednerin war der Einzug ins Finale eines Spaßturniers, indem sie allen überzeugend erklärte, dass Ameisen extrem süß seien.

30. Darktable/Digitale Fotoentwicklung mit Darktable

Anders als in den 1920ern werden heute die meisten Fotos nicht mehr in der Dunkelkammer entwickelt, aber auch im Zeitalter digitaler Fotos lassen sich durch geeignete Bearbeitung nur mäßig schöne Bilder noch halbwegs retten oder recht gut gelungene Fotos noch weiter polieren. Genau das wollen wir uns in diesem Kurs anschauen, und zwar mit Darktable, einer freien Software mit vielen Möglichkeiten bietet, Digitalfotos schrittweise zu verbessern.

Ihr solltet dafür einen Laptop mitbringen und gerne Bilder, mit denen Ihr arbeiten möchtet – oder diese außerhalb der Kurszeit auf dem Eisenberg machen. Von Vorteil ist es, wenn Eure Kamera auch Rohdaten zu Bildern liefert, aber auch mit einfacheren Kameras kann man von Bildbearbeitung profitieren. Fachliche Voraussetzungen braucht Ihr keine mitbringen.

Ole hat vor einiger Zeit Technomathematik studiert und fotografiert gerne. Darktable nutzt er dabei auch für die Arbeit im Dokuteam.

31. Nudlige Wahrheiten - Zwischen Satire und Religionskritik

Am Anfang war das Wort, und das Wort war „Arrrgh!“ - Piraticus 13:7

Wir befinden uns in einer Zeit der Umwälzungen. Kriege, Big Data und der Klimawandel bedrohen die Menschheit. Doch wie können wir in diesen schwierigen Zeiten noch zurecht kommen? In diesem Kurs widmen wir uns einer Lösung für all diese Probleme, der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (kurz FSM). Es wird darum gehen, wie unsere (oder jede andere) Religion funktioniert. Was bedeutet es ein Pirat zu sein? Was muss getan werden, um in den Genuss des Biervulkans und der Stripperinnenfabrik im Jenseits zu gelangen? Wie funktioniert der ganze Mist auf dieser Welt?

Wer nun denkt, dass das alles reiner Unfug ist, soll sich die empirische Beweislage anschauen. Blicken wir, um ein Beispiel zu nennen, auf die globale Erwärmung. Die Piraten sind das auserwählte Volk des FSM. Deren Zahl nimmt jedoch seit dem 19. Jahrhundert stetig ab. Globale Erwärmung, Erdbeben, Orkane und andere Naturkatastrophen sind daher als direkte Folge der sinkenden Zahl von Piraten zu verstehen!

Weitere Kursinhalte, neben unserer nudligen Lehre, sind ethisch-philosophische Fragen in Bezug auf den evolutionären Humanismus. Wenn es zeitlich passt, essen wir außerdem Nudeln. RAmen!

Vorkenntnisse sind nicht nötig. Bringt bisschen Grips, Humor und ein Piratenkopftuch (oder Bandana) mit (noch besser wäre ein Piratenornat, aber das wäre freiwillig).

Dat studiert Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition in Magdeburg und macht in seiner Freizeit verschiedene Dinge.

32. Wie funktioniert ein Fotoobjektiv?

Auf jeder Aka werden tausende von Fotos mit ganz unterschiedlichen Kameras und Objektiven geschossen. Doch was genau steckt im Inneren der Objektive? Warum sind sie unterschiedlich groß und unterschiedlich teuer? Was bedeuten Bezeichnungen wie f=50mm, F1.8, Asph., oder Skalen, die bis Unendlich reichen? Solchen Fragen werden wir auf den Grund gehen: Zunächst werden strahlenoptische Grundlagen erarbeitet, um zu verstehen, wie Objekte auf den Kamerasensor abgebildet werden. Die Bedeutung von Größen wie Brennweite und Blendenzahl wird erklärt. Wir werden lernen, wie man ein Optik-Design aus Linsen und Blenden aufbauen kann, um die gewünschten Abbildungseigenschaften zu realisieren. Auch Abbildungsfehler und Maßzahlen für die Qualität einer Abbildung werden erläutert. Mit diesen Grundlagen können wir verschiedene Typen wie Weitwinkel-, Makro-, Zoom-, oder Teleobjektive unterscheiden und den Aufbau mitgebrachter Beispielexemplare verstehen.

Kenntnisse in geometrischer Optik sind hilfreich, aber nicht unbedingt Voraussetzung.

Johannes hat sich nach dem Physikstudium in der Promotion mit Messtechnik für hochpräzise Optiken befasst. Mittlerweile arbeitet er an Software, um die Unzulänglichkeiten nicht ganz so hochwertiger Optiken zu kompensieren.

33. Kriminalitätstheorien im Kontext gesellschaftlicher Erwartungshaltungen - Inwieweit treibt Unzufriedenheit zur Verbrechensbegehung?

Der Kurs thematisiert den personenbezogenen Ansatz, Kriminalität als möglichen Ausfluss der individuellen Lebenslage in Abgrenzung zur Sozialstruktur der Gesellschaft auszulegen. Unter anderem sollen grundlegende Fragestellungen psychologischer/philosophischer Natur (Sinn – Was macht das Leben lebenswert?/persönliches und „kollektives“ Glück/ individuelle vs. objektive Realität), unterschiedliche Theorien zur Erklärung von Kriminalität sowie diverse Fallbeispiele besprochen werden, um Motivationslagen der Täter im Kontext der Fragestellung zu analysieren und sie auf die heutige Zeit zu übertragen. Vorkenntnisse der Teilnehmer sind nicht notwendig.

Nach meinen Abitur 2012 studierte ich vier Semester lang Psychologie, bevor ich mich dazu entschied, eine Laufbahn beim Bundeskriminalamt einzuschlagen. Nach Erhalt meines Bachelorabschlusses arbeite und lebe ich seit 2017 als Kommissarin beim BKA in Berlin.

34. In 80 Bildern um die Welt

Backpacking, Auslandssemester, Urlaub, Jobangebot außerhalb Deutschlands – die Gründe, vertrautes Terrain zu verlassen sind vielfältig, die Ziele ebenfalls. Wir möchten uns gerne gedanklich gegenseitig an Orte mitnehmen, an denen wir bereits waren oder die wir irgendwann einmal bereisen wollen. Jeder Teilnehmer sollte in acht bis zehn Bildern ein Land oder eine Region vorstellen und erklären, was an diesem Flecken Erde so faszinierend oder besonders ist. Spannend ist es natürlich auch, von unkonventionellen Arten des Reisens zu erfahren.

Sven und Helena haben sich im Ausland kennengelernt, sind reiselustig, haben jeder teilweise im Ausland studiert und gearbeitet.

35. Rational Fiction

In diesem Kurs wollen wir uns mit sogenannter „rational fiction“ beschäftigen. Das definierende Merkmal von rational fiction ist, dass die Welt und die Charaktere so gestaltet sind, dass sie in sich logisch konsistent sind. Konkret bedeutet das z.B., dass Figuren nie eine bestimmte Entscheidung treffen dürfen, nur weil diese Entscheidung gerade gut in die Handlung passt. Alle Entscheidungen der Figuren müssen plausibel aus ihren Charaktereigenschaften, ihren Werten und ihren Zielen folgen. Wir werden uns im Kurs zum einen theoretisch damit beschäftigen, was rational fiktion ausmacht und wie man sie schreibt und zum anderen Ausschnitte aus einigen rational fictions lesen und besprechen. Dabei werden wir uns sowohl original fiction als auch rational fanfictions ansehen. Außerdem werden wir ein oder mehrere bekannte Geschichten die keine rational fiction sind ansehen und diskutieren, inwieweit man ihre Welt verändern müsste, damit sie den Kriterien von rational fiction entspräche. Wenn ihr vor dem Kurs ein Gefühl dafür bekommen wollt, wie sich rational fiction liest, empfehlen wir die ersten 5-10 Kapitel von Harry Potter and the Methods of Rationality zu lesen. Diese Geschichte ist wie die meisten rational fictions in englischer Sprache. Die Bereitschaft zum Lesen englischer Texte ist daher eine Voraussetzung für die Teilnahme am Kurs.

Jonas promoviert aktuell in Behavioural Economics. Kai promoviert zur Philosophie der Mathematik. Beide lesen in ihrer Freizeit gerne Rational Fiction.

36. Lok fahren für Anfänger mit Loksim3D

Wie fährt man eigentlich einen Zug? Was bedeuten die Licht- und anderen Zeichen entlang der Strecke? Und warum muss kein Seuchenschutzkommando anrücken, wenn es im Zug ein EBuLa-Problem gibt? Die wichtigsten Antworten auf diese Fragen will ich in diesem Kurs geben. Da wir keine echte Lok und keinen echten Ausbilder zur Hand haben, behelfen wir uns mit dem Freeware-Führerstandssimulator Loksim3D. Der Kurs ist für Menschen ohne Vorkenntnisse gedacht.

Jan interessiert sich seit seiner Jugend für alles, was nach Fahrplan irgendwo herumfährt, vor allem auf Schienen. Beruflich hat er auch mit Fahrplänen zu tun, allerdings solchen für den Pakettransport auf Europas Straßen. Er hat schon ein paarmal Kurse (mit)geleitet, bisher allerdings immer zu seinem zweiten großen Hobby Sprachen.

37. Sticken für Anfänger

„Sticken ist Malen mit Nadel und Faden“

In diesem Kurs wollen wir uns mit Thema Sticken beschäftigen, dabei werden wir ganz von vorne beginnen, also keinerlei Vorwissen voraussetzten. Vom einfachen Kreuzstich bis hin zu komplizierten Zierstichen werden wir verschiedene Techniken vorstellen. Diese können dann verwendet werden um einfach hübsche Stücke zum an die Wand hängen zu gestalten oder Kleidung und sonstige Textilien zu personalisieren.

Für den Kurs werden für Materialien ein zusätzlicher Teilnehmerbeitrag von ca 15 Euro fällig.

38. Craft Beer – Die Yuppisierung des Bieres

!!! Wegen besonderer Nachfrage ein weiteres Mal im Angebot !!! Ein neuer Trend mischt seit einiger Zeit die deutsche und internationale Bier-Szene auf: Craft Beer. Also Bier aus kleinen Brauereien, die sich durch eine geringe Produktionsmenge, aber hohe Experimentierfreudigkeit mit neuen Geschmacksrichtungen auszeichnen. Um das Phänomen Craft Beer verstehen zu können, wollen wir uns in diesem Kurs zunächst mit dem Prozess des Bierbrauens im Allgemeinen beschäftigen. Im Anschluss werden wir herausfinden, wie sich durch die Variation der doch sehr übersichtlichen Anzahl von Zutaten – Wasser, Hopfen und Malz – überhaupt eine derartige Geschmacksvielfalt erreichen lässt. Selbstverständlich soll es auch einen praktischen Teil geben, in dem wir, um eben jene Geschmackvielfalt besser nachvollziehen zu können, auch ein paar dieser Biere verköstigen wollen.

Achim ist promovierter Mathematiker und Gerstensaftexperte, der bei seinen vielen Reisen um den Erdball schon allerlei interessante Biere verköstigt hat. Philip ist Biotechnologe und hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren in Schottland in vielerlei Hinsicht mit biotechnologischen Erzeugnissen beschäftigt.

39. Blumen-Kanzashi

Traditionell als Haarschmuck an Spangen, Haarstäben oder an kleinen Kämmen, erfreuen die japanischen Stoffblüten, auch Blumen-Kanzashi genannt, das Auge. Auch wer Haarschmuck nichts abgewinnen kann und lieber anderes verziert, wie Geschenke oder den eigenen Schlüsselbund, erhält hier die Chance mal etwas anderes zu probieren. Doch wie entstehen eigentlich diese kunstvoll gefalteten Blüten? Mit dieser Frage werden wir uns hauptsächlich in diesem Kurs beschäftigen. Wir werden verschiedenste Möglichkeiten zum Falten der Blütenblätter kennenlernen, um schließlich einzigartige Blüten selbst herzustellen. Mit jeder Menge Stoff, Kleber, Nadel und Faden werden wir alle mit den kleinen Schmuckstücken verzaubern.

Leonie ließ sich bereits vor zwei Jahren von diesen Blüten verzaubern, entdeckt immer wieder neue Falttechniken und freut sich Anderen diese Kunst zu zeigen.

40. Einführung in das Steuerrecht

Kaum jemand liebt sie, jeden treffen sie: die Steuern. Allein um überhaupt auf den Eisenberg, ins Feriendorf zu kommen, werden so gut wie alle Akademieteilnehmer zumindest Umsatzsteuer zahlen müssen. Und wer schon Geld verdient, entwickelt bei dem Wort „Einkommensteuererklärung“ meist nur bedingt wohlige Gefühle. Gleichwohl sind Steuern eine unverzichtbare Bedingung moderner Staatlichkeit, man kann sie sogar als Freiheitsvoraussetzung verstehen. Dieser Kurs möchte einen Überblick über das Steuersystem der Bundesrepublik Deutschland (einschließlich des Internationalen Steuerrechts) verschaffen, Vorkenntnisse sind ebenso wenig erforderlich wie Rechenkünste. Ob wir am Ende eine Schokoladensteuer einführen, werden wir sehen.

Simon ist Professor für Öffentliches Recht und Steuerrecht an der Universität Bielefeld.

41. „Missverständnisse sind der Normalfall“ – Einführung in die systemische Welt der Kommunikation

Dieser Kurs ist für all diejenigen, die Lust haben, ihre eigene Kommunikation zu beleuchten und weiter zu entwickeln. Nach kurzen Theorieinputs gehen wir in die praktische Anwendung anhand konkreter Praxisfälle in strukturierten kollegialen Beratungen. Fachlich widmen wir uns insbesondere folgenden Themen:

  • Wie kommen mein Gesprächspartner und ich eigentlich auf einem Planeten? (Kulturbegegnungsmodell)
  • Wie kann ich kluge Fragen stellen, die mich und mein Gegenüber weiterbringen? In den Praxisfällen könnt ihr eigene aktuelle Fragestellungen platzieren. Bei Bedarf gebe ich gerne Exkurse zu weiteren Themen wie Rolle(n) und Dimensionen der VerAntwortung. Die nötigen Vorkenntnisse in Deutsch und Erfahrungen in Kommunikation und Missverständnissen bringt ihr sicher mit.

Die Freude an zwischenmenschlicher Kommunikation hat Carmen nach einem dualen Studium zur Personal- und Organisationsentwicklung geleitet. In einem Praktikum am Institut für systemische Kulturentwicklung erforscht sie wirkungsvolle Kommunikation.

42. Hochleistungsflugzeuge, eine Einführung in die Welt moderner Flugzeuge mit besonderen Leistungsansprüchen

In diesem Kurs tauchen wir kurz in die Welt der modernen Hochleistungsflugzeuge ein und schauen, welche Anforderungen an sie gestellt werden und wie diese erfüllt werden und werden können. In der ersten Kursschiene werden wir uns generell mit den Grundlagen der Luftfahrttechnik beschäftigen, also was ist ein Flugzeug und wie fliegt es. In den beiden weiteren Kursschienen werden wir anschließend, auf den gewonnenen Kenntnissen in von euch gewählten Bereichen vertiefen. Dabei könnt ihr wählen zwischen allgemeine Aerodynamik und Überschallaerodynamik, Hochauftriebssysteme und post-Stall, nicht linearer Auftrieb*, Stealth Technologie, Segelflugzeuge, Antriebsintegration und Leistungsrechnung. **

Zu mir: ich habe eine B.Sc. in Maschinenwesen von der TU-München und studiere aktuell dort im zweiten (zu Pfingsten im dritten) Mastersemester Luft- und Raumfahrt. Vorkenntnisse: Mathematik 11.Klasse (Vektoraddition & Ableiten), gewisses Grundverständnis vom Satz von Bernoulli (ist aber in Internet schnell erlernt/gefunden)

*(nur mit Auftrieb und Überschallaerodynamik vorhergehend)

**(die genaue Verteilung der Kursabschnitte könnten evtl. noch geändert werden, ihr erhaltet vor Kursbeginn eine e-mail Anfrage mit der finalen Verteilung und genaueren Infos)

44. Paralympics heute

Im Fokus neben den Olympischen Spielen oder doch eher eine Nebensache? Tokio ist in diesem Jahr Schauplatz des wohl größten Sportivents überhaupt… Emotionen pur! Alles geben und über sich hinaus wachsen; Athleten trainieren seit ihrer Kindheit für diesen Moment. Das Paralympische Feuer brennt. Der Weg zu den Spielen, mit nur einem Bein;das Ziel im Blick, ohne Augenlicht; der ganz große Wurf von ganz Kleinen. Wir wollen uns rund um die Paralympics schlau machen und diskutieren, welchen Wert es für unsere Gesellschaft haben kann, Menschen mit einer Behinderung für ihre sportlichen Leistung in den Fokus zu stellen. An diesem Kurs darf auch jeder teilnehmen, der zwar die Olympischen Ringe schon in der Grundschule gezeichnet, aber noch nie die Paralympischen Bögen gesehen hat. :) Zu den Kursleitern:

Shugaa träumt schon seit seiner Kindheit davon, an den Paralympics teilzunehmen und ist seit 2015 in der Judonationalmannschaft. Swantje hat die paraolympischen Bögen auch nie in der Schule gesehen, sich aber von Shugaas Kursidee anstecken lassen und trägt die Fackel jetzt mit.

48. Postkarten aus Mittelerde

Kursbeschreibung: Du interessierst dich für „Herr der Ringe“ und bist fasziniert von der schönen Schrift auf Saurons Ring? In diesem Kurs werden wir keine Sprache lernen, sondern die Schriftzeichen der Elben, die sogenannten Tengwar. Ziel des Kurses ist es, der Macht des Ringes zu widerstehen und die deutsche Sprache in die phonetische Elbenschrift zu übersetzen, sodass nur wahre Elbenfreunde unsere geheimen Botschaften lesen können. Dazu gibt es einige Schreibspiele, interessante Fakten aus Mittelerde und, falls noch Zeit ist, weitere von Tolkiens Schriftzeichen, wie die der Zwerge. Kalligraphiefüller und ähnliches können also hier zum Einsatz kommen!

Julin ist 23 Jahre alt, studiert im 6. Semester Ingenieurinformatik und hat in der Schule wohl zu viel Zeit gehabt. Jetzt sucht er nämlich Menschen, die Spaß daran haben, die elbischen Hieroglyphen alter Mitschriften des Geschichtsunterrichts zu entschlüsseln.

49. Poi-Jonglage

„Point of interest“ – nicht ganz, aber vielleicht. In diesem Kurs möchten wir euch Raum geben, mit den neuseeländischen Poi euch auszutoben, auszutauschen und neue Figuren zu erlernen und einfach etwas Spaß zu haben. Profis sind wir beide nicht, haben aber Spaß daran und würden dieses Gefühl gerne teilen. Es ist sehr viel Kreativität möglich aber nicht nötig. Wir können auch gemeinsam sehr komplexe Figuren erarbeiten.

Poi sind meist Bälle an einer Schnur, die meist in Kreisen geführt werden, sodass schöne Figuren entstehen. Es kann auf Dauer sportlich werden und trainiert auch die Koordination sehr gut. Außerdem ist auch Gleichgewicht nötig, weshalb das Poi-Spielen auch in der ReHa anwendung gefunden hat. Eigene Poi sind nicht nötig. Wir können für die Aka welche zur Verfügung stellen. Tabea hat an einem Wochenend-Workshop teilgenommen und spielt seit her gerne (im Sommer) mit den Poi.

Hannah hat einige Zeit im Unisport Poi gespielt, aber sie in letzter Zeit etwas vernachlässigt.

50. Isländisch

Dieser Kurs will eine zuverlässige Einführung in die Aussprache des Isländischen bieten und einen grundlegenden Überblick über die isländische Grammatik vermitteln. Wir werden also lernen, wie man diese ganzen Vulkane richtig vorliest, warum man „Fáfnir“ mit p (und „Karl“ mit t) ausspricht, was es mit dem þ auf sich hat, wie man ein stimmloses r rollt, warum der Umlaut des a auch mal ein ö sein darf, warum man manchmal das Genitiv-s zweimal an verschiedenen Stellen im selben Wort braucht, und noch vieles mehr.

Je nach verbleibender Zeit und Laune können wir auch Übersetzungs- bzw. Analyseversuche leichterer (Lied-)Texte wagen oder uns mit Urlaubsvokabeln, der Bildung isländischer Personennamen, den Kuriosa des isländischen Sprachpurismus oder den Prinzipien des Stabreims befassen.

Kenntnisse der Lautschrift (IPA) sowie Vorkenntnisse in einer anderen skandinavischen Sprache machen den Kurs (und das Leben) leichter, sind aber nicht nötig. Der Kurs wird sich nach uns richten, nicht umgekehrt.

Daniel (20) studiert Sprachwissenschaft in Konstanz. Er hört gern isländische Musik, war aber noch nicht selbst vor Ort und kann die Sprache – wie die meisten, mit denen er sich beschäftigt – nicht fließend.

51. Sekten

Fast jeder kennt das Wort „Sekte“. Doch nur die wenigsten können ihn definieren oder sinnvoll anwenden. Diesen Missstand zu korrigieren habe ich mir für diese Aka vorgenommen. Im Kurs beschäftigen wir uns mit historischen und zeitgenössischen Beispielen für Sekten. Wir werden auf ihre typischen Praktiken und ihr Klientel eingehen. Auch die entsprechenden psychologischen Merkmale und Mechanismen werden beleuchtet. Auch werden wir einen Blick über den Tellerrand hinaus wagen und deren Ursprünge und Konsequenzen in einem breiteren sozialen Kontext betrachten. Ihr werdet zusätzlich Methoden kennen lernen, um Sekten und sektenhaftes Denken zu erkennen.

Johannes studiert im achten Semester Medizin in Berlin.

52. Arduboy-Spieleentwicklung

Der Arduboy ist eine gameboy-artige, kreditkartengroße „Spielkonsole“, die auf der Arduino-Plattform basiert. Für dieses System wollen wir ganz entspannt Spiele nach Lust und Laune programmieren. Mit 2,5 KB RAM und insbesondere den 128x64 Pixeln in den Farben Hell oder Dunkel gibt die Hardware einige Grenzen vor, die für uns aber das Entwickeln umso spannender machen. Wir wollen auf die bestehenden und umfangreichen Libraries zurückgreifen, sodass „Unannehmlichkeiten“ durch hardwarenahe Programmierung größtenteils wegfallen. Da es einen Emulator für den Arduboy gibt, können wir alles auch ohne die Hardware durchführen, werden aber hoffentlich trotzdem ein, zwei Arduboys da haben.

Es wird eine kurze Einführung in ggf. die Programmiersprache (das „Arduino-C++“), die Hardware und die Libraries geben, und nach einem Brainstorming für Spielideen und sicher auch dem Ausprobieren bestehender Spiele dann ist eine freie Schaffensphase geplant, in der jeder allein oder im Team seine Ideen umsetzen kann, bis uns die Zeit ausgeht.

Ihr solltet schon etwas Programmiererfahrung (Java, C++, C, Python, …) haben. Wir erwarten absolut keine Profis, aber möchten keine Einführung geben, wie man programmiert, sondern nur, wie die Sprache aussieht, die wir verwenden. Dann dürfte die Einarbeitung in die Arduino-Sprache und die Libraries kein Problem sein. Außerdem braucht ihr einen Laptop.

Malte (Informatik, 6. Semester) mag hardwarenahe Programmierung eigentlich gar nicht so gerne, Max (Physik, 4. Semester) dafür umso mehr. Sie haben beide schon das ein oder andere programmiert und freuen sich darauf, endlich mal wieder ein Spaß-Projekt umsetzen zu können, denn sie wollen im Kurs dann auch mitbasteln.

53. Entwickeln von Webservices mit Go

Hinter fast jeder App stecken ein oder mehrere Webservices, die die App erst mit Inhalten und Funktionalität versorgen. Die Entwicklung solcher Services ist besonders deshalb eine Herausforderung, weil hier in der Regel viele Nutzer zur gleichen Zeit darauf zugreifen wollen und der Service jederzeit und von überall erreichbar sein muss.

Go ist eine bei Google entstandene Programmiersprache, die die Vorteile von C++ und Python kombinieren soll. Sie ist besonders einfach gehalten, so dass sie an einem Nachmittag erlernt werden kann, läuft auf allen relevanten Plattformen und bringt alle Bausteine mit, die man zur Entwicklung eines modernen Webservices braucht. Deshalb ist Go die perfekte Sprache, um uns in diesem Kurs damit auseinanderzusetzen, wie man zeitgemäße Webservices entwickelt, um Apps und Websites mit Daten und Funktionalität zu versorgen.

Wir werden im Kurs mit Hilfe von Daten aus dem OpenData-Portal der Bahn einen Webservice zum Austausch von Zugverbindungen entwickeln, und so möglichst vielen Akademieteilnehmer*innen helfen, sich auch im Zug auf dem Heimweg wiederzufinden und die Rückfahrt nicht alleine verbringen zu müssen.

In diesem Kurs werden ihr nicht nur die Programmiersprache Go lernen, sondern auch die Technologien kennenlernen, mit denen Apps über das Internet kommunizieren und herausfinden, wie ihr typische Sicherheitslücken und Herausforderungen in Webservices vermeiden und überwinden könnt. Für den Kurs benötigt ihr keine Vorkenntnisse.

Paul entwickelt beruflich Webapps und studiert Wirtschaftsinformatik an der HS Karlsruhe.

54. Doppelkopf für Anfänger

Wenn du jemals auf einer CdE-Akademie warst, dann kennst du diese Situation: Eine Gruppe aus drei gefährlich aussehenden Menschen bewegt sich mit Kartenspielen in der Hand im Gleichschritt über das Gelände. Hin und wieder bleiben sie bei einer verängstigten Person stehen und reden ungeordnet auf sie ein. Häufig hört man Sätze wie „Spielst du mit uns Doppelkopf?“, „Kein Problem, wir können dir das beibringen!“ oder „Keine Sorge, das ist nicht so schwer“, gefolgt von Gelächter. Wer diesen Kurs wählt, bekommt die einmalige Chance, ein Teil von so einer Gruppe zu werden! Wir werden euch nicht nur die Regeln von Doppelkopf erklären, sondern auch auf Strategien und einige Hausregeln eingehen. Dazu braucht ihr kein Vorwissen.

Olli studiert Bauingenieurwesen in Aachen und hat bereits viele seiner Freunde mit den Doppelkopfregeln gequält. Julian studiert Mathe in Aachen und hat beschlossen nach einem (extrem) erfolgreichen Skatkurs den logischen nächsten Schritt zu machen

55. Das ist ja Haarspalterei - Haare flechten und frisieren

Du siehst auf Akademien wie meisterhaft andere lange Haare flechten und wolltest das schon immer mal lernen? Dann komm zu diesem Kurs! Ob mit drei, vier, oder vielen Strähnen, holländisch oder französisch, wir werden uns Techniken erarbeiten, mit denen wir sicher und praktisch blind die eigenen und anderer Leute Haare zu wunderbaren Frisuren zaubern können.

Dabei werden wir gezielt versuchen, von dem „Boah - das sieht ja richtig toll aus, wie wurde das nur gemacht?“-Moment hin zu einer Analyse zu kommen, die uns eine Anleitung für die tolle Frisur gibt. Dass wird uns auch helfen, von einer Frisurenidee zu einer systematischen Planung der Frisurenerstellung zu kommen. Dies können selbst erdachte Frisuren sein, aber auch welche, die ihr mal gesehen habt, von Fotos oder aus Filmen kennt und unbedingt nachflechten wollt.

Hiermit seien auch diejenigen eingeladen, die selber kurze Haare haben, aber sehr gerne die Haare anderer flechten lernen wollen - ihr seid herzlich im Kurs willkommen :D.

Farina studiert ihren Master Psychologie in Heidelberg. Auf vergangenen Akademien konnte man beide meist entweder tanzend, singend oder Haare flechtend antreffen.

56. Konsensalgorithmen

Wir stellen uns vor, die CdE Datenbank wäre nicht mehr erreichbar. Dann könnte man sich nicht einmal für die Pfingstakademie anmelden. Das Problem ist der ausgefallene Computer, der die Datenbank für Teilnehmende anbietet.

Um diese Situation zu vermeiden, könnte dieser einzelne Computer durch einen Verbund mehrerer Maschinen ersetzt werden, die alle die gleiche CdE Datenkbank anbieten. D.h. die Anmeldedaten könnten im Ausfall eines einzelnen, oder sogar mehrerer, Knoten durch die anderen bereitgestellt werden.

Aber selbst in diesem Fall können Probleme auftreten. Sollte einer der Computer die Verbindung zu seinen anderen Knoten verlieren und währenddessen eine neue Akademieanmeldung eingehen, können die anderen Maschinen nicht darüber informiert werden. Besonders kritisch wird dies, wenn diese Anmeldung mit etwas anderen Daten auch an einen der anderen Knoten geschickt wird. Um zu vermeiden, unterschiedliche Datensätze im Verbund zu haben, werden sogenannte Konsensalgorithmen verwenden.

Wir werden im Kurs zunächst grundlegende Begriffe zu verteilten Systemen einführen und anschließend konkrete Algorithmen, wie z.B. Raft betrachten.

Für den Kurs wird kein Vorwissen benötigt. Das bedeutet insbesondere, dass wir zwar die Anwendung von Algorithmen in Computersystemen ansprechen, aber uns nicht näher mit Implementierungsdetails beschäftigen werden

Tobias studiert Mathematik in Heidelberg und beschäftigt sich in seiner Freizeit seit Jahren mit verteilten Systemen, insbesondere verteilten Dateisystemen.

57. Humanitäre Hilfe – ein Bild des Elends

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, aber Bilder aus Kampagnen humanitärer Organisation sagen meistens nur zwei: Bitte spenden! Fotos von hungrigen Kindern mit großen Augen oder schutzlosen Frauen ohne Perspektive, die vor dem Hintergrund von zerbombten Gebäuden und Wüstenlandschaften die Hilfe von Spendern animieren, gehören zum alltäglichen Programm von Medienberichten im Westen. Je weniger Text und Fakten, desto besser – denn nur ausdrucksstarke Bilder generieren Mitgefühl, und Mitgefühl treibt humanitäre Hilfe. Dieser Kurs bietet eine Einführung in eine kritische Auseinandersetzung mit Medien, vor allem visueller Natur, mit der humanitäre Hilfe angetrieben wird. Mithilfe von Fallstudien aus Geschichte und Gegenwart werden wir analysieren, welche Ideen und Perspektiven diese Bilder konstruieren können, und welche Rolle Organisationen, Staaten, Spender und nicht zuletzt die Menschen in Not selbst spielen. Welche globalen Machthierarchien werden aufrechterhalten? Wie kann ein Bild für gegensätzliche Gruppen instrumentalisiert werden? Und wer sind die aktiven und passiven Akteure in diesen Verhältnissen? Dieser Kurs wird akademische Texte und historische sowie aktuelle visuelle Medien verwenden und mit einer Mischung aus Vorlesung und Debatte verschiedene Ideen ausarbeiten. Er ist vor allem von einer postkolonialen und genderspezifischen Perspektive geprägt, aber alternative und herausfordernde Interpretationen sind willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, Diskussionsbereitschaft jedoch ermutigt, und englische Grundkenntnisse hilfreich. Teresa studiert für ihren Master Menschenrechte in London. Sie hatte eine sehr hohe Meinung von humanitären Organisationen, bis sie anfing, das Ganze zu studieren. Also dachte sie „mache ich halt irgendwas mit Medien“ und so entstand die Idee für diesen Kurs.

58. Git reloaded.

Dieser Kurs ist eine überarbeitete Wiederholung des Kurses der vorangegangen PfingsAkademie 2019 und wird eine kurze praktische Einführung in das verteilte Versionskontrollsystem Git geben. Ein Versionskontrollsystem erlaubt, auf vergangene Versionen einer Computerdatei zurückzugreifen und deren Entwicklung nachzuvollziehen. Die ist nützlich z.B. beim Schreiben einer Abschlussarbeit (bevorzugt mit LaTeX, um Git besser nutzen zu können). Als verteiltes System hilft Git auch dabei, dass möglichst wenig Arbeit verloren geht, wenn mehrere Personen parallel am den gleichen Dateien arbeiten, wie es bei wissenschaftlichen Arbeiten mit Koautoren oft vorkommt. Ein weiterer Einsatzzweck ist die Softwareentwicklung, wo Git de-facto Standard ist. Ziel des Kurses ist es, dass danach die Teilnehmenden rudimentär mit Git umgehen können. Der Schwerpunkt liegt auf der praktischen Bedienung. Dementsprechend richtet sich der Kurs an Leute, die noch keine oder wenig Erfahrung mit Git haben. Teilnahmevoraussetzung für den Kurs ist das Mitbringen eines Laptops, auf dem eine aktuelle Version (>=2.24) von Git installiert ist. Git ist freie, open source Software und lässt sich auf jedem gängigen Betriebssystem leicht installieren, wenn es nicht ohnehin vorinstalliert ist.

Gottfried Herold hat Mathematik studiert und über Kryptographie promoviert. Er arbeitet oft mit GIT.