Courselist Event SommerAkademie 2026

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A-01. Was, wenn der Meteorit einschlägt? - Risikoanalysen für Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement 

Teil A.

Content Warning: Im Kurs werden Szenarien zu Naturkatastrophen, Terroranschlägen und militärischen Konflikten diskutiert.

Ob die Dinos sich wohl im Vorfeld Gedanken darüber gemacht haben, welche Auswirkungen ein Meteoriten-Einschlag auf ihr Überleben hätte? Während man das wohl mit hoher Wahrscheinlichkeit verneinen kann, ist die Menschheit in der glücklichen(?) Lage, sich im Vorfeld Gedanken über allerlei wahrscheinliche und unwahrscheinliche Gefahren machen zu können.

Im Kurs wollen wir uns damit beschäftigen, wie sich Behörden, Organisationen und Unternehmen über Risikoanalysen strukturiert mit Bedrohungsszenarien beschäftigen, egal ob natürliche Gefahren (z. B. Hochwasser oder Pandemien), technische Störungen wie großflächige Stromausfälle sowie bewusst herbeigeführte Krisen wie Terroranschläge oder militärische Konflikte.

Daneben wollen wir uns damit beschäftigen, wie man solchen Risiken dann in der Vorbereitung und bei einem Eintritt des Schadensereignisses wirksam begegnen kann. Dabei wollen wir nicht nur den klassischen Bevölkerungsschutz mit den „Blaulicht-Organisationen“ betrachten, sondern ganzheitlich auf das Netzwerk von Behörden, Hilfsorganisationen, Unternehmen der kritischen Infrastrukturen (KRITIS) und den Bürger*innen schauen.

Vorkenntnisse sind für den Kurs nicht notwendig.

Zum Kursleiter: Fabian hat nach seinem Physikstudium den Katastrophenschutz zum Beruf gemacht und beschäftigt sich vor allem mit den Themen Krisenmanagement und Einsatzplanung. Auch in seiner Freizeit ist er ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv und kennt den Bevölkerungsschutz aus verschiedenen Perspektiven.

A-02. Lesozoikum – Das Zeitalter der Kreide und Druckertinte 

Teil A.

Wenn dir auf Akademien oft vor lauter Menschen und wunderbarem Trubel die Momente fehlen, um den Kopf abzuschalten – wenn du dich von dem Buch, das auf deinem Nachtschrank liegt, seit es dir vor etwa einem halben Jahr geschenkt wurde und das wirklich wirklich gut sein soll, manchmal vorwurfsvoll angeblickt fühlst – oder du dich einfach deinen Lieblingsbüchern gerne mal wieder in Ruhe widmen würdest –… dann bist du hier potenziell gut aufgehoben. Willkommen im Lesozoikum!

Ich möchte in diesem Kurs Raum geben, mitgebrachte Bücher zu lesen, Empfehlungen auszutauschen und sich bei Interesse auch gegenseitig Bücher zu leihen. Das Mitbringen von Hängematten und Picknickdecken sowie Wünschen, Ideen und Anregungen zu anderen Details der Gestaltung des Kursrahmens ist mir sehr willkommen. Sofern es euch beliebt, möchte ich die konkrete Umsetzung des Kurses gerne ein gutes Stück weit an deinen / euren Vorstellungen orientieren.

Elisa liest gerne und viel, kann nicht in Bibliotheken lernen, da sie von Fantasy- und Science-Fiction- Abteilungen magisch angezogen wird und sieht der Akademie mit großer Freude entgegen.

A-03. Skat 

Teil A.

Skat ist ein Stichspiel für drei Personen. Gespielt wird mit einem klassischen 32-Karten-Blatt. Jeder Spieler erhält 10 Karten, die übrigen zwei Karten bilden den sogenannten Skat und liegen zunächst verdeckt in der Mitte. Im Kurs werden die Regeln vermittelt, grundlegende Taktiken im Skat erklärt und vor allem gemeinsam viele Partien gespielt.

Erfahrungen mit Stichspielen wie Wizard, Doppelkopf oder Bauernskat sind hilfreich, aber keine Voraussetzung. Es sind keine Vorkenntnisse notwendig, auch wer bisher keine Erfahrung mit Kartenspielen hat, wird im Kurs von Anfang an mitgenommen.

Alina hat die Liebe zum Skat durch ihren Vater und einen Kommilitonen entdeckt. Wenn sie nicht gerade Skat spielt oder über knifflige Skatpartien nachdenkt, liest sie gerne und macht Sport.

A-04. "Ästhetik und Gesellschaft" in Theorie und Praxis 

Teil A.

Warum sind Dinos schön? Und wer „entscheidet“ das? (Warum) Fühlt sich die Vorstellung gut an, auf Velociraptoren zu reiten? Um Antworten auf diese Fragen zu versuchen, könnten wir sie als im Kern ästhetische Fragestellungen begreifen und Ästhetik bzw. ästhetische Praktiken auf soziologischer und kulturwissenschaftlicher Grundlage analysieren.

Ästhetische Praktiken wollen wir in diesem Kurs als solche verstehen, bei denen Wahrnehmung nicht primär dem zweckrationalen Erlangen von Informationen dient sondern um ihrer selbst willen passiert. Das kann in Fußballstadien genauso sehr der Fall wie im klassischen Musikkonzert oder beim Kuscheln. Gleichzeitig soll Ästhetik als analytischer Rahmen dienen, um zu ergründen, wie (menschliche) Körper auf andere (menschliche) Körper wirken. Wir gehen also zum Beispiel davon aus, dass ästhetische Werturteilen über (Kunst-)objekte verknüpft mit ästhetischen Normen sind, auf deren Grundlage menschliche Ausdrucksformen (systematisch) idealisiert oder abgewertet werden.

Im Kurs nähern wir uns dieser Thematik von mehreren Seiten in fünf Blöcken:

  1. Was sind eigentlich unsere eigenen individuellen ästhetischen Vorstellungen? Wie konstruieren wir uns ästhetisch als Subjekt und welche Rolle spielt die resultierende Vergesellschaftung unserer Identität im kuturellen Kontext?

  2. Wie/inwiefern konstruieren sich ästhetische Normen entlang von gesellschaftlichen Machtstrukturen und stützen/reproduzieren diese?

  3. Welche Rolle könnten ästhetische Praktiken im Kontext von gesellschaftlicher Transformation spielen? Wie verbinden sich ästhetische und aktivistische Denkweisen?

  4. Wie verändert eine „Bühne“ ästhetische Urteile? Welche Sichtweisen auf Ästhetik in einem künstlerischen Kontext können sich ergeben, wenn ästhetische Normen aus queerer, dekolonialer oder behinderter Perspektive hinterfragt werden?

  5. Zum Abschluss des Kurses soll es noch Raum für individuelle Beschäftigung mit Ästhetik geben. Denkbar wären zum Beispiel die Entwicklung einer kleinen Performance, eine ästhetische Analyse von „CdE-Kultur“ oder eine tiefergehende Beschäftigung mit im Kurs angeschnittenen Theorien.

Im Kurs soll viel Raum für inhaltliche Auseinandersetzung und Diskussion von obigen und verwandten Fragen sein. Grundlage sind neben unseren eigenen persönlichen Erfahrungen verschiedene theoretische Modelle aus Kulturwissenschaften, Soziologie und philosophischer Ästhetik. Dafür lesen wir im Kurs hin und wieder kürzere Texte. Einen längeren (ca. 40 Seiten) Grundlagentext, der einen analytischen Bezugsrahmen bildet, stelle ich euch im Vorfeld zum Lesen zur Verfügung. Darüberhinaus gibt es einzelne Texte, mit denen ihr euch optional vor dem Kurs schon beschäftigen könntet, um Theorien daraus für andere Kursteilis aufzubereiten. Für den Kurs ist es von Vorteil, genauso viel Freude an abstrakten Diskussionen zu haben, wie daran, zu ergründen, welche konkreten Konsequenzen abstrakte Ideen haben können.

Jakü (neutrale Pronomen) studiert Komposition und versteht deren künstlerisches Schaffen unter anderem als ästhetischen Aktivismus. Dey ist seit einem knappen Jahr immer mehr in ein „Soziologie der Ästhetik“-Rabbithole abgetaucht, schreibt gerade eine Hausarbeit zu queerer Ästhetik und ist gerade dabei, Performance als ein großartiges Framework für das Erforschen kritischer ästhetischer Praxis zu entdecken.

A-05. Literarische Ergüsse eines Dinosauriers – der Walter-Moers-Kurs 

Teil A.

Walter Moers ist (nach Meinung der Kursleitung jedenfalls) einer der besten deutschen Fantasy-Autoren. Seine Werke sind voller Anspielungen, Querverweise, Meta-Literatur (also Ausführungen über Literatur und wie sie geschrieben wird), skurriler Gestalten und abwegiger Plots. Walter Moers schreibt über Zamonien – eine Welt, in der Kreaturen mit den wohlklingenden Namen Eyedeeten, Schrecksen oder eben Lindwürmer aka Dinosaurier wohnen. Sagte ich, dass Walter Moers der Autor dieser Romane sei? Das ist natürlich Unsinn. Er übersetzt lediglich die Romane von Hildegunst von Mythenmetz aus dem Zamonischen – einem Saurier, der wie viele seiner Artgenossen ein begnadeter Schriftsteller ist. In diesem Kurs soll es um seine Bücher gehen! Dabei wollen wir zum Einen viel in den Büchern lesen oder einzelne Stellen vorlesen und dabei allerlei Dinge ausprobieren: Wie können wir beim Vorlesen mit Lautstärke und Tonhöhe spielen? Welche Musik würde dazu passen? Wie ist es, an verschiedenen Orten vorzulesen und welcher passt am besten? Neben dem reinen Lesen wollen wir natürlich auch eine ganze Menge analysieren. Lasst uns gemeinsam versuchen, Anspielungen zu finden und zu verstehen, Anagramme zu enträtseln und ein wenig zu entschlüsseln, woraus Moers‘ (Verzeihung, Mythenmetz‘ natürlich) Stil eigentlich so besteht! Daneben soll es aber auch an kreativeren Aufgaben nicht mangeln. Wir können Textpassagen umschreiben und ergänzen, kleine Gedichte schreiben (zum Beispiel aus Perspektive eines Schranks voll ungeputzter Brillen…) oder uns an Wortspielereien erfreuen. Dieser Kurs soll ein Ort sein für alle, die Freude an Literatur und Worten und Literatur über Worte haben. Voraussetzung für den Kurs ist nicht, dass ihr schon Werke von Walter Moers gelesen habt, aber falls ihr das noch nicht getan habt, solltet ihr darauf vorbereitet sein, dass es Spoiler geben kann.

Anoa hat das erste Mal in einer nächtlichen KüA auf einer SommerAka etwas von Walter Moers vorgelesen bekommen und ist seitdem begeistert von diesem Autor. Aktuell findet dey neben Mathestudium, segeln und viel zu vielen anderen Projekten leider viel zu wenig Zeit zum Lesen, was sich durch die Kursvorbereitung auf diesen Kurs hoffentlich wieder ändern wird.

A-06. Arkham Horror – Das Kartenspiel: Wieder ausgegraben! 

Teil A.

Hinweis: Diesen Kurs gab es so oder so ähnlich schon in den letzten Jahren. Wer da schonmal dabei war, ist aber mindestens genauso willkommen, wie alle anderen.

Arkham Horror: Das Kartenspiel ist ein kooperatives Deckbuilding Game, in dem ein bis vier Ermittler zusammenarbeiten, um arkane Geheimnisse und Verschwörungen aufzudecken. Jeder Spieler übernimmt die Rolle eines Ermittlers und erstellt passend zu den Fähigkeiten dieses Ermittlers ein Kartendeck. Gespielt wird meist eine Reihe aufeinander aufbauender Spiele (sogenannte Szenarien), die sich in den Kontext einer größeren Kampagne einbetten.

In jedem dieser Szenarien erkunden die Ermittler verschiedene bedrohliche Orte, suchen nach Hinweisen, mit denen sie die Geschichte voranbringen können, und versuchen, verschiedenen Gegnern zu entkommen oder sie zu besiegen. Während sie in der Kampagne vorankommen, erhalten die Ermittler Erfahrung und neue Erkenntnisse, die es den Charakteren ermöglichen, sich in eine Vielzahl verschiedener Richtungen weiterzuentwickeln, indem sie mächtige und neue höherstufige Karten zu ihrem Deck hinzufügen.

Arkham Horror ist angesiedelt im Call of Cthulhu Universum, das selbst wiederum auf den Werken von H.P. Lovecraft basiert. Dabei besticht das Spiel durch viel Liebe zum Detail - sei es durch die Einleitungs- und Abschlusstexte jedes Szenarios, die Hintergrundgeschichten der einzelnen Ermittler oder die Flavortexte, die auf vielen Spielkarten vorhanden sind. Ergänzt durch ein sehr ausgeklügeltes Regelwerk, was trotz geringer Regellückendichte einen gut verständlichen und anwendbaren Kern behält, 80 Ermittlern, 10 Kampagnen und die vielfältigen Möglichkeiten des Deckbaus, die durch ~3000 Karten mit verschiedenen Synergien und Kombinationsmöglichkeiten besteht, entsteht ein Spiel mit großem Wiederspielwert und hohem Spaßfaktor.

Im Kurs geben wir euch zunächst eine Einführung in Spiel und Regeln. In der verbleibenden Kurszeit wollen wir eine Kampagne anfangen und nach Möglichkeit durchspielen. Dabei stellen wir euch eine Auswahl von fertigen Decks zur Verfügung, die ihr nach Bedarf umbauen könnt. Ihr braucht keine besonderen Vorkenntnisse für den Kurs. Wer das Spiel schon kennt, darf natürlich auch vorher sein eigenes Deck zusammenstellen.

Tobias („Altes Fossil) hat die gesamte Arkham Horror Ausstattung („Mittelaltes Fossil“, etwa 25kg) bereits mehrfach mittlerweile viel zu häufig quer durch die Republik transportiert und hat dieses Kurskonzept („Junges Fossil“) dieses Jahr ein weiteres Mal für die SommerAkademie ausgegraben. Im CdE kennt man ihn als KL von diversen Brett- und Kartenspielkursen, aus allen CdE-Teams die mit Finanzen oder CdE-Binnenrecht zu tun haben.

A-07. Chinesisches Wettkampf-Mahjong  

Teil A.

Mao Zedong zufolge hat China für die Welt drei große Beiträge geleistet, nämlich die traditionelle chinesische Medizin, ein Buch, das hierzulande niemand kennt, und Mahjong. Als leidenschaftlicher Spieler musste er es wissen, aber paradoxerweise wurde Mahjong unter seiner Führung verboten. Natürlich war das Spiel viel zu populär, als wirklich dadurch zu verschwinden, man bekommt es nicht aus den Chinesen heraus. Heute gibt es auf der Welt über eine halbe Milliarde Anhänger des Spiels und die meisten leben im Reich der Mitte. Aber um es nach Jahrzehnten aus der Versenkung der Illegalität zu holen, setzte sich in den 90er Jahren ein staatliches Komitee zusammen und versuchte, das Beste aus dutzenden Varianten zusammenzusetzen, die es in China und Japan gab. Das Ergebnis ist eine einzigartige Melange aus Regeln, die nebenbei den Wettkampfgeist der Olympischen Spiele verkörpern soll, ein richtiger Denksport also. Die offizielle 255. Sportart Chinas distanziert sich ausdrücklich von Glücksspiel und Genussmittelkonsum und strebt an, die mentale Weiterentwicklung aller Teilnehmenden zu fördern.

Wir wollen uns eine knappe Woche dieser Regelvariante widmen und den Reiz kennenlernen, aus insgesamt 81 Elementen eine Hand zusammenzusetzen, die die strenge Mindestpunktzahl erfüllt, und das noch vor den anderen drei Gegenspielern. Wir werden Effizienz und Defensive erörtern und uns an den zahllosen Kombinationen erfreuen, die das Spiel aus 144 Ziegeln hervorbringt. Selbst wenn die SommerAka bis zum Hitzetod des Universums währen würde, gliche kein Spiel dem anderen. Und am Ende gibt es für herausragende Spielende auch etwas Ritter Sport zu gewinnen.

Thai ist Mahjong-Enthusiast in mehreren Varianten und hat bislang schon Kurse zum japanischen Riichi Mahjong gehalten. Damit betritt er mit dieser Variante auch persönlich Neuland.

A-08. Sind Goblins eigentlich Dinos? - Pen and Paper Kampagne "The Delian Tomb" 

Teil A.

Die Frage der genetischen Abstammung von Goblins werden wir in diesem Kurs vermutlich nicht klären, aber Goblins wird es geben und eine Vielzahl anderer interessanter Fragen, denn wir spielen Pen and Paper.

Wir spielen im System „Draw Steel“, das von den Entwickler*innen als System für das Genre „tactical heroic cinematic fantasy“ beschrieben wird. Im Wesentlichen bedeutet das, wir haben die klassische Erfahrung eines Pen and Papers im Fantasysetting mit taktischen Kämpfen auf Karten und Held*innen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, aber alles ist darauf ausgelegt, weniger langwierig zu sein als gewohnt. Da wir die auf den Einstieg in das System ausgelegte Kampagne „The Delian Tomb“ spielen werden, besteht die Möglichkeit, mit sehr wenig Vorbereitung und vorgefertigten Charakteren zu starten und die Regeln im Laufe des Spielens zu lernen, sobald sie relevant werden. Alternativ könnt ihr euch natürlich auch im Vorfeld in das Regelwerk einlesen, Expert*innen werden und eure eigenen Charaktere erstellen. Oder eine beliebige Menge an Vorbereitung irgendwo dazwischen betreiben. Wie viel Vorbereitung im Vorfeld gewünscht ist, werden wir gemeinsam abstimmen, sobald die Teilnehmenden des Kurses feststehen.

Eva hat bereits zahlreiche Tanzkurse im CdE und verschiedene Pen and Paper in ihrer Freizeit geleitet, dieser Kurs wird aber das erste Mal für sie sein, dass sie Pen and Paper und CdE-Kurs kombiniert. Das verwendete Regelwerk hat sie im Herbst letzten Jahres für sich entdeckt und ist begeistert davon, wie es (im Vergleich zu anderen Systemen, in denen sie bisher geleitet hat) spannendere Effekte mit weniger Komplexität für Spielleitung und Spielende vereint.

A-09. Erste Hilfe für Dinos 

Teil A.

Hätte das Wissen über Erste Hilfe das Aussterben der Dinos verhindern können?

Dieser Kurs richtet sich an alle, die in ihrer Freizeit auf Erste Hilfe Situationen vorbereitet sein wollen. Er ersetzt bewusst keinen Erste Hilfe Kurs, soll aber einen Praxisnahen Einblick in Situationen geben, in denen Erste Hilfe notwendig ist. Wir werden uns außerdem mit einfacher Diagnostik (Pulsmessung, Blutdruckmessung, …) und erweiterter Erster Hilfe beschäftigen. Der Kurs wird aus interaktiven Übüngsszenarien bestehen, das heißt wir werden aktiv unter Anleitung die hilfebedürftige Person darstellen und in der Rolle als Ersthelfende die praktische Versorgung üben. Die Teilnahme an den einzelnen Szenarien ist freiwillig, vor jedem Szenario wird es eine kurze inhaltliche Einführung in das Thema des Szenarios geben.

Es kann im Kurs zu Körperkontakt kommen, wie er für Erste Hilfe erforderlich ist. Der Kurs erfordert keine Vorkenntnisse, sondern nur die Bereitschaft sich auf die Szenarien einzulassen.

Adrian ist Sanitätshelfer in der DLRG und beschäftigt sich seit Jahren aus Interesse mit erster Hilfe. Sven Marten hat schon mehrere Kurse auf Akademien geleitet und ist als mentale Unterstützung mit dabei.

AB-01. Klassische Kartenspiele - Steintafeln aus der Neuzeit? 

Teil B.

Dieser Kurs wird nur auf Hälfte B stattfinden

Haben Dinosaurier schon Kartenspiele gespielt? In der Kreidezeit wohl eher nicht, aber die neue Generation von CdE-Dinos beschäftigt sich mit Freuden am Legen, Stechen und Trumpfen. Bekannte Namen wie Rommé, Tarock oder Skat kommen aus der Schweiz (Pangäa), Italien (Pangäa) oder Deutschland (Pangäa) doch auch aus anderen fernen Ecken von Pangäa kamen solche Spiele zu uns. Für das Erlernen der Praktiken aller dieser Spiele braucht es nun Zeit, einen festen Ort, etwas Geduld und ein paar motivierte Dinos - alles Etwas, was sich auf einer Aka finden lässt. Damit wird in diesem Kurs gespielt - und zwar querbeet durch die Zeitalter (also die letzten Jahrhunderte zumindest). Dabei werden wir Regeln kennenlernen, Taktiken erschließen und uns Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Spiele anschauen. Die Dinos brauchen hier keinerlei Vorkenntnisse. Ob Triceratops oder Velociraptor, solange ihr Karten halten könnt und ein Stück Neugier mitbringt steht eurer Teilnahme nichts mehr im Wege.

Der Kursleiter kennt schon einige Kartenspiele und viel zu viele noch nicht. Mit diesem Kurs möchte er nicht nur die klassischen Kartenspiele zurück in den Spielehof bringen, sondern auch dafür sorgen, dass jeder Dino sein neues liebstes (Karten)spiel entdeckt.

AB-02. Bomb Busters – Hat eine Bombe die Dinos ausgelöscht? 

Teil A and Teil B.

Dieser Kurs wird nur auf einer der beiden Hälften stattfinden

Es gibt verschiedene Theorien, wie es zur Auslöschung der Dinosaurier kam. Die in der Wissenschaft verbreitetste Theorie geht von einem Asteroideneinschlag aus, der das Leben auf der Erde veränderte. Aber was wäre, wenn es doch ganz anders war? Vielleicht war es ja eine Bombe, dessen Entschärfung durch unerfahrene Hasen (?) einfach schiefgegangen ist?

Bomb Busters (Spiel des Jahres 2025) ist ein kooperatives Brettspiel, bei dem man als Team versucht, eine Bombe zu entschärfen. Dafür muss man die richtigen Kabel (mit dem richtigen Wert) auf den Kabelhaltern der Mitspielenden durchschneiden - ohne dabei die Kabel genau zu kennen. Das einzige was man weiß: Die Kabel sind nach ihrem Zahlenwert sortiert und man darf zu Beginn einen Hinweis geben. Mit der richtigen Deduktionsstrategie und strategischen Hinweisen sollte das doch klappen, oder? Insgesamt erwarten uns 66 verschiedene Missionen, die mit zusätzlichen Regeln oder Einschränkungen Abwechslung in das Leben unseres Entschärfungsteams bringen – ob wir das wollen oder nicht…

Lukas hat Bomb Busters auf der WinterAkademie 2024/2025 kennengelernt und spielt es seitdem gerne und viel, insbesondere auf Akademien. So hat er mittlerweile (wahrscheinlich) alle 66 Missionen mindestens einmal gespielt – langweilig ist es deswegen trotzdem nicht. Auch außerhalb der Kurszeit findet man ihn meistens irgendwo bei den Brett- und Kartenspielen – wahrscheinlich auch trotz des Kurses bei der einen oder anderen Bombe.

ABC-01. Freie Festivitäten 

Teil A, Teil B and Teil C.

Du hast unglaublich viel zu tun, musst lernen oder arbeitest im Homeoffice, möchtest aber trotzdem an der SommerAkademie, äähh den Festivitäten zu unserem Überleben des Meteors teilnehmen? Dann kannst du diesen Kurs wählen und dich damit unserer großen Dinoherde anschließen. Beachte: Hierbei handelt es sich nicht um einen angeleiteten Kurs. Das heißt, du musst dich selbst organisieren, kannst dich aber eventuell mit anderen Leuten im „Kurs“ absprechen. Internet können wir nicht zuverlässig stellen. Solltest du darauf angewiesen sein, sprecht euch gerne untereinander ab. Auch können wir noch nicht sicher einen Raum anbieten - behalte im Hinterkopf, dass in deinem Haus eventuell ein Kurs stattfindet.

AC-01. Pen and Paper Abenteuerschmiede 

Teil A and Teil C.

Dieser Kurs wird nur auf einer der beiden Hälften stattfinden

In dem Kurs wollen wir gemeinsam ein Pen und Paper Abenteuer Schreiben. Dabei wollen wir vor allem gemeinsam kreativ sein, und unsere Ideen zu einem Gesamtwerk verbinden, und nebenbei ein Wenig über den Prozess und die Struktur lernen.

Ein Abenteuer zu schreiben, beginnt mit einfachen Ideen. „Der Dinoprophet hat einen Traum, was getan werden muss, um den Kometen zu verhindern“ oder „Riesenechsen im Museum sind erwacht und bedrohen die Stadt“ oder was ganz anderes, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Nachdem wir hier eine ins Auge gefasst haben, werden wir die Geschichte grob strukturieren, und dann mit vielen Details füllen. Nichtspielerfiguren müssen Ausgearbeit werden. Was sind eigentlich die wahrscheinlichen Handlungsoptionen der Spieler, und wie reagiert die Welt? Irgendwer muss die Karte des Dungeons zeichnen. Ist auch alles Gebalanced? Szenenbeschreibungen sollten schön ausformuliert sein. Der Antagonist braucht noch eine Motivation. Ein Porträt für die wichtige Nichtspielerfigur wäre schön. Der Auftraggeber braucht noch etwas Persönlichkeit. Ein Rätsel muss entworfen werden. Wer zieht hier welche Fäden? Loot muss definiert werden. Der Plan des Bösewichtes muss noch geschmiedet werden. Die Bandbreite an Tätigkeiten, die es für ein Abenteuer braucht, ist groß – und man kann in alle reinschnuppern, oder den ganzen Kurs sich auf eine Sache fokussieren. Zwischen der Ganzen kreativen Arbeit, wird es immer wieder kleine Vorträge über etablierte Techniken und Typische Fallstricke geben – je nach Bedarf, aber vermutlich höchstens eine Halbe stunde pro schiene. Denn der Fokus soll auf der Praxis liegen.

Um mit dem Kursinhalt was anfangen zu können, sollte man schon mal Pen und Paper gespielt haben, Erfahrung als Spielleitung ist hilfreich aber nicht notwendig. Ob man schon selbst Abenteuer entwickelt hat, ist völlig egal. Das Genre und das Regelwerk, für das wir schreiben, wird sich nach den Mehrheitsinteressen der Teilnehmenden richten.

Ich spiele seit meiner Ersten Aka 2014 Pen & Paper Rollenspiele, und leite jetzt auch schon gut ’ne Dekade – hauptsächlich selbstentworfene Abenteuer. Wenn ich gerade nicht Geschichten erzähle, musiziere oder Spiele, arbeite ich als Softwareentwickler.

AC-02. Midgard Pen und Paper Rollenspiel: Nesträuber 

Teil A and Teil C.

Dieser Kurs wird nur auf einer der beiden Hälften stattfinden

In diesem Kurs wollen wir Pen & Paper Rollenspiel spielen. Das heißt, wir wollen gemeinsam eine Geschichte erzählen, indem jeder Kursteilnehmer sich in einen der Protagonisten hinein versetzt. Dann entscheidet und beschreibt man, wie sich dieser Protagonist verhält, während die Protagonisten versuchen, im tiefen Urwald Rawindras spuren zu finden, wilden Tiere aus dem Weg zu gehen, oder sich Angriffen zu erwehren. Um in knappen Situationen und bei Gefahren das Schicksal der Protagonisten immer wieder in die Hände der Würfel zu legen, verwenden wir das Regelsystem Midgard (5te Auflage). Es sind weder Vorkenntnisse in Pen&Paper Rollenspielen noch in dem spezifischen Regelwerk erforderlich. Alles Notwendige werden wir im Kurs beim Spielen nebenbei erlernen.

Die Geschichte spielt im Herzen Rawindras (eine Region, die grob indisch inspiriert ist). Bis vor gut 300 Jahren herrschten hier noch die Grahas, Intelligente Echsenwesen, die Menschen nur als Nutztiere und Opfertiere für ihre Dämonengötzen ansehen. Doch als es dem Orden der Srikumara gelang, die Kravneat - 6 Meter hohe Echsen von enormer Kampfkraft, auch für Menschen Reitbar zu machen, wendete sich das Blatt, die Grahas wurden zurückgedrängt und Rawindra wurde befreit. Auch wenn dichte Urwälder das Land überwuchern, haben es die Radschahs Rawindras in der kurzen Zeit zu einem Reichtum geschafft, der den anderen Völkern Midgards als Märchenhaft erscheint. Das haben sie vor allem der Lage an günstigen Handelsrouten, und den Regenzeiten die es erlauben zweimal im Jahr zu ernten zu verdanken. Von dem Wohlstand erfreut, ist man vielerorts der Ansicht, dass die Gefahr durch die Grahas gebannt ist. Doch hier im Herzen Rawindras sind sie immer wieder dabei, unvorsichtige Reisende zu überfallen, und es geht das Gerücht sie hätten tief im Dschungel sogar größere Armeen, die sich nur wegen der Kravneatreiter nicht trauen anzugreifen. Doch die Sicherheit, die die Srikumara bieten, muss stetig neu errungen werden, denn leider vermehren sich Kravneat in Gefangenschaft nicht, und sind nur zähmbar, wenn sie von Hand aufgezogen werden. Jetzt wo die Regenzeit wieder einsetzt, neigt sich die Brunftsaison der Kravneat dem Ende zu. Während die Kravneat das Brüten beginnen, sammelt der Orden Grüppchen Wagemutiger um in den Dschungel zu ziehen und den Kravneat ihre Eier zu stehlen. In die grüne Hölle trauen sich nicht viele, den meisten Städtern ist es schon zu viel bei der Schwüle und Sturzregen draußen zu sein, und an die vielen Gefahren des Dschungels wollen sie gar nicht erst denken. Um überhaupt eine Chance zu haben die Nester von Wildlebenden Kravneat zu finden, muss man in den dichtesten Dschungel, wo es am gefährlichsten ist. Doch die Gefahr bleibt nicht ohne Lohn. Ob man – wie die Brahmanen des Ordens versprechen – sein Karma mit solch einem Abenteuer aufbessern kann, kann niemand prüfen. Dass ein Erfolg hohes Ansehen bringt und gut bezahlt wird, ist hingegen gut belegt – und sich mit einer der größten militärischen und politischen Mächte des Landes gut zu stellen, hat auch noch niemandem geschadet. Durch diese Aussichten wurde eure Spielerfiguren angelockt – eine kleine Gruppe Abenteurer, die sich weniger durch spezielle Fähigkeiten und mehr durch Risikobereitschaft und Abenteuerlust von den normalen Menschen dieses Landes unterscheidet.

Ich spiele seit meiner Ersten Aka 2014 Pen & Paper Rollenspiele. Wenn ich gerade nicht Geschichten erzähle, musiziere oder Spiele, arbeite ich als Softwareentwickler.

AC-04. Kreativkurs: Nähen, Basteln usw 

Teil A and Teil C.

Dieser Kurs wird nur auf einer der beiden Hälften stattfinden

In diesem Kurs wird Raum für Bastel, Handarbeit und sonstige Kreativprojekte gegeben. Analog KreativAkademie ist alles erlaubt, was die Räumlichkeiten (und Sicherheitsregeln und Gesetze usw.) hergeben.

Ich plane eine Nähmaschine mit zu bringen, und vlt auch noch diverses Werkzeug und Material wie z.B. Garn oder Batikfarben usw. Machen könnt ihr aber was auch immer euch passt und es wird wenig Anleitung geben. Als Kursleitung helfe ich euch gerne mit Tipps und Tricks, wie einer Erklärung in der Nutzung der Nähmaschine. Aber einen „Roten Faden“ hab ich für das Kurskonzept nicht 🙂

Es ist mehr ein Raum für kreatives Co-Working, und ich sehe meine Kursleitungsrolle nur im Schaffen einer guten Arbeitsatmosphäre und dem koordinieren von Bedürfnissen (z.B. einen passenden Raum zu finden, Material zu koordinieren usw). Auch plane ich eine tägliche „Fragmenteshow“, in der wir uns gegenseitig unseren bisherigen Arbeitsstand vorstellen können. Ich plane selbst ein eigenes neues Projekt umzusetzen. Die Kursleitendenerstattung wurde ich für Material oder Werkszeug für alle einsetzen. Sobald die Kurse eingeteilt sind, würde ich euch anschreiben und Materialbedarf und Ideen abstimmen :)

Auch nicht-materielle Kreativprojekte sind willkommen, dafür hab ich aber keine Ideen. Vorkenntnisse usw. braucht ihr keine. Ihr solltet aber eine eigene Idee mitbringen, was ihr machen wollt.

Ich, Sonnenschein (bürgerlich „Daniel“) habe schon einige Mäntel, Röcke, und vieles mehr genäht, eine Stahl Rüstung hergestellt (sehr primitiv) und auf der letzten KreativAkademie fast-erfolgreich einen Siegelring hergestellt.

AC-05. Was bedeutet es für mich, ein Dinosaurier zu sein? Der Introspektionskurs. 

Teil A and Teil C.

Dieser Kurs wird nur auf einer der beiden Hälften stattfinden

Dieser Kurs will Raum für Introspektion geben, für “nach innen gerichtete Beobachtung der eigenen seelischen Vorgänge zwecks (…) Selbsterkenntnis”1. Dazu werden wir in einem Teil der Kurszeit verschiedene Methoden zur Introspektion kennenlernen, teilen und besprechen, von Journaling über Gesprächsformen bis spazieren gehen. Der andere Teil der Zeit soll Workshop-Charakter haben, so dass ihr diese Methoden – oder was auch immer für euch funktioniert – in die Tat umsetzen könnt. Falls du also ein paar Tage damit verbringen willst, in guter Gesellschaft in dich zu gehen und etwas über die großen Fragen (oder auch kleine Fragen) nachzudenken, ist dieser Kurs für dich.

Und weil so viel nachdenken auch anstrengend sein kann, werden wir bewusst Pausen einbauen, z.B. mit Puzzlen, oder worauf ihr so Lust habt.

Jonas ist der Ausbildung nach Mathematiker, Informatiker und/oder Linguist. Was Introspektion betrifft, ist er erfolgreicher Autodidakt.

B-01. Spiel der Fürsten - Das Planspiel zum Thronstreit von 1314 

Teil B.

Mindestalter: 18 Jahre

Inhaltswarnungen: Gewalt, Krieg

Im Oktober 1314 versammeln sich die mächtigsten Adeligen und Kirchenmänner des Heiligen Römischen Reiches sowie die Vertreter der Reichsstädte in Frankfurt, um einen neuen König zu wählen. Es ist bereits ein Jahr her, seitdem Kaiser Heinrich VII. von Luxemburg auf seinem Italienzug an einer Seuche verstarb, doch noch immer haben sich die Großen des Reiches nicht auf einen Nachfolger verständigen können. Stark und durchsetzungsfähig soll er sein, würdevoll und gerecht. Aber auch nicht zu mächtig, denn sonst müsste der Adel um seine Vormachtstellung fürchten. Erschwert werden die Verhandlungen dadurch, dass Uneinigkeit um die Zusammensetzung des Kurfürstenkollegiums herrscht, das den König wählen soll.

Schließlich missglückt die Wahl: fünf von sieben Kurfürsten wählen Herzog Ludwig von Bayern aus dem Hause Wittelsbach, während die übrigen vier sich für Herzog Friedrich von Österreich, einen Habsburger, entscheiden. Beide Seiten erklären die Wahl des jeweils anderen für ungültig.

Diese Doppelwahl weckt unter den Zeitgenossen ungute Erinnerungen an die Zeit des Interregnums, als sich nach dem gewaltsamen Aussterben der Staufer jahrzehntelang kein König im ganzen Reich durchsetzen konnte. Die Mächtigen des Reiches nutzten das Chaos schamlos aus, um neue Territorien zu gewinnen und ihre eigene Hausmacht zu vergrößern.

Für das Reich stehen schwierige Zeiten bevor. In Schwaben herrscht bereits Krieg zwischen den Reichsstädten und dem machthungrigen Grafen von Württemberg. Die Dynastien der Wettiner, Welfen und Askanier streiten um die Vorherrschaft im Norden des Reiches, während die Schweizer hoch oben in den Alpen nach Freiheit und Unabhängigkeit streben. Derweil festigen die Luxemburger ihre Stellung im Königreich Böhmen und planen ihre Rückkehr auf den Thron. Werden die Habsburger und Wittelsbacher ihren Thronstreit beenden können, bevor das Reich im Chaos versinkt?

Stürzt Euch in die Wirren des Deutschen Thronstreits von 1314! Sei es als mächtiger Adeliger, wohlhabender Bürger oder frommer Kirchenmann: mehrt Euren Einfluss durch geschickte Verhandlungen und weitsichtige Heiratsbündnisse, handelt mit Euren Nachbarn und zieht gegen Eure Feinde ins Feld. Das Spätmittelalter erwartet Euch!

Unsere Planspiele sind eine Mischung aus Strategiespiel, historischer Bildung und Rollenspiel. Unser Ziel ist es, die bestmögliche Abwägung zwischen akkurater historischer Rekonstruktion und Spielspaß zu finden. Dabei setzen wir auf möglichst viel spielerische Freiheit und Eigenständigkeit. Jede Aktion und Interaktion der Spieler:innen hat Auswirkungen auf das Spielgeschehen, seien es Intrigen, Verhandlungen, Kriegszüge…

Dazu sind keine Vorkenntnisse notwendig! Historisches Wissen, Mittelhochdeutsch-Vokabeln oder Planspiel-Erfahrung können hilfreich sein, werden für den Kurs aber nicht vorausgesetzt. Allerdings setzen wir voraus, dass die Teilnehmenden bis zur ersten Kursschiene das Vorbereitungsmaterial gelesen haben.

Niklas und Bernhard präsentieren Euch das mittlerweile zehnte Planspiel. Beide leben und arbeiten in der Hauptstadt des Kurfürstentums Brandenburg.

B-02. Empathische Gespräche 

Teil B.

Wir Menschen kommunizieren den ganzen Tag - mit Freund:innen, Kolleg:innen, Familie, bei der Fahrkartenkontrolle und auch mit uns selbst. Verbal, non-verbal, per E-Mail, WhatsApp, Telefon. Doch wann lernen wir wie Gespräche geführt werden können? Dieser Kurs bietet die Möglichkeit sich mit Gesprächsführung zu beschäftigen. Wir werfen einen Blick auf starke Fragen, Struktur und Zielen von Gesprächen. Dabei beschäftigen wir uns mit unserer Haltung im Gespräch. Empathie, Wertschätzung und Kongruenz nach Carl Rogers werden in diesem Kurs eine große Rolle spielen. Wir üben aktives Zuhören, Gesprächsführung, Fragen stellen empathisch mit unserem Gegenüber und uns selbst zu sein. Dazu werden wir Methoden wie zum Beispiel kurze Meditationen und Rollenspiele.

Für diesen Kurs gibt es nur die Voraussetzung offen zu sein sich mit neuen Methoden auseinandersetzen, die Bereitschaft in Gespräche und Rollenspiele zu gehen und mehr Zeit für Übungen zu haben, als das vielleicht gewohnt ist.

Laura Berkemeyer ist Arbeitspsychologin, systemische Coachin und hat eine Ausbildung in Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohen gemacht. Sie liest gerne Bücher über Gewaltfreie Kommunikation, macht zur Zeit ihre Ausbildung darin und hat an der Universität Münster mehrfach Gesprächsführung unterrichtet. Als freie Trainerin und mir ihrem Unternehmen Momentum führt sie regelmäßig Führungskräftetrainings zum Thema Kommunikation durch.

B-03. West Coast Swing 

Teil B.

West Coast Swing ist ein Paartanz mit Wurzeln im Swing mit fließenden Bewegungen und einer elastischen Connection. Er bietet viel Freiraum für Improvisation und kann auf eine Vielfalt von Musik getanzt werden, von Pop über Blues und R&B bis hin zu Hip-Hop.

In diesem Kurs wollen wir euch Schritt für Schritt an West Coast Swing heranführen. Zuerst lernen wir die Grundlagen wie Rhythmus, Basic-Figuren und Connection. Später im Kurs gehen wir mehr auf Technik, Musikalität und Styling ein, sodass auch Fortgeschrittene auf ihre Kosten kommen.

West Coast Swing ist vor allem ein Social Dance, bei dem der Spaß und gemeinsame Improvisation im Vordergrund stehen. Typischerweise tanzt man auf Tanzabenden und Partys mit vielen unterschiedlichen Menschen. Deshalb ist das Tanzen und Üben mit verschiedenen Partner*innen auch ein wichtiger Bestandteil des Kurses und wir wechseln regelmäßig die Tanzpartner*innen. Ihr dürft frei wählen, ob ihr in diesem Kurs hauptsächlich führen oder folgen wollt. In jedem Fall wird jeder auch die andere Rolle mal ausprobieren.

Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, aber Neugier auf Bewegung zur Musik sollte mitgebracht werden. Auch Menschen mit Vorkenntnissen sind willkommen. Wenn ihr weniger als ein Jahr West-Coast-Swing-Erfahrung habt und/oder noch nicht bei internationalen Events wart, könnt ihr in diesem Kurs vermutlich noch etwas Neues lernen. Wenn ihr euch nicht sicher seid, ob dieser Kurs für euch der richtige ist, schreibt gerne den Kursleitenden eine E-Mail.

Um euch einen Eindruck von West Coast Swing zu verschaffen, könnt ihr zum Beispiel die folgenden Videos anschauen.

Stefano tanzt seit mehreren Jahren West Coast Swing und hat Sophia auf einer SommerAka mit dem West-Coast-Swing-Virus infiziert. Sie mögen beide besonders den sozialen Aspekt und den Raum für Improvisation und Musikalität. Außerhalb von Akademien sind sie beide (mehr oder weniger) regelmäßig auf internationalen West-Coast-Swing-Events zu finden und haben dort sogar schon ein Mal zusammen an einer Competition teilgenommen.

B-04. Akrobatik für alle 

Teil B.

Viele Grüße von Acrosaurus Rex 🦖.

Zum Akademieleben zählen Akrobatik-KüAs schon lange dazu. Vielleicht warst auch du schon einmal dabei und hast als Oberperson auf einer anderen Person gestanden, gekniet, gesessen oder gelegen bzw. als Unter jemanden auf dir balanciert? Vielleicht hast du dies bisher nur bewundert und willst es nun endlich auch mal selbst ausprobieren und dabei gleich so richtig einsteigen? Bekannt ist (Partner- und Gruppen-)Boden-Akrobatik vor allem aus dem Zirkus, vielleicht kennst du auch den Dirty-Dancing-Flieger.

Mit diesem Kurs hast du die Möglichkeit, eine Woche lang Akrobatik zu trainieren. Du wirst viele Figuren und Übergänge in verschiedenen Schwierigkeitsstufen kennenlernen und üben. Auch für Reflexion und Dehnung nehmen wir uns Zeit. Erfahrungsgemäß wirst du nach zwei Tagen Muskelkater haben – und die Woche dennoch gut durchhalten. Von Tag zu Tag wirst du deine Fortschritte spüren und sehen.

Wir brauchen stabile Teilnehmende ebenso wie leichte, und auch wer weder muskelbepackt noch ein Fliegengewicht ist, ist herzlich willkommen. Mit guter Technik sparen wir Kraft! Mitbringen solltest du eine gewisse Sportlichkeit, denn für Akrobatik brauchen wir eine magische Mischung aus Gleichgewicht, Kraft, Körperspannung, Beweglichkeit und Vertrauen in wechselnde Partner.

Vorkenntnisse in Akrobatik, Turnen etc. sind möglich, für diesen Kurs aber nicht nötig. Es geht für alle mit guten Grundlagen los und wird sich dann gemeinsam und individuell steigern.

Voraussetzung ist die regelmäßige Teilnahme (Ausnahmen z.B. für Eltern nach Absprache möglich) und die Bereitschaft, einen kleinen Vortrag zu halten und eine halbe Seite zu schreiben. Am Abend des Anreisetags findet ein erstes Kurstreffen statt. Die Regeneration außerhalb der Kurszeit ist auch wichtig. Morgens starten wir gemeinsam pünktlich mit dem Mattenaufbau. Vor der Aka gibt es ein paar kurze Texte zur Einstimmung und die Empfehlung, etwas mehr Sport zu machen.

Nach Erfahrungen aus vorherigen Kursen wird es eine vertrauensvolle Woche voller Herausforderungen und Erfolgserlebnisse – und für manche ein neuer Lieblingskurs im Hochschulsport.

Dort hat auch der Kursleiter zur Akrobatik gefunden und danach die Tradition der Akrobatik-KüAs auf Akademien wiederaufleben lassen. Die Kursleiterin hat vor einigen Jahren auf der SommerAkademie begonnen und landete dann im Hochschulsport und schließlich im Verein.

Hinweis zur Kurswahl: Dieser Kurs ist für Neulinge und etwas Fortgeschrittene. Letztere können auch (oder auch nur) den folgenden Kurs wählen.

B-05. Akrobatik (mit ein paar Vorkenntnissen) 

Teil B.

Du kannst schon ein paar Akrobatik-Figuren? Fuß-Flieger und Stuhl kannst du als Ober- und als Unterperson? Du kannst als L-Base die Beine (fast) strecken und so Flieger und Co. stabil halten? Du kannst einen Kopfstand/Schulterstand (oder gar Handstand) ohne Umfallen? Dann kannst du auch diesen Kurs wählen!

Wir wiederholen quasi die ersten Kurstage des Einführungskurses im Schnelldurchgang und arbeiten dann weiter an Technik und Stabilität, an neuen Figuren und längeren Folgen.

Fortgeschrittene könnten einen Auftritt für den Bunten Abend erarbeiten.

Hinweis zur Kurswahl: Es könnten der erste, der zweite oder beide Kurse stattfinden. Daher möchtest du vielleicht auch den einführenden Kurs wählen, auch wenn du die Basics schon kannst.

B-06. CdE-Kommentar-Kurs 

Teil B.

Stell dir vor, du bist Orga und möchtest für deine Akademie 200 kg deiner absoluten Lieblingsschokolade (Rum Trauben Nuss) für den Kiosk bestellen und sonst nichts. Nun kommt ein Vorstand bei dir an und möchte dir vorschreiben, stattdessen ausschließlich Pfefferminz zu bestellen? Aber darf der das eigentlich? Und wer ist für diese Entscheidung zuständig und verantwortlich?

Um diese Frage zu klären, hilft beim CdE ein Blick in die Satzung. Diese regelt viele relevante Aspekte des Vereinsgeschehens und legt die Aufgaben und Rechte von Vereinsorganen wie dem Vorstand, der Mitgliederversammlung oder den Orgateams fest. Zusätzlich zur Satzung hat der CdE noch eine Vielzahl weiterer Mitgliederbeschlüsse und Vorstandsbeschlüsse, die gemeinsam das Binnenrecht des CdE darstellen 1.

Wenig überraschend enthält das CdE-Binnenrecht allerdings keine explizit festgelegten Schokoladen-Quoten, sondern vor allem abstrakte Regelungen.

Um bei der Interpretation und Anwendung des Binnenrechts zu helfen, wurde daher 2010 im Rahmen mehrerer Kurse eine Lesehilfe (im juristischen als Kommentar bezeichnet) verfasst, 2013 nochmal überarbeitet und anschließend sogar als Buch veröffentlicht (erhältlich in jeder gut sortierten Buchhandlung und für Mitglieder hier in der CdE-Datenbank). Dort werden sowohl einige allgemeine Regelungen aus übergeordnetem Recht erläutert, als auch viele CdE-spezifische Details, was für die Arbeit der verschiedenen Vereinsorgane mit diesen binnenrechtlichen Vorschriften sehr nützlich ist.

In diesem Kurs wollen wir den in die Jahre gekommenen Kommentar neu auflegen und insbesondere die Erläuterungen zu Satzungsstellen und Mitgliederbeschlüssen, die geändert oder neu gefasst wurden, aktualisieren.

Dazu werden wir uns bereits im Vorfeld damit auseinandersetzen, wo sich das besonders lohnt, um uns während der Kurszeit darauf fokussieren zu können.

Von den Kursteilnehmenden erhoffen wir uns wenigstens eine der folgenden Eigenschaften:

  • Aktiv in CdE-Teams, die mit dem Binnenrecht in Kontakt kommen.
  • Erfahrung im Verfassen und Begründen von Mitgliederberschlüssen und Änderungsanträgen.
  • Juristisches Vorwissen, z.B. aus dem Studium, oder anderweitige Erfahrung im Umgang mit juristischen Kommentaren.
  • Bereitschaft und Kapazität, sich vorher in das CdE-Binnenrecht und den alten Kommentar einzulesen.

  1. Der CdE hat es hier – wie so häufig – etwas übertrieben und ein sehr komplexes Binnenrecht entwickelt, das unter allen deutschen Vereinen vermutlich sehr einzigartig ist, insbesondere mit einem Vorstand, der ungewöhnlich wenig Rechte hat. 

B-07. Theater trifft Tanz 

Teil B.

Herzlich willkommen in diesem Kurs, wenn du

  • das Gefühl erleben willst, Teil eines Theaterensembles zu sein,

  • erforschen möchtest, wie du deinen Körper und seine Bewegungsmöglichkeiten ästhetisch wirkungsvoll einsetzen kannst, um Geschichten zu erzählen,

  • gern (gemeinsam) tanzt oder Lust hast, das mal auszuprobieren,

  • grundlegende Techniken (Anfangsniveau) zur Verbesserung deines Tanzens erlernen möchtest,

  • bereit bist, dich eine Woche lang mit Spielfreude und Mut zum Scheitern viel zu bewegen!

Mit dem Schwerpunkt „Körper und Bewegung“ wenden wir uns im Kurs einem wichtigen Baustein der Theaterarbeit zu. Diesen verknüpfen wir durch die Elemente Musik, Synchronität, Balance und Raumnutzung mit Grundbausteinen des Tanzens. Bestandteile der Kurszeit sind theaterpädagogische und tanzsportliche Übungen, das Erlernen und Kreieren von Choreographielementen, die Arbeit an der (eigenen) Bühnenpräsenz sowie die Entwicklung und Verknüpfung von Szenen. Zudem wollen wir am Ende auch etwas von dem zeigen, was wir erarbeitet haben – die Mitwirkung an einer Aufführung ist aber keine Bedingung für die Teilnahme. Tänzerische oder theatrale Vorkenntnisse sind nicht erforderlich! Du solltest lediglich bereit sein, dich in jeder Kursschiene (viel) zu bewegen.

Hanna ist Theaterpädagogin aus Münster und tanzt sich seit der Schulzeit durch verschiedene Stile. Seit einigen Jahren ist sie dem Turniersport der Standard- und Lateintänze verfallen. Ihr Halbtagsjob als Gymnasiallehrerin ermöglicht es ihr aktuell, ihre Begeisterung für die Bühne in der Theater-AG an fast genauso begeisterte Jugendliche weiterzugeben.

B-08. Faszienierender menschlicher Bewegungsapparat  

Teil B.

Lerne, deinen Körper physiologischer zu bewegen! Denn egal ob beim Sport, Abspülen, Treppensteigen, Dinoreiten oder am Arbeitsplatz: Je physiologischer die Bewegung, desto eleganter, energiesparender, schmerzfreier, verletzungsunanfälliger und zielführender wird sie und desto einfacher lässt sie sich erlernen. Im Kurs werden wir dazu ein Bewusstsein für den eigenen Bewegungsapparat schaffen, und zwar anhand des Modells der sog. „Myofaszialketten“ (= Muskel-Faszien-Ketten).

Aber was sind eigentlich Faszien? Seit unserer frühesten Embryonalentwicklung ist unser Körper durchzogen von einem großen Kollagen-Netz. Es ist das Gewebe, welches sämtliche Zwischenräume ausfüllt und die Organe und Muskeln an Ort und Stelle hält. Doch was tut eigentlich dieses Netz außer „Füllmaterial“ zu sein? Es umschließt Muskeln und Knochen und überträgt Kräfte zwischen ihnen. Mithilfe dieser Kraftübertragungen wurde das myofasziale Modell des Bewegungsapparates entwickelt - ein ganzkörperlicher Ansatz, um Zusammenhänge zwischen bisher isoliert betrachteten Muskeln und Körperteilen in der Biomechanik und Medizin zu erklären. Außerdem befinden sich der Lage- und Bewegungssinn, sowie das Bewegungsgedächtnis hauptsächlich in den Faszien.

Im Kurs werden wir uns also rundum mit dem myofaszialen Netz beschäftigen. Wir werden mit einem anatomischen Exkurs beginnen, bevor wir mittels vieler praktischer Beispiele das myofasziale Netz genauer unter die Lupe nehmen. Dabei werden wir verschiedene Myofaszialketten kennenlernen, diese mit vielen Übungen am eigenen Körper erfühlen, Bewegungsmuster erkennen, selbst ausprobieren und sie auf eure eigenen Aktivitäten anwenden.

Tomy und Corinna haben durch ihren Tanztrainer vor einigen Jahren eine Faszination für ihren Bewegungsapparat entwickelt, und haben Dominik direkt damit angesteckt. Seither integrieren alle drei ihre Entdeckungen regelmäßig in ihren Alltag, z.B. um ihre Handball-, Volleyball- und Cellotechnik zu verbessern, beschwerdefrei am Schreibtisch zu sitzen oder für eine natürliche Geburt ohne Schmerzmittel.

B-09. Wer hält die Zügel? Mit Sokrates auf der Suche nach Besonnenheit 

Teil B.

Wir nehmen uns häufig fest vor, in Zukunft unser Leben ganz anders, ja viel besser zu führen. Wir versprechen uns selbst, dass wir nächstes Mal auf jeden Fall besser handeln werden. Und doch kommt immer wieder der Moment, in dem wir nicht das tun, von dem wir in der Theorie überzeugt sind, dass es besser wäre - anscheinend fehlt da etwas. Was fehlt aber genau, wenn Wissen und Wille doch scheinbar vorhanden sind?

Nicht eine Theorie über Selbstkontrolle, sondern Sokrates’ Zugang zu dieser Frage durch den Dialog wird der Fokus unseres Kurses sein. Anders als viele in der Philosophiegeschichte entwickelte er keine eigene Theorie, sondern versetzte sich in die Positionen seiner Gesprächspartner, die im Dialog für ganze Lebensweisen stehen, und deckte ihre Widersprüche auf. So werden wir anhand des Charmides gemeinsam mit Sokrates der Frage nachgehen, was Besonnenheit ist.

Von seinen Fragen geleitet, werden wir zum Kern des Problems vieler antiker Vorstellungen von Besonnenheit zurückschreiten, die uns doch ganz nah sind (bspw. Besonnenheit als Bedächtigkeit, Besonnenheit als Selbsterkenntnis). Wir erhoffen uns dabei, den immer noch aktuellen Konflikt in uns zwischen Wissen, Wollen und Tun besser zu verstehen, um so die Zügel für das eigene Leben in der Hand halten zu können.

Während des Kurses werden wir die Argumente im Dialog textnah rekonstruieren, versuchen zu verstehen und durch Textarbeit untersuchen, was ihr logischer Zusammenhang ist, ohne selbst schon von einem Besonnenheitsverständnis auszugehen.

Für die Teilnahme am Kurs sind keine Vorkenntnisse nötig, weder in Altgriechisch noch in Philosophie. Wichtiger ist die Bereitschaft, sich gründlich auf den Text vorzubereiten, sich auf die Inhalte einzulassen und zu Beginn der Sitzung ggf. den Kerngedanken eines Abschnitts kurz zusammenzufassen. Der Text (31 A5-Seiten, als PDF von uns bereitgestellt) muss vor Kursbeginn vorbereitet werden. Bei der gemeinsamen Arbeit wird vorausgesetzt, dass man sich in dem Text sicher bewegt, etwa mithilfe einer Gliederung. Für die Erstellung einer Gliederung wird auch ein Leitfaden zur Verfügung gestellt. Der Vorbereitungsaufwand beträgt ca. 15 Stunden.

Infos über uns:

Hendrik beschäftigt sich seit knapp 10 Jahren mit Philosophie und vorrangig Platon auf der Suche nach dem guten Leben.

Alessia arbeitet an einem philosophischen Projekt zum Zusammenhang zwischen Tod, Leben und Philosophie bei Platon und Epikur.

B-11. Getting COSY with NMR – Eine Einführung in die NMR-Spektroskopie 

Teil B.

Habt ihr euch schon einmal gefragt, wie Chemikerinnen und Chemiker eigentlich „sehen“, was sich in ihrem Kolben befindet? Oder habt ihr vielleicht selbst schon das eine oder andere NMR-Spektrum ausgewertet und möchtet nun besser verstehen, wie diese Spektren überhaupt zustande kommen? Dann ist dieser Kurs vermutlich etwas für euch.

Wir werden uns mit Energieniveaumodell, Vektormodell und Produktoperatorformalismus gemeinsam unterschiedliche Modelle zur quantenmechanischen Beschreibung eines NMR-Experiments erarbeiten und so verschiedene Möglichkeiten kennenlernen, die Wechselwirkung von elektromagnetischer Strahlung mit kernmagnetischen Momenten qualitativ und quantitativ zu beschreiben.

Im Laufe des Kurses werden wir unterschiedliche Pulssequenzen kennenlernen und ihre Auswirkungen auf ein Ensemble von Spins analysieren. In diesem Zuge führen wir auch zentrale Konzepte wie chemische Verschiebung, Kopplung und Relaxation ein und klären, welche Informationen sich daraus über den Aufbau und die Dynamik von Molekülen gewinnen lassen.

Im letzten Drittel des Kurses – das liegt auch ein wenig am Interesse und an der chemischen Vorbildung der Kursteilnehmenden – werden wir das Gelernte praktisch anwenden: Wir analysieren Spektren, ordnen Signale zu und leiten Schritt für Schritt Strukturvorschläge ab.

Die ersten zwei Drittel des Kurses werden stark physikalisch geprägt sein. Hilfreich ist es daher, wenn euch Begriffe wie komplexe Zahl, Vektor, Matrix, Eigenwertgleichung und Operator schon einmal begegnet sind. Auch wäre es von Vorteil, wenn euch die Postulate der Quantenmechanik bekannt sind. Für den Teil zur Strukturaufklärung sind Kenntnisse in der organischen Chemie auf Oberstufenniveau sehr hilfreich: Wenn ihr einen Ether von einem Ester unterscheiden könnt und wisst, was ein Olefin und ein Aldehyd ist, seid ihr gut aufgestellt.

Jakob studiert Chemie im Master und arbeitet immer mal wieder an der Weiterentwicklung von DOSY in der Niederfeld-NMR.

B-12. Veranstaltungstechnik, Recording und Hifi 

Teil B.

Veranstaltungstechnik teil sich in die zwei Disziplinen Ton und Licht. Beiden wollen wir und in diesem Kurs widmen: Im Bereich Ton werden wir lernen wie Analoge und Digitale Mischpulte funktionieren und uns mit Themen wie EQ, Kompressor, Gate, Reverb, Subgruppen und Delay beschäftigen. Ich habe dieses Jahr die 24 Spur Aufnahme eines Schulbandkonzertes ausgegraben, das ich 2011 live gemischt habe. Daran werden wir im Kurs üben, wie man eine Band mischt. Dazu verwenden wir zum einen DAW-Programme an eigenen Laptops, sowie auch Mischpulte. Ich werde mein Soundcraft Ui24r Mischpult mitbringen, das man über den Browser bedienen kann, und, wenn ich es organisiert bekomme, auch mein altes Digitalpult mit Hardware Fadern.

Eine Bühne mit umfangreicher Lichtanlage werde ich leider nicht mitbringen können. Dafür werden wir mit der 3D EasyView Software virtuell Bühnen bauen und mit dem Programm DMX Control Lichtshows zu verschiedenen Songs erstellen. Sprich wir werden lernen wie Lampen auf Bühnen angesteuert werden und das in einer Simulation ausprobieren.

Neben diesen beiden großen Themen möchte ich im Kurs auch verschieden Möglichkeiten zeigen und diskutieren, eine Stereoaufnahme zu machen. Wir werden zum Beispiel XY, AB, ORTF und eine Jecklin-Scheibe ausprobieren.

Bei einem weiteren kleinen Teil des Kurses wird es um Ohrenspitzen und Musikhören gehen: Wir werden uns verschiedene Lautsprecher anhören und darüber sprechen, wie die klanglichen Unterschiede sind. Wahrscheinlich, die Lautsprecher, die ich mitbringe und welche, die wir im Orgabüro ausleihen können. Falls möglich, möchte ich auch klangliche Unterschiede verschiedener Verstärker zeigen, sowie den Unterschied zwischen komprimierten und unkomprimierten Audiodateien.

Aurel beschäftigt sich seit der Schulzeit mit Veranstaltungstechnik. In letzter Zeit aber vor allem mit dem Aufnehmen von Orchesterkonzerten und dem Ausbau seiner Musikanlage zu Hause.

B-13. Andor - Die Mega Legende 

Teil B.

Über unzählige Legenden hinweg haben sich die Helden Andors tapfer den Mächten des Bösen entgegengestellt. Drachen, böse Magier, Intrigen, Unwetter-Katastrophen und sogar die Toten selbst konnten sie nicht aufhalten.

Doch ihr größtes Abenteuer steht noch bevor. Wie wird es aussehen? Das entscheidet ihr! Drei Spielpläne, die sich perfekt aneinander legen lassen, dutzende Gegner und Vieles mehr warten auf euch.

Gemeinsam wollen wir eine einzigartige Legende erschaffen die alle drei Spielpläne überspannt. Vorwissen im Andor-Spielen ist leider Pflicht. Bastelfreudige und Kreative werden hier auf ihre Kosten kommen. Dinos ab 12 Jahren, die mindestens einmal alle drei Spiele (“Die Legenden von Andor - das Grundspiel” samt Erweiterung “Die Reise in den Norden” sowie den Abschluss der Original-Trilogie “Die letzte Hoffnung”) durchgespielt haben sind herzlich willkommen.

„Die Legende von Andor“ ist ein kooperatives Fantasy-Brettspiel von Michael Menzel, ganz nach der Art “DnD trifft klassisches Brettspiel”. Mit Taktik und Glück (oder auch Pech) kämpfen die Spielenden gemeinsam um das Erreichen des Missionszieles und die Verteidigung des Landes gegen die Mächte des Bösen. Mit zahlreichen Erweiterungen, Fortsetzungen und Abwandlungen geht einem der Spielspaß nie aus. Sollte es doch einmal so weit kommen, stehen zum Glück noch zahlreiche Fan-Legenden bereit. Ob zu zweit oder mit bis zu sechs Spielenden, Stunden des Spaßes und Taktierens sind beim „Kennerspiel des Jahres 2013“ garantiert. Und sollte es doch mal nicht geklappt haben, beginnt man einfach von vorne…

Solltet Ihr vorab Fragen zum Kurs oder Andor haben, schreibt mir gerne.

B-14. Im Untergrund von Ba Sing Se - Ein Avatar Pen & Paper 

Teil B.

Wasser. Erde. Feuer. Luft. Vor langer Zeit gab es mal eine Akademie mit diesem Motto. Unabhängig davon fängt aber so auch das Intro einer beliebten Serie an, von der viele von euch, zumindest die in einem ähnlichen Alter wie ich, wohl schonmal gehört haben: Avatar - Der Herr der Elemente.

Aus Liebe zu dieser Welt habe ich vor vier Jahren angefangen, ein Pen & Paper System in diesem Universum zu entwickeln und in vielen, vielen Spielstunden (und einem Kurs im letzten Jahr) verbessert. Jetzt würde ich mich freuen mit einer Gruppe von euch als Luftbändiger:innen, Wasserbändiger:innen, Erdbändiger:innen oder Feuerbändiger:innen 60 Jahre vor der Wiederkehr des Avatars die Feuernation zu bekämpfen.

Das System ist explizit sehr einsteiger:innenfreundlich und die Welt macht fast noch mehr Spaß, wenn man sie noch nicht kennt. Das Spielsystem ist dasselbe wie im letzten Jahr, die Geschichte ist aber neu.

Aber erstmal von vorne: Wenn man ein Pen & Paper Rollenspiel spielt, muss man sich erstmal einen Charakter ausdenken, in dessen Rolle man schlüpfen möchte. Dieser Charakter darf so viele oder so wenige Dimensionen haben, wie ihr möchtet. Vielleicht habt ihr eine ganz ausgeklügelte, ausführliche Vorgeschichte, vielleicht seid ihr gestern mit Amnesie aufgewacht. Ganz wie ihr euch wohl fühlt. Wenn ihr euren Charakter im Rahmen der Regeln mit Eigenschaften und Talentpunkten aufs Papier gebracht habt, tauchen wir gemeinsam in die Welt ein. Ich leite euch, beschreibe eure Umgebung und beantworte Fragen, während ihr Entscheidungen trefft und Würfel werft, die über Erfolg oder Fehlschlag entscheiden. Natürlich wollt ihr so viel Erfolg wie möglich haben, aber in erste Linie geht es darum, gemeinsam eine tolle Geschichte zu erzählen.

Emma hat Mathematik studiert und liebt es, sich Welten auszudenken, Geschichten zu erzählen und Spiele zu entwerfen.

B-15. Computerbau 

Teil B.

Wir reisen zurück in die Zeit der digitalen Dinosaurier, wo mächtige Rechenmaschinen noch regelmäßig ganze Räume beanspruchten. Dabei steigen wir bei den Anfängen der Digitaltechnik ein, machen eine Reise durch den Dschungel der Computerarchitektur, bestaunen die Grundzüge das Compilerbaus und versuchen zu verstehen, was in diesem mysteriösen Microcontroller wohl drin stecken könnte.

Wir wollen natürlich so viel wie möglich davon selber nachbauen sowie verstehen und basteln daher so viel wir können. Hierzu verwenden wir Steckbretter, auf denen man elektrische Bauteile reversibel kombinieren kann. Am Laufe des Kurses entsteht dann ein vollständiger (wenn auch simpler) Computer, den wir selber komplett aus Einzelteilen zusammengebaut und im Detail verstanden haben. Auf diesem werden wir dann auch programmieren und diverse einfache Programme laufen lassen.

Vorwissen jeglicher Art ist für die Kursteilnahme nicht nötig. Spaß am Basteln sollte man mitbringen. Wer schon Programmierfähigkeiten und Kenntnisse in Boolscher Logik hat, kann diese im Kurs gelegentlich benutzen; mit einem abgeschlossenen Studium in Elektrotechnik o.ä. seid ihr aber wahrscheinlich unterfordert. Für Material fällt ein Unkostenbeitrag von 30-40€ an; natürlich dürft ihr es nach dem Kurs mit nach Hause nehmen.

Der Kurs ist von einer Youtube-Serie von Ben Eater inspiriert, wir weichen aber an einigen Stellen stark ab. Es wird auf jeden Fall reichlich Raum, Zeit und Bastelmaterial für spontane Ideen der Teilnehmer geben.

Kursleitung: Daniel hat in Mathematik promoviert, hält öfter mal Elektronikkurse im CdE und baut in seiner Freizeit gerade ein Elektronikmikroskop. Jonas hat für seine Doktorarbeit in der Physik vieles an Elektronik selber gebaut und beschäftigt sich auch in seiner Freizeit viel mit der Schnittstelle zwischen Hardware und Software.

B-16. Spiele und Experimente gemeinsam mit Kindern 

Teil B.

Wir erkunden das Dino-Feriendorf aus Kinderperspektive. Dabei können wir den Badesee, die Minigolfanlage, die Discgolfanlage, die Kletterwand, den Klettergarten, den Wald, wahrscheinlich die Sporthalle und die verschiedenen Spielplätze nutzen und uns unsere eigenen Spiele ausdenken. Wir können schauen, woran wir Interesse haben, alles soll ohne Druck passieren und eine zeitweise Teilnahme ist gut möglich.

Außerdem soll es Angeboten für alle Altersstufen geben: Experimente, Sachen zum Ausprobieren, auch etwas zum Matschen und mit Strom, Magneten und Robotern, wenn ihr wollt auch etwas mit KI, Brettspiele, eine Schnitzeljagd auf dem Gelände und die Möglichkeit für die Kinder, selbst eine eigene Schnitzeljagd zu entwerfen.

Wir können wieder ein paar Lieder singen und musizieren, neben Spiel-Instrumenten können die Größeren auch Blockflöten ausprobieren. Auch Mal- und Bastelsachen bringe ich mit. Insgesamt ist das Ziel, auch einfach eine gute Zeit miteinander zu haben. Gerne, wenn sich jemand mit einer Idee beteiligen möchte.

Wir können uns vorab wegen dem Mitnehmen von Spielsachen absprechen. Es wird Zeiten im Kurs geben, an denen ich mich gezielt mit den Größeren beschäftigen möchte und je nach Alter etwas unterschiedliches unternommen werden kann.

Ich selbst habe 2 Kinder (dann 8 und 5 Jahre alt) und ich habe im Master Mathematik mit Physik studiert. Es sind Eltern mit Kindern aller Altersgruppen sowie auch alle anderen Interessierten willkommen.

B-17. Digitale Selbstbestimmung  

Teil B.

Wer sich vor 20 Jahren einen Computer gekauft hat, war typischerweise erst mal 2-3 Tage damit beschäftigt, das Gerät einzurichten und Software zu installieren. Heute sind Computer vielfältiger, und spielen z.B. auch in Form mobiler Endgeräte eine wichtige Rolle in unserem Leben. Eine noch viel profundere Entwicklung jedoch ist, dass heute der Käufer eines solchen Gerätes typischerweise nicht mehr 2-3 Tage mit Installation, sondern mit einer Art umgekehrter (im Sinne von: Entdeckungen sind unerfreulich) Ostereier-Suche verbringt, um Tracker, Ad-Ware, Telemetrie-Funktionen, und unliebsame vorinstallierte Software abzuschalten und zu de-installieren.

Die Kernfrage ist: Wer kontrolliert das Gerät? Es ist hier sehr leicht, aufgrund mangelnder Kenntnisse und Bequemlichkeit in einen nicht nur individuellen, sondern gesamtgesellschaftlichen Kontrollverlust zu schlafwandeln. Dieser Kurs will Interessierten dabei helfen, die scheibchenweise verlorengehende Kontrolle über ihre eigenen Geräte zurückzuerlangen, wobei der Fokus auf Android-Endgeräten, Browser-Erweiterungen, dem Booten quelloffener Betriebssysteme, Wartungsschnittstellen, sowie Programm- und Netzwerk-Analyze liegen wird. Wer schon immer mal wissen wollte, wie er z.B. in seinem WLan Kurz-Videos eine gerätespezifische Beschränkung verpassen kann, ist hier richtig.

B-18. Dein eigenes Schnittmuster 

Teil B.

Lange Beine, kurze Beine, breite Brust, kurzer Rücken, Flügel - so vielfältig wie Dinosaurier auch sind, muss es ihre Kleidung auch sein! In diesem Kurs wollen wir die verschiedenen Möglichkeiten erkunden, wie wir Oberteile gestalten können. Je nach Zeit und deinen Wünschen werden wir Variationen wie Prinzessnähte, Raglanschnitte und Ärmelkonstruktion/Variationen und Weiteres anschauen. Im Zuge des Kurses wollen wir ein Oberteil-Grundschnittmuster nach deinen Maßen erstellen, mit dem du anschließend weiter arbeiten kannst. Näherfahrung ist hilfreich, aber nicht zwingend notwendig. Auch wenn du schon viel Erfahrung hast, bist du sehr willkommen.

Skadi ist seit vielen Jahren begeistert am Nähen und ist fasziniert davon, wie man aus einem Grundschnittmuster Blusen, Blazer und Mantel nähen kann. Leonie denkt sich gerne selbst Kleidungsstücke aus (meist komplizierte, denn einfach ist ja langweilig). Da sie eigentlich nie das passende Schnittmuster dazu findet, hat sie einfach angefangen sich ihre Eigenen zu konstruieren.

B-19. Wie entscheiden wir (wer entscheiden soll)? 

Teil B.

Ob Planung für ein Wochenende mit Freunden, die Terminfindung für ein Meeting bei der Arbeit, oder die Vorstandswahl im Verein – regelmäßigen müssen wir Entscheidungen in Gruppen finden. Während man bei solchen Abstimmungen bereits alle einbeziehen möchte, so gilt dies nochmals stärker bei politischen Abstimmungen, wie einer Bürgermeister- oder Parlamentswahl. Aber wie stellt man das sicher, dass jede Stimmen für das Ergebnis relevant ist, und warum ist es manchmal besser gegen den eigentlich bevorzugten Vorschlag zu stimmen?

In diesem Kurs wollen wir uns ansehen, wie verschiedenste Wahlen auf der Welt durchgeführt werden – von Abstimmungen im CdE über Hochschul- und Bürgermeisterwahlen zu Parlamentswahlen in kleinen und großen Ländern. Die dabei verwendeten Wahlverfahren werden wir aus mathematischer Sicht betrachten und überprüfen, ob diese erfüllen, was man sich von ihnen erhoffen kann.

Der Fokus des Kurses soll auf der mathematischen Betrachtung der Verfahren und Anforderungen liegen. Entsprechend ist eine Bereitschaft für Beschäftigung mit mathematischen Themen und auch Beweisen notwendig. Vorkenntnisse, die über die Schulmathematik hinausgehen, werden aber nicht gebraucht. Daneben können wir aber auch über (mehr oder weniger) verwandte Themen sprechen, z.B. die praktische Umsetzbarkeit von Wahlsystemen, Hintergründe zu den besprochenen Ländern oder ein bestimmtes Musical, aus dem gleich mehrere Charaktere in diesem Kurs auftauchen.

Nicolas promoviert in Data Science an der Universität Regensburg und mit Fokus auf Statistik und Machine Learning. Über die Mathematik hinter Wahlen und den dabei auftretenden Hürden las er erstmals vor mehr als zehn Jahren. Seitdem beschäftigt er sich immer mal wieder damit und interessiert sich insbesondere für Zusammenhänge mit verschiedensten Bereichen der Mathematik wie lineare Algebra, Graphentheorie und Optimierung. Dieser Kurs ist eine überarbeitete Version des Kurses von der WinterAkademie 2024/25.

B-21. AI Governance – Wie machen wir die mächtigste Technologie unserer Zeit sicher für alle? 

Teil B.

AI Governance – Wie machen wir die mächtigste Technologie unserer Zeit sicher für alle?

Regierungen müssen bereits jetzt schwerwiegende Entscheidungen zur Regulierung von AI treffen und diese werden nur komplexer, je weitreichender sich AI entwickelt. Dabei gibt es bisher kaum Menschen, die sowohl technisches Verständnis mitbringen als auch das Wissen, wie man dieses in wirksame Politik übersetzt. Das wollen wir in diesem Kurs ändern.

Wir werden uns damit beschäftigen, wer genau leistungsfähige AI unter welchen Bedingungen und mit welchen Zielen entwickelt, und wo dabei die Macht konzentriert ist. Dafür werden wir sowohl technische Grundlagen heutiger AI erlernen als auch bestehende Governance-Ansätze zu AI analysieren und Lücken identifizieren. Wir werden uns Geopolitik und dem Problem der Ressourcenknappheit widmen und wollen herausarbeiten, wer wie auf diese Dynamiken antworten kann. Außerdem wollen wir üben, technische Informationen wie Claudes System Card zu evaluieren und die Ergebnisse in wirksame Policy-Briefings zu übersetzen. Nicht zuletzt werden wir in Planspielen selbst mit komplexen Entscheidungen konfrontiert werden, unsere entwickelten Ansätze testen und schrittweise verbessern müssen.

Dieser Kurs setzt keinerlei technisches Wissen voraus und soll sowohl Geistes- wie Naturwissenschaftlern Einblicke in die AI Governance ermöglichen. Der Kurs lebt insbesondere vom aktiven Austausch verschiedener Perspektiven auf AI und soll darin münden, gemeinsam als eine Art „AI Governance Taskforce“ Spaß zu haben! Die Kursmaterialien werden zum großen Teil auf Englisch sein.

Kathi hat sich bereits in ihrer Bachelorarbeit mit Recht im Cyberspace beschäftigt und besucht parallel zu ihrem Studium in Public International Law in Amsterdam einen Kurs zu AI Governance. Ilija promoviert in Physik, benutzt generative Sprachmodelle oft auf der Arbeit und im Alltag und kennt sich mit ihrer Funktionsweise aus.

B-22. Künstliche Intelligenz und der neue Faschismus 

Teil B.

Das ist der Titel eines Essays von Rainer Mühlhoff, den wir im Kurs lesen und diskutieren wollen. Der Autor erläutert hier die Entwicklung des KI-Hypes der vergangenen Jahre und beleuchtet die dahinterstehende Ideologie. Im Zentrum der Analyse steht das TESCREAL-Bundle (das Akronym steht für Transhumanism, Extropianism, Singularitarianism, Cosmism, Rationalism, Effective Altruism und Longtermism), ein Konzept, Timnit Gebru und Émile Torres 2024 zur Beschreibung der Narrative großer Technologieunternehmen eingeführt wurde. Diese Ideologie ist für rechtsextreme Weltbilder anschlussfähig. Der Autor bleibt nicht bei der Analyse des Problems stehen, sondern diskutiert auch Lösungsansätze.

Wenn du diesen Kurs wählst, solltest du Zeit einplanen, um vor der Akademie ein Kapitel des Buchs oder einen weiterführenden Artikel zu lesen und als Referat vorzubereiten.

Der Kursleiter hat schon mehrfach Bücher-Lese-Diskutier-Kurse geleitet oder an ihnen teilgenommen und findet, dass das sehr gut funktioniert, um sich die Zeit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Text zu nehmen.

B-23. Gloomhaven (und Frosthaven und Jaws of the Lion und Forgotten Circles) 

Teil B.

In diesem Kurs wollen wir mit euch Gloomhaven (und Frosthaven und Jaws of the Lion und Forgotten Circles) spielen. Gloomhaven ist ein kooperatives Brettspiel, bei dem man mit 1-4 Spielenden eine zusammenhängende Kampagne spielt. Dabei spielt jede*r einen festen Charakter, der über bestimmte Skills und Eigenschaften verfügt und im Laufe der Kampagne anhand von Entscheidungen der spielenden Person weiter spezialisiert und hochgelevelt wird. Einzelne Szenarien spielen sich mehr wie ein taktisches Kartenspiel als wie ein Pen and Paper, und es stehen Charaktere mit sehr unterschiedlichen Spielmechaniken und Komplexitätsleveln zur Auswahl, was die Kooperation als Gruppe sehr spannend macht. Weitere Informationen zum Spiel findet ihr zum Beispiel unter diesem Link: https://boardgamegeek.com/boardgame/174430/gloomhaven.

Der Kurs richtet sich sowohl an Dinos, die noch nie von Gloomhaven gehört haben und es mal ausprobieren wollen, als auch an Dinos, die selbst schon eine Kampagne durchgespielt haben und nicht genug bekommen können – und natürlich alle dazwischen. Ihr braucht keinerlei Voraussetzungen oder Vorbereitungen, nur Spaß an kooperativen und komplexen Brettspielen.

Im Kurs wird es das originale Gloomhaven-Spiel (Erste und Zweite Edition), Frosthaven (das Nachfolgespiel von Gloomhaven), Jaws of the Lion (eine kleinere Version von Gloomhaven) und Forgotten Circles (eine Gloomhaven-Erweiterung) geben. Wir werden parallele Kampagnen spielen, die genaue Ausführung richtet sich nach den Wünschen der Teilidinos. Zum Beispiel können Gruppen und Kampagnen durchgetauscht werden oder eben nicht.

Finja und Anton spielen seit einem Jahr zusammen mit zwei anderen netten Dinos eine Frosthaven-Kampagne und haben davor schon andere Gloomhaven-Kampagnen gespielt. Jetzt wollen sie ihre Freude an diesem wundervollen Spiel mit noch mehr Dinos teilen.

B-24. Prozesse beschreiben und malen 

Teil B.

Wenn du schonmal versucht hast, für einen Umzug ein temporäres Halteverbot vor deiner Wohnung zu bekommen, oder einen vertauschten Vor- und Nachnamen auf deinem Schülerticket korrigieren zu lassen, hast du dich vielleicht gefragt „Was passiert da eigentlich im Hintergrund und warum steht nirgendwo, wie das genau geht?“. Mit der Beantwortung dieser Fragen wollen wir uns im Kurs beschäftigen.

Interessante Probleme Herausforderungen, die wir im Kurs unter die Lupe nehmen wollen:

Dass manchmal gar nicht so klar ist, wann und warum ein Prozess startet Prozesse mit vielen Schritten Prozesse, bei denen andere Leute involviert sind Abhängigkeiten zwischen Prozessen Parallelität Dass Organisationen/Firmen/… oft sehr viele Prozesse haben Vermischung von Abstraktionsebenen, und: dass man oft nicht weiß, wie doll man wann ins Detail gehen soll

In diesem Kurs wollen wir darüber reden, was ein (Geschäfts-)Prozess ist und wie man ihn beschreiben oder modellieren/zeichnen kann. Wir wollen uns verschiedene Arten und Weisen anschauen, Prozesse aufzuschreiben, und üben, mit dem Standard „BPMN“ (Business Process Model Notation) Prozesse zu modellieren.

Wenn wir genug Zeit haben, würde ich gerne eine Kursschiene einen Ausflug in das Thema Business Continuity Management (aka „Was ist ein kritischer Geschäftsprozess?“) machen. Ich werde die interessanten Teile (vollkommen subjektiv ausgesucht) einer Informationssysteme-Vorlesung (für BWL- und Wirtschaftsinformatikstudis) vorstellen und mit Beispielen und Diskussionen veranschaulichen. Den Themenbereich Prozessoptimierung werde ich weitesgehend ausklammern.

Es sind keine Vorkenntnisse oder Vorbereitung nötig.

Jenny hat Informatik studiert und berät jetzt zu IT-Themen den öffentlichen Dienst. Dabei kommen ihr durchaus auch mal schlechte, unnötig komplizierte oder undokumentierte Prozesse unter.

B-25. Analoge Schwarzweißfotografie 

Teil B.

Ihr wolltet schon immer wissen, was eigentlich in einem Fotolabor passiert? Ihr möchtet euch intensiv mit Fotografie auseinandersetzen, insbesondere mit scheinbar „veralteter“ Technik? Oder ihr wollt einfach mehr über Fotos lernen als nur „Knopf drücken und Bild angucken“, zum Beispiel auch, was Instant-Kaffee in dieser Kursbeschreibung verloren hat? Dann seid ihr in diesem Kurs genau richtig!

Wir werden wie zur Zeit der Kamera-Dinosaurier Fotos auf Filmen aufnehmen, diese Filme entwickeln und dann von den daraus entstandenen Negativen die eigentlichen Fotos vergrößern. Natürlich werden wir viel fotografieren, aber der Schwerpunkt der Kursarbeit soll auf der Fotolabor-Praxis liegen. Wir werden mit grundlegenden Arbeitsweisen beginnen und uns Schritt für Schritt an komplexere Techniken heranarbeiten. Auch der theoretische Hintergrund soll dabei erkundet werden. Insgesamt wird der Kurs ziemlich frei gestaltet werden, es wird genug Raum auch für unkonventionelle Experimente geben.

Ihr braucht für den Kurs keine Vorkenntnisse oder Voraussetzungen. Mitbringen solltet ihr Neugierde, Lust auf Fotografieren, viel Geduld und, wenn möglich, eine analoge Spiegelreflexkamera. Gebt bitte bei der Anmeldung an, ob ihr eine Kamera mitbringen könnt, damit ich ansonsten versuchen kann, welche zu organisieren.

Da wir im Kurs mit Fotochemikalien arbeiten werden, ist eine Teilnahme nur für Volljährige oder für Minderjährige mit separater Einverständniserklärung möglich. Die Einverständniserklärung erhaltet ihr nach Kurszuteilung. Außerdem ist pro Person ein Materialbeitrag von grob 25 € erforderlich.

Hinweis: Analoge Fotomaterialien (Filme und Papier) enthalten kleine Mengen Gelatine und sind dementsprechend nicht vegetarisch.

Philip ist Postdoc in der mathematischen Gravitationsphysik, hat viel zu lange keine analogen Fotos mehr entwickelt und möchte das endlich mal wieder machen.

B-26. Programmieren in Rust 

Teil B.

Es findet nur entweder dieser, oder Kurs B-27 statt

Rust ist eine moderne Programmiersprache, die für viele verschiedene Gebiete der Software-Entwicklung verwendet werden kann. Neben der Anwendungsentwicklung (Schreiben von „normalen“ Computerprogrammen), ist es auch als „Systemprogrammiersprache“ geeignet, etwa um Teile von Betriebssystemen oder Software für Microcontroller zu programmieren. Selbst Web-Entwicklung kann man inzwischen in Rust umsetzen.

Dabei ist Rust eine kompilierte imperative Programmiersprache (ähnlich zu C, C++, oder Java), enthält aber auch diverse Ideen aus funktionalen Programmiersprachen. Das ermöglicht es, strukturierten und abstrahierten Code zu schreiben, der gleichzeitig auch sehr performant ist. Insgesamt ist die Programmiersprache stark darauf optimiert, dass der Code gut wartbar ist (sich also leicht nachvollziehen und ändern lässt) und möglichst viele Bugs von vornherein verhindert werden. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dabei der „Borrow Checker“, mit dem der Rust-Compiler verhindert, dass man Speicherfehler in sein Programm einbaut (wie es in C und C++ gerne passiert).

Unter anderem diese Eigenschaften machen Rust auch zu einer sehr beliebten Programmiersprache: Seit 2016 ist es in der jährlichen Umfrage von Stackoverflow die „most admired“ Programmiersprache unter allen Programmieren (der jeweiligen Programmiersprachen). Allerdings bringt es auch auch eine recht steile Lernkurve mit sich, die wir in diesem Kurs hoffentlich überwinden können. :)

Dieser Kurs richtet sich an alle, die schon (in einer beliebigen anderen Sprache) programmieren können. Wir werden Rust von den Grundlagen an durchnehmen und dabei immer den Bezug zu anderen Programmiersprachen, die Ihr schon kennt, herstellen. Wie in Programmierkursen üblich werden wir viel an praktischen Übungen ausprobieren.

Michael programmiert seit vielen Jahren in verschiedenen Sprachen und verdient seit 4 Jahren auch sein Geld damit – allerdings leider hauptsächlich mit C++-Code (und nicht Rust). Rust hat er sich vor längerem anhand von Online-Material beigebracht und seitdem verschiedene Freizeit-Projekte damit umgesetzt, z.B. die Implementierung des Kurseinteilungs-Algorithmus und des Online-KüA-Plans für den CdE.

B-27. Elektrotechnik & Elektronik 

Teil B.

Es findet nur entweder dieser, oder Kurs B-26 statt

In diesem Kurs soll es um die praktische Umsetzung und Berechnung von elektrischen und elektronischen Schaltungen gehen.

Zunächst wiederholen wir die wichtigen physikalischen Größen (Ladung, elektrische Spannung, elektrischer Strom). Dann werden wir verschiedene elektronische Bauelemente1 (Widerstände, Kondensatoren, Spulen, Transistoren, Dioden, usw.) anschauen (ganz praktisch), sowie ihre Funktionsweise und mathematisch-physikalischen Beschreibung.

Außerdem wollen wir daraus einfache elektronische Schaltungen bauen. Damit wir die Eigenschaften der Schaltungen berechnen können, werden wir die entsprechenden Gesetzmäßigkeiten (u.a. Kirchhoff‘sche Regeln, Bauteilgleichungen, Zeitverhalten) und Rechenmodelle für Gleich- und Wechselstrom (u.a. komplexe Wechselstromrechnung) durchnehmen.

Als Voraussetzung für den Kurs sind Oberstufen-Mathematik-Kenntnisse erforderlich (einfache Differential- und Integral-Rechnung). Außerdem solltest Du keine Angst vor Formeln und Gleichungen haben. Der Kurs wird im Wesentlichen einer üblichen „Einführung in die Elektrotechnik“-Vorlesung entsprechen, mit ein paar Ergänzungen aus der „Schaltungstechnik“; wenn Du Elektrotechnik im 2. Semester oder höher studierst, würdest Du Dich also sicher langweilen.

Michael ist Software-Entwickler und hat auch gar nicht Elektrotechnik studiert, aber in seinem Bachelor „Technische Informatik“ und seinem Master „Automatisierungstechnik“ diverse Vorlesungen aus der E-Technik gehört. Daneben hat er in seiner Freizeit inzwischen einiges an praktischem Wissen zum Aufbau von elektronischen Schaltungen gesammelt und lernt gerade für die Amateurfunk-Prüfung, die viele der im Kurs enthaltenden E-Technik-Grundlagen umfasst.


  1. Streng genommen sind es teils „elektrische“ und teils „elektronische“ Bauelemente 

B-28. „Die Kunst des Liebens“ 

Teil B.

Erich Fromms Die Kunst des Liebens aus dem Jahr 1956 setzt sich auf philosophische Weise mit der Liebe auseinander. Dabei steht im Fokus, dass Liebe nicht etwa ein Gefühl ist, das Menschen überkommt, sondern aktiv erlernt und angestrebt werden muss. Fromm hält der weitverbreiteten Haltung, dass geliebt zu werden die Hauptschwierigkeit ist, entgegen, dass vielmehr das Erlernen der Fähigkeit zu lieben die Herausforderung ist, der der Mensch begegnen muss. Er kritisiert den Konsumcharakter gängiger Liebesvorstellungen und entwickelt einen positiven Gegenentwurf.

Wir werden im Kurs das gesamte Buch besprechen. Voraussetzung zur Kursteilnahme ist die intensive Vorbereitung des Textes (ca. 150 Seiten) im Vorfeld.

Merlin hat Mathematik studiert und arbeitet als Dozent an der Europa-Universität Flensburg. Katja promoviert zur Philosophie Dantes in Leipzig und arbeitet als Lektorin.

B-29. Kryptographie jenseits von Verschlüsselung 

Teil B.

Kryptographie ist überall: Beim Surfen im Internet, beim Bezahlen mit EC-Karte, Benutzen eines elektronischen Autoschlüssels, Verwendung der neuen Personalausweises oder vielleicht auch bei Kryptowährungen kommt wir heute viel mit Kryptographie in Berührung. Während Kryptographie ursprünglich die Kunst des Verschlüsselns vertraulicher Daten bezeichnet, hat sich daraus eine Wissenschaft entwickelt, deren Verfahren unter anderem(!) zum Einsatz kommen, wo immer digitale Daten vor unberechtigtem Zugriff geschützt werden sollen. Neben Verschlüsselung fallen darunter auch digitalen Signaturen uvm. In diesem Kurs werden wir zum einen lernen, was moderne Kryptographie ausmacht: formale Methoden, vorwieged klare, in der Sprache der Mathematik formulierte, Definitionen und wie man mit diesen arbeitet. Weiterhin werden wir einige kryptographische Verfahren kennen lernen. Dabei werden wir in diesem Kurs das Augenmerk fast ausschließlich auf Anwendungen legen, in den es nicht nur um Verschlüsselung oder ein einfaches Signieren von Daten geht.

Notwendige Vorkenntnisse für den Kurs sind Vertrautheit mit mathematischer Denkweise.

Gottfried hat Mathematik and der LMU studiert, an der Ruhr-Universität Bochum über Krytologie promoviert und arbeitet derzeit als Forscher für die Ethereum Foundation. Er hat in der Vergangenheit schon mehrere Kurse über Kryptographie im CdE gehalten. Während der Aspekt der formalen Methoden sich mit vergangenen Kursen überlappt, wird dieser Kurs andere Verfahren für andere Problemstellungen betrachten als vergangene Kurse.

B-30. Aufrechter Gang- wie geht das? 

Teil B.

Die Entstehung des aufrechten Gangs hat viele Vorteile für die Menschheit gebracht. Die plötzliche Auswahl an neuen Nahrungsmitteln und die Möglichkeit unsere „Vorderpfoten“ aka Hände für neue Dinge wie Tragen und vieles mehr zu verwenden. Doch was ist daraus geworden? Zu was hat sich der Gang verändert und welche Fehler haben sich bei uns eingeschlichen? Was ist überhaupt ein Fehler beim Gehen? Lass uns zusammen einen Deep Dive in ein sehr explizites Teilgebiet der Physiotherapie starten. Finden wir heraus was wissenschaftlich als der „normale“ Gang anerkannt wird und welche Unterschiede es dennoch unter uns gibt und wie sie entstehen konnten.

Die Ganganalyse ist eines der wichtigsten Tools in der Befunderhebung bei einem neuen Patienten, falls angebracht. Das Erkennen wieso der Mensch läuft wie er läuft und wie man als Therapeut:in da überhaupt unterstützen kann, ist eins der schwierigsten Behandlung bis heute für mich. Ganganalyse ist easy to learn but hard to master. Dementsprechend möchte ich mit euch nicht nur die Theorie anschauen, sondern auch in die Praxis gehen und euch zeigen, wie man den Gang analysieren kann.

Vicky ist Physiotherapeutin seit nun fast sieben Jahren, liebt ihren Job über alles und teilt ihr Wissen über den menschlichen Körper mit jedem, der es natürlich wissen möchte. Die Ganganalyse hat es ihr seid der Ausbildung sehr angetan und hat sie dann auch in ihren Fortbildungen zur Bobath-Therapeutin und Manual Therapeutin (noch in Arbeit) begleitet. Achtung! Dezenter Körperkontakt kann/wird in diesem Kurs stattfinden.

B-31. Paartanz für Anfänger*Innen 

Teil B.

Dieser Tanzkurs bietet den Einstieg in die Welt der Standard- und Lateintänze und richtet sich an alle ohne oder mit geringer Tanzerfahrung und an die, die diese wieder auffrischen und erweitern wollen. Gemeinsam werden wir die zugrundeliegenden Techniken, typische Schrittfolgen, sowie verschiedene grundlegende Figuren in den einzelnen Tänzen aneignen.

Wir würden hierbei erstmal den Fokus vor allem auf die Tänze Rumba, ChaChaCha, Langsamer Walzer und Tango legen und zwischendurch den Discofox einstreuen. Abhängig von eurem Interesse erweitern wir die Palette nach Belieben um z.B. Quickstep, Jive oder Samba; auch wären Exkursionen darüber hinaus zu Salsa und Bachata möglich.

Für diesen Kurs ist bisher ein Durchwechseln der Paare angedacht, sodass ihr im Vorhinein keinen Partnerdino braucht und zudem verschiedene Erfahrungen mit Führen und Folgen erlangt. Auf Wunsch ist es jedoch möglich während des gesamten Kurses in einer festen Paarung zu bleiben.

Matze findet Tanzen super und möchte am liebsten sooo viele mehr davon begeistern. Insbesondere die dazugehörige Technik, mit der er sich seit dem Turniereinstieg umso mehr beschäftigt. Katharina wurde auf einer CdE-Akademie vom Tanzfieber angesteckt. Seitdem tanzt sie viel beim Hochschulsport und freut sich, andere Menschen und Dinos auch vom Tanzen zu begeistern.

BC-01. Wirtschaft ist für alle Dinos da - Care und Produktion demokratisch organisieren 

Teil B and Teil C.

Dieser Kurs wird nur auf einer der beiden Hälften stattfinden

Trotz Dinokratie Demokratie entscheiden wenige, was, wie und wie viel produziert wird. Wenn „die Wirtschaft“ aber doch die Menschen versorgen soll, sollten dann nicht auch alle darüber entscheiden?

Im Kurs befassen wir uns zunächst kritisch damit, was Wirtschaft ist, wie über sie gedacht wird und wozu sie dienen soll. Über Theorien vom menschlichen Handeln und politischer Organisation nähern wir uns den Kernfragen: Wie könnten wir auch über wirtschaftlichlichen Fragen demokratisch entscheiden? Welche Entscheidungsmethoden sind geeignet, um partizipativ zu planen, was wir produzieren wollen und wie wir reproduktive (Care-)Arbeit verteilen und organisieren wollen?

Gemeinsam wollen wir uns verschiedene Modelle anschauen, wie historische oder aktuelle Planwirtschaften strukturiert sind, aber auch, wie das demokratisch ginge. Im Anschluss wollen wir dann zusammen ein System designen, wie wir uns Planung und Entscheidungsfindung in der Wirtschaft vorstellen – oder noch grundlegender: diskutieren, ob wir das sinnvoll bzw. wünschenswert fänden.

Mo studiert sozial-ökologische Ökonomik in Wien, hat besonderen Gefallen an philosophischen und politiktheoretischen Zugängen und ist aktiv in der Bewegung für eine plurale Wirtschaftslehre (Netzwerk für Plurale Ökonomik) und Degrowth Vienna.

Hanna ist in der Vergesellschaftungsbewegung aktiv, insbesondere bei RWE und Co. enteignen, und beschäftigt sich unter anderem damit, wie Wirtschaft demokratisch gestaltet werden könnte. Außerdem studiert sie Politikwissenschaften. Auch in diesem Zusammenhang setzt sie sich mit Lottokratien auseinander.

C-01. Newton will nicht, dass du DIESEN Trick kennst! 

Teil C.

1687 stellte Sir Isaac Newton seine drei Grundgesetze der Bewegung vor, die auch heute noch in Schule und Studium relevant sind. Hierbei beschreibt man Kräfte auf Objekte mithilfe von Vektoren, die die Geschwindigkeit beeinflussen.

Um diese Axiome soll es in diesem Kurs explizit nicht gehen: Wir werden uns mit dem Lagrange-Formalismus beschäftigen, der 1788 eingeführt wurde. Diese Betrachtung bietet gegenüber der Newton-Mechanik viele Vorteile: Mit der Lagrange-Mechanik können wir beliebig ungewöhnliche Bewegungen einfach berechnen und müssen dabei nur Funktionen betrachten, anstatt auf Vektoren beschränkt zu sein.

Nachdem wir im Kurs die Grundlagen wie Differentialgleichungen und Koordinatentransformationen eingeführt haben, wollen wir gemeinsam mechanische Probleme mit dem Lagrange-Formalismus lösen. Unsere Ergebnisse werden wir auch experimentell überprüfen. Für den Kurs müsst ihr sicher ableiten und integrieren können sowie Spaß am Lösen physikalischer Probleme mitbringen.

Jannik (er/dey) und Kai (er/ihm) studieren in Göttingen Physik und werden im Sommer hoffentlich das vierte Semester abgeschlossen haben. Kai macht in seiner Freizeit gerne Musik und fährt auf Akademien. Jannik hingegen fährt mit seinem Rennrad spazieren, kocht Gerichte aus aller Welt oder stürzt gelegentlich in das Rabbithole der Flugzeuge ab.

C-02. Wir entwickeln einen psychologischen Fragebogen 

Teil C.

Was steckt eigentlich hinter einem psychologischen Fragebogen? Wie messen wir schwer beobachtbare Konstrukte wie Persönlichkeitseigenschaften, Intelligenz und Depression? Und wie sehr können wir den Ergebnissen der Fragebogenauswertung trauen? Um diese Fragen (und diverse andere) zu beantworten, werde ich zunächst in einem Theorieblock erklären, wie Fragebogenkonstruktion funktioniert und dann setzen wir das gelernte direkt um, indem wir selbst einen Fragebogen zu einem Konstrukt eurer Wahl entwerfen und evaluieren.

Gute Fragebogenkonstruktion basiert stark auf Statistik, ihr solltet also keine Angst vor griechischen Buchstaben haben! Wir erarbeiten uns die verwendeten statistischen Werkzeuge aber gemeinsam, daher müsst ihr nur Wahrscheinlichkeiten-Grundwissen mitbringen. Außerdem solltet ihr euch natürlich dafür interessieren, was in Menschen vorgeht; immerhin werden wir darauf hinarbeiten, genau das zu messen.

Max hat Psychologie studiert und promoviert aktuell neben der Psychotherapie-Ausbildung her an einem Lehrstuhl für psychologische Methodenlehre und Diagnostik der LMU München. Auf einem CdE-Studieninformationswochende ist ihm aufgefallen, dass viele Teilnehmende besonders an den Statistik-Anteilen der Psychologie interessiert waren und damit entstand die Idee für diesen Kurs.

C-03. Dinos im Weltall beim Bowling  

Teil C.

Komm mit in eine Welt, in der Katzen auf Motorrädern die Unterwelt regieren, Kinder zu verschollenen Tanten nach  Atlantis reisen und Dinos im Weltall bowlen: deine Phantasie! In diesem Kurs geht es um kratives Schreiben mit Fokus auf Prosa. Vormittags bringe ich Impulse und Übungen zu übergeordneten Aspekten wie Heldenreise, Figurenaufbau, Naturbeschreibungen usw. mit, während die Nachmittage zum freien Schreiben vorgesehen sind. Ihr könnt Ideen mitbringen oder euch vor Ort inspirieren lassen. Vorwissen ist nicht nötig, auch Schreibprofis sind herzlich willkommen!

Anna liebt es, sich in Geschichten zu verlieren, sei es beim Lesen oder Schreiben. Sie hat an vielen Workshops zum Thema teilgenommen und an drei Gemeinschaftsromanen mitgeschrieben. Momentan kommt Anna momentan leider nicht so oft zum Schreiben, wie sie gerne würde und nutzt deswegen die Gelegenheit, es auf der SommerAka in Gemeinschaft zu tun. Vielleicht entsteht ja sogar ein Roman?

C-04. Wie man Gottesdienste feiert – die Liturgie der römisch-katholischen Kirche 

Teil C.

Seit fast 2000 Jahren feiern Christen Gottesdienste. Da waren die Dinosaurier zwar bereits ausgestorben (obwohl man gelegentlich meinen könnte, in der Kirche noch den einen oder anderen vorzufinden), aber dennoch ist das eine lange Zeit, über die sich viele Formen dafür entwickelt und immer wieder verändert haben. Die wichtigste Form des katholischen Gottesdienstes war dabei stets die Heilige Messe, in deren Zentrum die Feier der Eucharistie – des letzten Abendmahles, in dem das Selbstopfer Christi am Kreuz Ausdruck findet – steht. Ihre letzte große Veränderung erfolgte durch das II. Vatikanische Konzil 1962–1965.

Im Kurs möchten wir uns die heutige Liturgie anschauen. Dazu werden wir einen Blick in die Vorschriften zur Durchführung von Gottesdiensten (vor allem das Messbuch, vielleicht auch das Kirchenrecht) werfen. Wir werden uns fragen, welchen theologischen Gehalt die liturgischen Handlungen haben, und dazu in die Konzilstexte schauen. Aus der persönlichen Erfahrung der Kursleiter und ggf. katholischer Teilnehmender möchten wir die Theorie mit der Praxis kontrastieren und Einblicke gewinnen, inwieweit die liturgischen Vorschriften tatsächlich Anwendung finden.

Um an diesem Kurs teilzunehmen, solltest du dich darauf einlassen können, die grundsätzlichen Linien katholischer Theologie für die Dauer des Kurses nicht zu hinterfragen. Offensichtlich ist beispielsweise die gesamte Liturgie nicht sinnvoll, wenn es keinen Gott gibt oder Jesus nur irgendein Mensch war. Grundsatzkritik an Religion oder am Christentum hilft zum Verständnis von Liturge aber nicht weiter, deshalb wollen wir sie in diesem Kurs ausklammern. Wenn wir über die Eucharistie sprechen, kann es aber beispielsweise sinnvoll sein, sich evangelische Formen und Verständnisse des Abendmahles zum Vergleich anzuschauen. Soweit Interesse an der katholischen Liturgie vorhanden ist, ist andererseits ein christliches oder gar katholisches eigenes Bekenntnis keine Voraussetzung für eine Teilnahme.

Die Kursleiter sind in katholische Familien geboren und ihr ganzes Leben katholisch. Phrygisch hat die Liturgie als Ministrant kennen gelernt und ist heute als Kommunionhelfer in ihr aktiv. Maarten besucht die Kirche inzwischen eher selten, fragt sich jetzt aber schon eine Weile, was es mit den ganzen Aktivitäten während eines Gottesdienstes eigentlich genauer auf sich hat.

C-05. Zwischen Schuppen und Farnen – Puzzeln in der Urzeit 

Teil C.

Zwischen urzeitlichen Landschaften, schuppigen Giganten und Farnen wollen wir in diesem Kurs vor allem eines: puzzeln. Ganz entspannt, ohne Zeitdruck (es sei denn, ihr trainiert heimlich für die nächste Meisterschaft), zusammen an einem größeren Puzzle oder auch für sich an einem eigenen. Du kannst dabei ruhig vor dich hin tüfteln, nebenbei mit anderen quatschen oder dich gemeinsam freuen, wenn ein Teil endlich passt. Wenn es sich ergibt, können wir auch ein bisschen über Strategien sprechen, wobei der Fokus auf dem Puzzeln liegen soll. Ich werde einige Puzzles mitbringen. Ihr dürft aber auch sehr gerne selbst welche mitbringen, dazu werden wir uns im besten Fall vor der Akademie absprechen.

Johanna hat vor einem Jahr ihre Freude am Puzzeln wiederentdeckt. Seitdem sitzt sie entweder entspannt an größeren Motiven oder probiert sich auch mal mit Zeitdruck an einem 500-Teile-Puzzle aus. Im Alltag arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Wetterdienst.

C-06. Ist das nur Zufall oder ist es statistisch signifikant? 

Teil C.

An verschiedensten Stellen werden heute Daten gesammelt: ob man privat beim Sport Laufzeiten aufschreibt, in Studium bzw. Forschung Messwerte erfasst oder auf der Arbeit Kundendaten auswertet. Insbesondere in (empirischer) Wissenschaft sollen jedoch nicht nur diese Daten beschrieben werden, sondern es sollen auch belastbare Schlussfolgerungen daraus gezogen werden. Dazu werden in der Regel statistische Tests genutzt, um festzustellen, ob ein Ergebnis „statistisch signifikant“ ist. Aber was bedeutet dabei statistisch signifikant, wie funktionieren diese Tests und welche Stolperfallen sollte man bei ihrer Nutzung vermeiden? Darum soll es in diesem Kurs gehen.

Neben diesen Hypothesentests soll es zudem auch um einen weiteren Aspekt der statistischen Inferenz sprechen: Konfidenzintervalle. Dabei werden sowohl parametrische Methoden (wie der t-Test und auf der Normalverteilung basierende Konfidenzintervalle) als auch nicht-parametrische Methoden (wie der Mann-Whitney-U-Test und Bootstrap-Konfidenzintervalle) vorkommen. Vorrangig soll es um die Konzepte hinter diesen gehen, sowie was man bei der Auswahl, Anwendung und Interpretation beachten sollte; je nach Interesse kann auf mathematische Details in Herleitungen mehr oder weniger stark eingegangen werden.

Ein grundlegendes Interesse an mathematischen Themen ist für diesen Kurs sehr empfehlenswert, ansonsten sollten jedoch Kenntnisse aus der Schule ausreichen. Während viele Methoden sich begrenzt auch per Hand berechnen lassen, sind die Berechnungen bei anderen Methoden oder großen Datenmengen zu aufwendig. Bei diesen ist ein Laptop notwendig, um sie selbst auszuprobieren, ich werde diese aber auch demonstrieren.

Nicolas promoviert in Data Science an der Universität Regensburg. Dabei liegt der thematische Fokus in Statistik und Machine Learning, insbesondere auf der Theorie hinter bestimmten Machine Learning Algorithmen. Zudem nutzt er auch Methoden der statistischen Inferenz in Zusammenarbeit mit anderen Forschungsgruppen bei der Analyse ihrer Daten.

C-07. Akrobatik für alle 

Teil C.

Viele Grüße von Acrosaurus Rex 🦖.

Zum Akademieleben zählen Akrobatik-KüAs schon lange dazu. Vielleicht warst auch du schon einmal dabei und hast als Oberperson auf einer anderen Person gestanden, gekniet, gesessen oder gelegen bzw. als Unter jemanden auf dir balanciert? Vielleicht hast du dies bisher nur bewundert und willst es nun endlich auch mal selbst ausprobieren und dabei gleich so richtig einsteigen? Bekannt ist (Partner- und Gruppen-)Boden-Akrobatik vor allem aus dem Zirkus, vielleicht kennst du auch den Dirty-Dancing-Flieger.

Mit diesem Kurs hast du die Möglichkeit, eine Woche lang Akrobatik zu trainieren. Du wirst viele Figuren und Übergänge in verschiedenen Schwierigkeitsstufen kennenlernen und üben. Auch für Reflexion und Dehnung nehmen wir uns Zeit. Erfahrungsgemäß wirst du nach zwei Tagen Muskelkater haben – und die Woche dennoch gut durchhalten. Von Tag zu Tag wirst du deine Fortschritte spüren und sehen.

Wir brauchen stabile Teilnehmende ebenso wie leichte, und auch wer weder muskelbepackt noch ein Fliegengewicht ist, ist herzlich willkommen. Mit guter Technik sparen wir Kraft! Mitbringen solltest du eine gewisse Sportlichkeit, denn für Akrobatik brauchen wir eine magische Mischung aus Gleichgewicht, Kraft, Körperspannung, Beweglichkeit und Vertrauen in wechselnde Partner.

Vorkenntnisse in Akrobatik, Turnen etc. sind möglich, für diesen Kurs aber nicht nötig. Es geht für alle mit guten Grundlagen los und wird sich dann gemeinsam und individuell steigern.

Voraussetzung ist die regelmäßige Teilnahme (Ausnahmen z.B. für Eltern nach Absprache möglich) und die Bereitschaft, einen kleinen Vortrag zu halten und eine halbe Seite zu schreiben. Die Regeneration außerhalb der Kurszeit ist auch wichtig. Morgens starten wir gemeinsam pünktlich mit dem Mattenaufbau. Vor der Aka gibt es ein paar kurze Texte zur Einstimmung und die Empfehlung, etwas Sport zu machen.

Nach Erfahrungen aus vorherigen Kursen wird es eine vertrauensvolle Woche voller Herausforderungen und Erfolgserlebnisse – und für manche ein neuer Lieblingskurs im Hochschulsport.

Dort hat auch der Kursleiter zur Akrobatik gefunden und danach die Tradition der Akrobatik-KüAs auf Akademien wiederaufleben lassen. Die Kursleiterin hat vor einigen Jahren auf der SommerAkademie begonnen und landete dann im Hochschulsport und schließlich im Verein.

Hinweis zur Kurswahl: Dieser Kurs ist für Neulinge und etwas Fortgeschrittene.

C-08. Dinos häkeln 

Teil C.

Ihr findet Dinos toll, häkelt gerne oder wollt es lernen? Passend zum Akademiemotto wollen wir Dinos häkeln - egal ob als Amigurumi, Decke oder Muster im Schal. Zu Beginn des Kurses werden wir die Grundlagen des Häkeln erlernen und dann an ersten kleinen Projekten üben. Anleitungen für ein paar kleinere Kuscheldinos und zweifarbige Muster z.B. für einen Topflappen werde ich vorbereiten, aber ihr könnt auch eure eigene Anleitung mitbringen. Falls ihr gerne häkeln lernen wollt, aber nicht viel Interesse an Dinos habt, werden wir sicher ein anderes schönes Projekt finden.

Wenn ihr bereits Häkelerfahrung habt und euch mal an einen lebensgroßen Dino oder ein anderes Großprojekt wagen wollt, seid ihr natürlich auch herzlich willkommen.

Bezüglich der Materialien würde ich vor Kursbeginn eine Mail schreiben und abfragen, wer sich alles (womit) selbst versorgt oder gerne Garn, Füllwatte oder Nadeln mitgebracht bekommen möchte. Die dafür entstehenden Kosten würde ich dann entsprechend umlegen.

Paule häkelt seit etwa 10 Jahren und kann sich dabei hauptsächlich für niedliche (und idealerweise einigermaßen realistische) Kuscheltiere begeistern, die möglichst wenig Nähen erfordern.

C-09. Kunst statt Meteoriten: Der Specksteinkurs 

Teil C.

Steine können nicht nur vom Himmel regnen und Dinos auslöschen, sondern auch weich sein und sich für Bildhauerei eignen. Auch wenn die Steinzeit noch in ferner Zukunft liegt, wollen wir in diesem Kurs gemeinsam Speckstein bearbeiten. Diese Materialien kennt man vielleicht vor allem aus der Grundschule, was aber nicht heißt, dass sie nicht auch für anspruchsvolle Werke geeignet sind. Der KL-Dino hat vor allem Erfahrung mit Skulpturen die Menschen, Tiere (zum Beispiel Dinos) oder Gesichter darstellen; den Teilidino sind in der Hinsicht aber natürlich keine kreativen Grenzen gesetzt. Stein lädt dazu ein auch abstraktere Kunst zu machen. Wenn Teilidinos daran Interesse haben, gibt es auch optional erst eine Einführung in die 3-dimensionale Kunst mit Tonbearbeitung.

Teilidinos sollten einplanen, dass die geschaffenen Kunstwerke Gewicht und Volumen haben und nach der Aka nach Hause transportiert werden wollen.

Anton hat schon früh Freude an Ton gefunden und in seiner Kindheit jedes Jahr eine Woche Ferien bei einer Bildhauerin verbracht. Später hat Anton auch Speckstein entdeckt und dies in anderen Ferien praktiziert. Ansonsten hat Anton Physik studiert (war eher weniger wie Urlaub).

C-10. 5D Schach 

Teil C.

Als die Dinosaurier vor etwa 66 Millionen Jahren endgültig schachmatt gesetzt wurden, konnten sie sich nicht wirklich dagegen wehren. Mittlerweile ist unsere Technologie aber so weit fortgeschritten, dass wir uns das ganze noch einmal genauer anschauen können.

5D Schach erweitert klassisches Schach um 2 weitere Zeitachsen, wodurch man zurück in die Vergangenheit (oder die Zukunft) reisen, neue Paralleluniversen öffnen, und anschließend auch durch diese Universen reisen kann. Die möglichen Züge aller Figuren werden so erweitert, dass sie sich nicht nur physisch auf ihrem Brett bewegen können, sondern auch temporal durch die beiden neuen Zeitachsen.

Aufgrund der geschickt gewählten Regeln stellt sich heraus, dass die Bedrohung einer Zeitreise deutlich stärker ist als die Ausführung selbst, was dazu führt, dass „echte“ Spiele meist ganz ohne Zeitreisen auskommen. Das führt dazu, dass das Spiel nicht in Komplexität explodiert und über die letzten Jahre diverse Eröffnungstheorie erschaffen wurde. Im Kurs werden wir uns genau diese Theorie überlegen. Vorher werden wir natürlich alle Regeln durchgehen, Puzzles lösen und 5D-exklusive Strategien wie den oder den „Jurassic Rook“ sehen, bei dem man den eigenen Brachiosaurus (Turm) so weit in die Vergangenheit zieht, dass man das Spiel entscheiden kann, bevor der Asteroid (die gegnerische Dame) überhaupt eingeschlagen ist.

Für den Kurs solltet ihr mit den Regeln von klassichem Schach vertraut sein. Man braucht zum Glück weder Vorkenntnisse in 5D Schach, noch krasse 5 dimensionale Visualisierungsskills. Es ist sinnvoll, aber nicht notwendig, das Spiel auf Steam zu besitzen.

Levon hat diesen Kurs in der Vergangenheit schon einmal gehalten und sieht die neuen Entwicklungen in der 5D-Theorie, sowie das Motto dieser Akademie als Anlass, ihn noch einmal anzubieten.

C-11. Sprechen über das Absolute?!? 

Teil C.

Das Absolute ist der unbedingte Grund von allem, der als solcher alles Andere bedingt – dessen Sein, dessen Verstehbarkeit, eventuell auch dessen Gut-Sein. Wir Menschen bewegen uns mit unserem Wahrnehmen, Denken und Sprechen normalerweise im Bereich des Bedingten. Bisweilen versuchen wir aber auch, über das Unbedingte, das Absolute, zu sprechen: in metaphysischen Entwürfen der Philosophie, in der Theologie, in der Liturgie, in der Mystik, in der Literatur, … Wie tun wir das? Wie gehen wir dieses eigentlich völlig verrückte Unterfangen an? Wie gestalten sich diese Sprechversuche über etwas, das (wahrscheinlich) jenseits unseres erkenntnismäßigen Zugriffs liegt?

Wir wollen uns im Kurs verschiedene Konzeptionen des Absoluten anschauen (z. B. das rein Eine Plotins, die trinitarische Konzeption des neuplatonischen Nus mit ihren Auswirkungen auf die Konzeption des trinitarischen Gottes des Christentums, die Substanz Spinozas, den Pantheismus Hölderlins, …) und untersuchen, wie in ihnen über das Absolute gesprochen wird. Werden Eigenschaften zugeschrieben (kataphasis)? Vereinbare oder eigentlich unvereinbare (mit dem Ergebnis von Paradoxien und Oxymora)? Werden Eigenschaften abgesprochen (apophasis)? Werden Gleichnisse und Analogien benutzt? Metaphern, Allegorien, Symbole, Chiffren? Ironie? Gibt es Methoden indirekter Darstellung? Fragmente? Wird die Sprache musikalisch? Geht sie über zu referenzlosen Lauten? Endet sie letztlich im Schweigen?

Ich weiß noch nicht, was genau wir alles lesen werden, und auch noch nicht im Detail, zu welchen Ergebnissen wir kommen werden, aber ich weiß sicher, dass dieser Kurs eine Mischung aus Philosophie, Theologie, Literaturwissenschaft und Textlinguistik wird. Ich denke, dass wir von Anaximander über (Platon?,) Plotin, das Johannes-Evangelium, Meister Eckhart, Angelus Silesius und Spinoza bis zu Hölderlin, den Romantikern und vielleicht Kafka und C. S. Lewis reisen werden – mit bestimmt noch mehr Reisestationen! (Und ohne 100%-ige Garantie, dass all die jetzt Genannten vorkommen werden.) Die benutzten Ausgaben werden möglichst zweisprachig sein, so dass der besprochene Text immer auch auf Neuhochdeutsch vorliegen wird. Möglicherweise werden wir auch kurze Filmausschnitte ansehen. Es wird auch für mich eine Entdeckungsreise werden.

Vorwissen braucht ihr kein spezifisches. Voraussetzung ist nur, dass ihr offen seid gegenüber Philosophie, Theologie, Literatur und genauer Textlektüre. Insbesondere ist es keine Voraussetzung, an die Existenz eines wie auch immer konzipierten Absoluten zu glauben! Da ich dessen Existenz für menschlich nicht wissbar halte (lediglich für glaubbar), werden wir dessen Existenz oder Nicht-Existenz gar nicht erörtern. Ihr braucht also nur Interesse an verschiedenen Sprechversuchen über das Absolute in den letzten 2600 Jahren im Abendland. (Wir werden nicht nach Indien, China, Japan etc. schauen, weil ich nur Texte sprachlich analysieren möchte, deren Originalsprache ich zumindest einigermaßen verstehe – jedenfalls in einem Kurs, in dem ich dafür verantwortlich bin, dass wir keinen kompletten Blödsinn machen :-).) Momentan plane ich, dass ihr nichts vorbereiten müsst, außer vielleicht einen einführenden Sekundärliteratur-Aufsatz zu lesen. Wir können uns aber natürlich vorher absprechen und vereinbaren, ein bestimmtes Werk im Voraus zu lesen – das wäre dann aber ein mit Freude zu lesender Roman oder eine schöne Erzählung, der/die zu lang ist, um im Kurs gelesen zu werden, und kein komplizierter philosophischer Text.

Nina hat Germanistik und Philosophie studiert. Sie kann sich für Untersuchungen, wie die Wirkung eines Textes und insbesondere sprachliche Schönheit zustande kommt, genauso begeistern wie für die Diskussion abstrakter Fragen, gerne höchste (metaphysische) Prinzipien betreffend. Am liebsten analysiert sie philosophische Literatur, weil dabei abstrakte Gedanken in sinnlich schönem Gewand erscheinen, gewissermaßen verdoppelt, auf Verstandesebene und in Entsprechung auf sinnlicher Ebene, so dass der ganze Mensch angesprochen wird. Außerdem musiziert und handarbeitet sie gerne mit anderen und mag Spaziergänge in der Natur, vor allem wenn dabei Tiere zu treffen sind.

C-12. Beweisen mit Suchtfaktor: Mathematik formalisieren mit Lean 

Teil C.

Wart ihr schon einmal sehr überzeugt davon, diese eine Übungsaufgabe gelöst zu haben, aber eure Lösung enthielt doch einen subtilen Fehler und damit war euer gesamter Beweis nutzlos? Habt ihr schon einmal eine KI nach einem mathematischen Beweis gefragt, aber dann festgestellt, dass der Output zwar sehr plausibel klingt, aber ihr eigentlich keine Ahnung habt, ob er nicht nur eine Halluzination ist? Kurz: habt ihr euch schon einmal gewünscht, einen Beweis einfach einem Computerprogramm geben zu können, das dann entscheidet, ob er richtig ist?

Die gute Nachricht: Solche Computerprogramme gibt es. Mit sogenannten „Beweisassistenten“ wie der Programmiersprache Lean kann man mathematische Beweise in Computerprogramme „übersetzen“. Wenn man es hinbekommt, seinen Beweis in ein kompilierendes Lean-Programm zu übersetzen, kann man sich sicher sein, dass der Beweis richtig ist - vorausgesezt, man hat die Aussage, die man beweisen wollte, richtig in Lean übersetzt.

Die schlechte Nachricht: Das Beweisen wird dadurch nicht einfacher. Im Gegenteil, beim Formalisieren denkt man mindestens die Hälfte der Zeit nur über Aussagen nach, die völlig offensichtlich sind. Dementsprechend wird euch der Kurs definitiv nicht von der Notwendigkeit, Beweise von anderen Personen im Detail zu verstehen, befreien. Dafür könnt ihr euch aber von einem Beweis in Lean sicher sein, dass ihr ihn wirklich verstanden habt.

In diesem Kurs wollen wir die Grundlagen des Beweisassistenten Lean und der Arbeit mit seiner mathematischen Library, der sog. mathlib, lernen. Den ersten Block werden wir mit einer kurzen Einführung der mathematischen Basis von Lean, der sogannten Dependent Type Theory, verbringen. Der Rest des Kurses wird hauptsächlich der eigenständigen Benutzung von Lean gewidmet sein, wobei ich zwischendurch immer wieder ein neues Konzept erklären werde und es anschließend genug Zeit geben wird, es anzuwenden. Je nach Interesse und Zeitplanung wird es am Ende des Kurses noch die Möglichkeit geben, selbstständig oder in Kleingruppen an eigenen Mini-Lean-Projekten zu arbeiten.

Achtung: Lean macht sehr viel Spaß. Wenn man einmal damit anfängt, kommt man nicht mehr so schnell davon weg:) Wer vor dem Kurs es nicht erwarten kann, Lean schon einmal auszuprobieren, dem sei die folgende Website empfohlen: https://adam.math.hhu.de/#/g/leanprover-community/nng4 Vorkenntnisse im Programmieren (egal in welcher Programmiersprache) sind für den Kurs nicht notwendig, können aber an manchen Stellen hilfreich sein. Wer eine funktionale Programmiersprache (z.B. Haskell) kennt, könnte sich am Anfang etwas langweilen, wird aber trotzdem viel Neues lernen. Sehr komplizierte Mathematik werden wir im Kurs auch nicht sehen, da in Lean bereits die mathematischen Basics sehr kompliziert sein können, ihr solltet euch für den Kurs allerdings auf jeden Fall mit dem Konzept eines mathematischen Beweises sicher fühlen und vollständige Induktion kennen und anwenden können. Außerdem wäre es gut, wenn ihr die Begriffe „Vektorraum“, „Gruppe“, „Ring“, „Körper“ und „Grenzwert“ schon einmal in einem mathematischen Kontext gehört habt und euch damit halbwegs sicher fühlt, das ist allerdings keine harte Voraussetzung - schreibt mich im Zweifelsfall gerne an. Grundsätzlich sollte es ausreichen, eine beliebige „Mathe für X“-Vorlesung gehört zu haben und keine Angst vor Beweisen zu haben.

Für eine Teilnahme am Kurs solltet ihr bereit sein, einen Laptop mit einer integrierten Entwicklungsumgebung (idealerweise Visual Studio Code) zur Aka mitzubringen und im Vorfeld der Aka lean4 und mathlib zu installieren. Die Nutzung eines Online-Lean-Editors ist für den Kurs zwar grundsätzlich ausreichend, allerdings ist das Internet auf dem Eisenberg erfahrungsgemäß sehr schlecht, weshalb ich es nicht empfehlen würde. Eine Anleitung für die Installation von Lean und Mathlib werde ich im Vorfeld des Kurses noch herumschicken. Wenn Ihr nicht wisst, was eine integrierte Entwicklungsumgebung ist, keine Panik, auch dazu schicke ich gerne Informationen.

Ruth studiert Mathematik im 6. Semester, mag Details und formalisiert in ihrer Bachelorarbeit, die sie hoffentlich bis zur Aka abgegeben haben wird, ein Teilgebiet der mathematischen Logik in Lean. Dabei verzweifelt sie häufig daran, wie häufig in mathematischen Texten das Wort „trivial“ steht. Wenn sie gerade nicht fürs Studium Mathe macht, findet man sie auf Mathecamps für Schüler*innen;) (Und außerdem organisiert sie Klimademos, spielt Brettspiele, geht Bouldern oder Roundnet, aber psst…). Außerdem war sie schon vor 2015 überzeugt, dass Apatosaurus und Brontosaurus verschiedene Gattungen sein sollten.

X. Da bleibe ich lieber Fossil; der "sonst-komme-ich-nicht-Kurs" 

Teil A, Teil B and Teil C.

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