WinterAkademie 2018/19: Kurse

Kurse in der 1. Hälfte

0. Orgateam (von Orgateam)

1. [beide Hälften] Ein Ring, sie zu knechten (von Maria Ravvina und Philipp Sander)

Knechtschaft steht jedem bevor, der sich für diesen Kurs entscheidet – zumindest für 16 Stunden, denn etwa so lange dauern alle vier Opern aus Richard Wagners Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“.

Wir werden uns das Werk vollständig zu Gemüte führen. Die andere Hälfte der Kurszeit werden wir über das Gehörte sprechen, philosophieren, musiktheoretisieren und alle Leitmotive von „Abenteuer“ bis „Zorn“ wiederfinden. Unser Zugang wird literarisch, musikwissenschaftlich, musiktheoretisch und womöglich sogar philosophisch sein, musikalische Vorkenntnisse sind jedoch nicht erforderlich. Wir werden die einzelnen Akte in Aufnahmen von 1935 bis 2007 analytisch anhören und uns auf das Werk selbst beschränken, uns also nicht von Inszenierungen ablenken lassen: Die Beschäftigung mit Inszenierungen bleibt dann auf der Basis eines Grundverständnisses der Opern jedem selbst überlassen.

Der Kurs ist nur über beide Hälften wählbar, da eine Teilung des Werkes nicht sinnvoll wäre. Vor dem Kurs sollte man ein bisschen Zeit einplanen, sich mit der Handlung zu beschäftigen. Die Anschaffung eines Textbuches (14 €) mit Leitmotiven ist sinnvoll, aber nicht notwendig.

Maria studiert Musik und Physik und kann sich musikalischen Themen grundsätzlich nicht verweigern. Philipp studiert Physik und Informatik und wusste das, als er sie fragte. Beide dirigieren gerne ausladend mit, wenn sie Wagner hören.

2. [beide Hälften] Rationales Entscheiden in Theorie und Praxis (von Jonas Frey)

Sollte ich die einzige Stelle, an der ich verwundbar bin, für alle sichtbar mit einem Kreuz markieren? Ist es eine gute Idee meine Geschwister und ihre Gefolgsleute umzubringen, um den Mord an meinem Ehemann zu verarbeiten? Mit vergleichbaren aber etwas praxisnäheren Fragen wollen wir uns in diesem Kurs beschäftigen.

Es soll darum gehen, wie man rationale Entscheidungen trifft. Die Definition für eine rationale Entscheidung im Sinne dieses Kurses soll dabei eine Entscheidung sein, die die wahren Präferenzen ausdrückt und die man hinterher nicht bereut.

Um rational entscheiden zu können, müssen wir zunächst einmal wissen, was wir wollen. Das ist zwar im Kern eine Frage, die jeder nur individuell für sich selbst beantworten kann, wir werden uns allerdings trotzdem einige Techniken und Ressourcen anschauen, die helfen können, sich über die eigenen Präferenzen klar zu werden. Wenn wir einmal wissen, was wir wollen, müssen wir natürlich noch überlegen, wie wir das auch erreichen können. Auch damit werden wir uns im Kurs befassen.

Der Kurs wird einen wissenschaftlich klar fundierten Teil haben, in dem wir uns sehr kurz mit formeller Entscheidungstheorie beschäftigen und uns danach verschiedene systematische Denkfehler anschauen, die unsere Entscheidungen und unsere Wahrnehmung der Welt verzerren. Da es leider sehr wenig formale Forschung dazu gibt, wie man im Alltag gute Entscheidungen trifft, werden wir aber auch auf informellere Quellen und eigene Erfahrungen zurückgreifen.

Insgesamt wird der Fokus des Kurses klar auf Dingen liegen, die man im Alltag anwenden kann. In der Kursarbeit werden sich dabei theoretische Inputs vom Kursleiter und Diskussionen oder Gruppenarbeiten in etwa die Waage halten.

Jonas hat im Rahmen des Studiums verschiedene Kurse im Bereich Spiel- und Entscheidungstheorie besucht und versucht aktuell im Rahmen seiner Promotion in Oxford herauszufinden, wie Menschen rationalere Investmententscheidungen treffen können.

Der Kurs ist auf beide Hälften ausgelegt, kann aber auch nur eine Hälfte besucht werden. Bei einem Einstieg in der zweiten hälfte ist dabei eventuell ein paar Stunden Vorbereitung nötig.

3. [beide Hälften] Sturm über Mokattam (von Christian Lütke-Stetzkamp)

In den Dünen von Mokattam (stellt euch ein Ägypten im Mittelalter vor...) liegt so einiges verborgen. Dunkle Mächte aus der Vergangenheit wollen auch heute noch die Welt ins Verderben stürzen. Ihr dagegen seid nur ein paar junge Draufgänger aus dem kleinen Dorf Babatorum, die der alte Nureddin gebeten hat etwas aus einer Pyramide zu holen. Was für ein Abenteuer, endlich kommt ihr aus eurem langweiligen Kaff mal raus! Doch bald werdet ihr gezwungen eure Rolle im immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse zu spielen und den Untergang der Welt, wie ihr sie kennt zu verhindern...

Für alle, die Pen & Paper nicht kennen, ihr schlüpft in die Rollen der Abenteurer, während der Spielleiter die Welt durch seine Erzählungen zum Leben erweckt. Ihr verändert mit euren Handlungen die Geschichte und nutzt dafür die Fähigkeiten eurer Figur.

Wir werden nach dem System Midgard 4 spielen und es wird vorgefertigte Charaktere geben, die darauf warten von euch mit Leben gefüllt zu werden. Egal ob ihr schon mal Pen & Paper gespielt habt oder es ausprobieren wollt, heißt euch Babatorum herzlich willkommen.

Der Kurs findet in beiden Hälften statt und kann nur als Ganzes besucht werden. Ein Ein-/Ausstieg zur zweiten Hälfte ist nicht möglich.

Christian studiert Physik im Master und spielt, sowie leitet regelmäßig P&P.

4. [beide Hälften] Schloss Darkmoor - merkwürdige Vorgänge und alltäglicher Wahnsinn (von Dimitri Scheftelowitsch)

Auf Schloss Darkmoor befindet sich die North Hampshire Independent Co- Educational Boarding School. Es sind die letzten Unterrichtstage vor Weihnachten, und alle fiebern bereits dem großen Fest entgegen. Doch eigentlich ist etwas anderes das beherrschende Thema in der Klasse: Julian und Jennifer sind zusammen! Bei so einer Nachricht kurz vor dem Fest der Liebe - was soll da noch schiefgehen?

Bei diesem Kurs handelt es sich um ein Pen&Paper-Rollenspielabenteuer, bei dem die Spieler in die Charaktere der Schüler schlüpfen und versuchen, den seltsamen Vorkommnissen auf die Spur zu kommen.

Dimitri hat große Freude daran, sowohl Pen&Paper-Rollenspiele zu spielen, als auch welche zu leiten. Dieses Abenteuer entstammt der Feder von Carsten Burgard, der ein Veteran der Pen & Paper-Rollenspiel-Tradition im CdE ist. Gespielt wird nach Midgard-Regeln, Austragungsort ist jedoch die gute alte Erde. Für das Abenteuer gibt es vorgefertigte Charaktere, welche sehr ausführliche Charakterisierungen und ein vordefiniertes Netz sozialer Verflechtungen haben - vorherige Charakterverteilung ist Pflicht! Das Abenteuer ist ein (manchmal mit beiden Augen zwinkerndes) Spiel mit Klischees vor dem Hintergrund von, nun ja, merkwürdigen Vorgängen und alltäglichem Wahnsinn. Geeignet ist es für Anfänger und Veteranen, die gerne mal ein ungewöhnliches Setting ausprobieren wollen.

Dieser Kurs findet in beiden Hälften statt und kann nur als Ganzes besucht werden. Ein Ein-/Ausstieg zur zweiten Hälfte ist nicht möglich.

5. [beide Hälften] Assembler für den GameBoy (Color) (von Julius Clasen)

Hier geht es um Programmierung, wie sie früher gemacht wurde: Wir werden uns mit dem Gameboy (Color) beschäftigen und dafür den (im Vergleich zu modernen Hochsprachen extrem hardwarenahen) Assembler sowie einiges über die Hardware lernen. Damit können wir ein Spiel entwickeln, das auch auf echten GameBoys funktioniert. Das Ganze wird gerade aufgrund der Hardwarenähe und den Limitationen des Geräts interessant, da es solche Fälle heutzutage kaum mehr gibt.

Einen GB Pocket und einen GB Color plus ein Flashcart nehme ich mit, sodass wir unsere Programme direkt auf den Geräten testen können.

Kenntnisse zu grundlegenden Programmierstrukturen wie Schleifen (in einer beliebigen Sprache) werden vorrausgesetzt.

Außerdem solltet Ihr einen Laptop mit Windows oder Linux haben.

Dieser Kurs findet in beiden Hälften statt, ein Einstieg mittendrin ist nicht möglich.

Julius ist in der 11. Klasse und beschäftigt sich bereits seit längerem mit dem GameBoy, und hat darüber auch eine Facharbeit geschrieben.

6. [beide Hälften] Praktisches Arbeiten in Haskell (von Klaus Aehlig, Niklas Hambüchen)

Haskell ist als reine funktionale Sprache mit ausdrucksstarkem Typsystem mathematisch sehr ansprechend. Darüberhinaus (oder gerade deshalb) eignet sie sich auch gut, um praktisch damit zu arbeiten und Projekte zu realisieren. Letzteres soll im Kurs vermittelt werden, der gegen Ende in ein mehrtägiges gemeinsames Projekt mündet (was das Projektthema angeht sind wir für Vorschläge offen, haben, wenn nötig aber auch eigene Ideen). Dadurch, daß wir zwei Kursleiter sind können wir Teilnehmer mit unterschiedlichen Vorkenntnissen im Kurs integrieren ohne jemanden zu über- oder unterfordern.

Es handelt sich um einen langen Kurs, bei dem sich auch ein Besuch nur der ersten Hälfte sinnvoll ist. Ein Einstieg in die zweite Hälfte ist mit grundlegenden Haskell-Kenntnissen möglich. Bei Fragen dazu dürft ihr den Kursleitern sehr gerne an ihre in der CdE-Datenbank hinterlegten Email-Adressen schreiben.

Klaus Aehlig hat Mathematik und Informatik studiert und arbeitet jetzt als Programmierer in der Industrie. Im Rahmen letzterer Tätigkeit hat er mal 3 Jahre hauptsächlich mit Haskell gearbeitet.

Niklas Hambüchen hat Informatik studiert und ist seit 2015 selbstständiger Haskell-Consultant und hilft kleinen und großen Unternehmen mit deren Haskell-Projekten. In seiner Freizeit bastelt er gerne mit zwei Freunden an seinem 3D-Scan-Startup, ebenfalls in Haskell.

7. [beide Hälften] Arabisch (von Dorothea Reule)

Wie funktioniert eigentlich die arabische Schrift? Und ist diese Sprache überhaupt aussprechbar? Wir lernen das arabische Alphabet und beginnen sofort, Ägyptisch-Arabisch zu sprechen, so dass wir zu Kursende eine einfache Unterhaltung führen können. Der Fokus liegt auf der gesprochenen Sprache, aber wir werden auch lesen und schreiben.

Daneben befassen wir uns mit der arabischen Sprachgeschichte, Kultur und den Unterschieden zwischen Hocharabisch und Dialekten.

Der Kurs geht über beide Akademiehälften, es kann auch nur der erste Teil besucht werden (Einstieg zur zweiten Hälfte nach Absprache). Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber wenn ihr euch vor Kursbeginn schon mit dem arabischen Alphabet beschäftigen könntet (Materialien dazu werden verschickt), können wir direkt mit dem Schreiben und Sprechen anfangen. Ihr könnt aber auch teilnehmen, wenn ihr dafür keine Zeit habt. Und Menschen, die meinen, kein Talent für Sprachen zu haben, aber doch neugierig sind, sind herzlich eingeladen!

Dorothea promoviert in Semitistik und hat in Ägypten und Oman gelebt. Sie lernt gerne Sprachen, die niemand kennt, vor allem aber Arabisch.

8. [FÄLLT AUS beide Hälften] Russisch - eine Sprache vom Winkel der Linguistik (von Kaloyan Staykov)

DIESER KURS FÄLLT AUS. Bitte nicht mehr wählen.

Wollt ihr die Sprache des größten Landes sprechen? Habt ihr euch gefragt, wie eine slawische Sprache mit 6 Fällen “funktioniert”? Habt ihr euch gefragt, wie man das “R” richtig gut rollen kann? Ist es euch passiert, dass ihr eine Sprache selber erlernen wolltet? Die Antworten all dieser Sprachen finden wir zusammen innerhalb des Russisch - Kurses auf der Winterakademie. Der Kurs erstreckt sich über beide Hälften, also vom 27.08.2018 bis zum 06.08.2019. Wir beginnen beim Alphabet und der Aussprache und gehen dann zusammen einige Grundregeln durch. Des Weiteren lernen wir Floskeln, die im Alltag von Nutzen sein können. Gleichzeitig werden wir uns mit der Sprachwissenschaft beschäftigen, welche uns Tricks zum selbstständigen Spracherlernen aufdecken wird. Wir werden genug Zeit Sprachübungen widmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Am Ende des Kurses werden wir alltägliche Gespräche führen und Linguistikaufgaben lösen können.

Kaloyan kommt aus Bulgarien und schreibt nächstes Jahr das Deutsche Abitur. Seit der ersten Klasse lernt er Russisch und er beschäftigt sich auch sehr aktiv mit Linguistik.

9. [beide Hälften] Allzeit bereit - Unsere inneren Bodyguards (von Sabrina Rüschenbaum)

Winterzeit ist Erkältungszeit, auch wenn man seine Zeit nicht mehr in einem alten Schloss verbringt. Glücklicherweise brauchen wir kein Drachenblut zur Abwehr zu suchen, da die Evolution uns mit Bodyguards in Form eines Immunsystems versorgt hat.

Wir wollen uns in der ersten Hälfte mit allen Komponenten unseres Immunsystems befassen. Welche Mechanismen greifen bei einer Infektion? Welche Spieler müssen sich ergänzen, um ungebetene Besucher effektiv loszuwerden? Und was weiß man über das Immunsystem anderer Organismen?

In der zweiten Hälfte schauen wir uns an, was bei Fehlfunktionen unseres Immunsystems passiert. Dazu zählen Autoimmunerkrankungen, Allergien und Immundefizienzerkrankungen. Auch wollen wir sehen, welche Rolle das Immunsystem beispielsweise bei Krebserkrankungen spielt.

Der Kurs richtet sich an immunologisch Interessierte aller Altersklassen und Wissenshintergründe. Eine Teilnahme nur zur zweiten Hälfte ist bei Vorwissen oder der Bereitschaft, sich einzulesen, möglich (fragt im Zweifel vorher bei mir nach).

Sabrina hat am Universitätsklinikum Frankfurt am Main über das Immunsystem der Leber promoviert, führt dieses Thema nun am Universitätsklinikum Essen weiter und freut sich immer, wenn ihr Immunsystem gut arbeitet.

10. [beide Hälften] Linux für Einsteiger und Nicht-Nerds (von Alexander Mühlhausen und Michael Fritscher)

Du wolltest schon immer mal wissen, was die ganzen CdEler*innen machen, wenn sie auf ihrer Tastatur ein paar Zeilen eintippen, dann Text auf dem Display erscheint und ein kompliziertes Problem geradezu magisch gelöst wird? Dann bist du hier richtig!

In diesem Kurs werden wir uns von der Installation bis hin zu fortgeschritteneren Anwendungen mit Linux auseinander setzen. Vorkenntnisse oder besondere PC-Affinität sind hierbei explizit nicht von Nöten, der Kurs richtet sich insbesondere auch an jene Menschen, die sich einfach nur ein gut funktionierendes, sicheres und datenschützendes Betriebssystem wünschen. Zugleich werden auch Studierende verschiedener Fachgebiete, welche eine solide Grundlage für effizientes Arbeiten am PC, inklusiver einer Plattform für schnelle und präzise Lösung komplizierter Probleme, suchen, auf ihre Kosten kommen. In der zweiten Hälfte wird das Erlernte anhand kleinerer Projekte vertieft. Falls du noch nicht überzeugt bist, findest du im Folgendenden weitere Informationen:

Was ist Linux?

Linux beschreibt in erster Hinsicht eine Betriebssystemfamilie wie Windows oder OS X. So gibt es viele verschiedenen Linux-Systeme, namentlich etwa Ubuntu, Fedora oder Manjaro, wobei wir im Kurs Eines installieren werden. Ein großer Vorteil von Linux ist, dass es, anders als obige Systeme, i.A. nicht an große Konzerne gebunden ist und somit auch keine Daten an solche überträgt. Desweiteren kann man Linux-Systeme sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen, sodass man seine Problem ideal lösen kann. Es gibt für fast jeden Anwendungszweck eine Linux-Version: Ob als normales, tägliches System für den eigenen Laptop, als Grundlage für den eigenen Heimserver, als Media Center am heimischen TV oder aber auch in der Wissenschaft zum Betrieb von Supercomputern. Lediglich in den Bereichen PC-Spiele und professionelle Bildbearbeitung ist Linux nicht zwingend die erste Wahl, auch wenn es grundsätzlich auch hierfür nutzbar ist.

Was brauche ich, um am Kurs teilzunehmen?

Nicht viel, außer einem halbwegs aktuellen Laptop mit einigen wenigen dutzend GB freiem Speicherplatz¹, etwas Interesse und einem aktuellen Backup².

¹Leider ist die Linux-Installation auf Microsoft Surfaces oder Macbooks eine nicht triviale Angelegenheit (auch wenn es insbes. bei Letzteren möglich ist), welche den Rahmen dieses Kurses übersteigt. So es sich jedoch um eine der leistungsfähigeren Versionen dieser Geräte handelt, kann Linux auch in einer sogenannten Virtuellen Maschine installiert werden. Falls du hieran Interesse hast, kontaktiere bitte vorher die Kursleiter. Grundsätzlich kann man Linux auf diese Art auch auf anderen Laptops installieren, allerdings ist die direkte Installation, parallel zu Windows oder als Hauptsystem, deutlich bequemer.

²Vor der Akademie solltest du ein Backup aller relevanten Daten auf externen Speichermedien erstellen. Da auch wenn die Installation von Linux parallel zu Windows i.A. absolut problemlos und ohne Datenverlust verläuft und die Kursleiter dies schon relativ oft gemacht haben, besteht immer ein geringes Restrisiko, dass doch etwas schief geht. Keine Sorge, dein bereits vorhandenes Windows ist (so du es nicht anders wünschst) bei fehlerfreier Installation danach noch immer genau so funktionabel wie vorher.

Ist ein Ein-/Ausstieg zur zweiten Hälfte möglich?

Da wir uns in der ersten Hälfte mit der Installation und den Grundfunktionen beschäftigen werden, ist ein Einstieg zur zweiten Hälfte grundsätzlich möglich, wenn man ein bereits funktionierendes Linux mit bringt und sich halbwegs damit auskennt. Allerdings solltest du in diesem Fall bitte die Kursleiter kontaktieren. Von einem Ausstieg zur zweiten Hälfte wird abgeraten, da man doch noch sehr viel Nützliches zur effizienten Bedienung des neuen Systems lernen wird, auch wenn Linux grundsätzlich gut dokumentiert ist.

An wen richtet sich der Kurs?

Wie oben schon beschrieben, richtet sich der Kurs grundsätzlich an die verschiedensten Gruppen. Lediglich Menschen, die Linux seit mehreren Jahren nutzen und sich auch auf der Kommandozeile wohl fühlen, werden vermutlich nicht mehr allzu viel Neues Lernen.

11. [beide Hälften] Die Wacht am Rhein - ein Cthulhu-Rollenspielszenario (von Carsten Burgard, Maike Kreutz)

Es ist März des Jahres 1939. Nach dem endgültigen Bruch des Münchener Abkommens durch den Einmarsch der Wehrmacht in der Tschechoslowakei und dem damit verbundenen Ende der Appeasement-Politik stehen die Zeichen mehr denn je auf Krieg. Die Kriegsvorbereitungen im deutschen Reich laufen auf Hochtouren. Mit der Rhetorik von Blut und Boden und Anlehnungen an nordische wie germanische Heldensagen errichten die Vordenker der rechten Reichspropaganda eine Ideologie der Vernichtung - eine Heldensage, deren Anhänger die Welt mit Krieg überziehen sollen. Doch auch in Wissenschaft und Technik tut sich einiges: Größen wie Werner von Braun tragen ihren Teil dazu bei, und in den Gesellschaftswissenschaften ringt die SS-Forschungsgemeinschaft Ahnenerbe um die Deutungshoheit über archäologische, anthropologische und geschichtliche Fragen, welche die deutsche Führung als gleichsam kriegswichtig einstuft.

Vor dieser realweltlichen Kulisse soll in diesem Kurs ein Rollenspielszenario des Horror-Rollenspiels Cthulhu gespielt werden. Aus dem Nichts heraus erhalten die Spielerfiguren – Wissenschaftler, Ausgrabungsleiter, Sicherheitsleute und eine Journalistin – Einladungen, sich zum 1. April auf Schloss Drachenfels in Königswinter einzufinden und einer ominösen "Projektbesprechung" in der Nibelungenhalle beizuwohnen. Erst vor Ort erfahren sie, dass sie Teil einer archäologischen Expedition ins Mittelrheintal werden sollen, mit dem Ziel den verloren geglaubten Nibelungenschatz zu bergen. Warum aber eine archäologische Expedition einer solchen Geheimhaltung bedarf, warum der Initiator des Projekts ein Professor der Mathematik ist, und warum er glaubt, durch seine nur ihm verständliche Weltformel ermittelt zu haben, dass dieser Schatz an der Loreley verborgen sei – das erschließt sich wohl nur demjenigen, der seinen Geist leichtfertig diesen wahnsinnigen Ideen aussetzt.

Dieser Kurs ist ein Horror-Rollenspielszenario, bei dem die cthulhoiden Fantasien Lovecrafts mit der esoterischen Mystik der Nationalsozialisten vermengt werden – vor dem Hintergrund eines der größten und vernichtendsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Hast du Lust in die Rolle eines Expeditionsteilnehmers zu schlüpfen und die Schrecken der Zeit spielerisch selbst mitzuerleben?

Das Szenario wurde von Carsten und Maike, die den Kurs gemeinsam leiten, extra zu diesem Zweck geschrieben.

Hinweis: Teilnehmer*innen müssen 16 Jahre alt oder älter sein.

12. [beide Hälften] Eposschmiede (von Pascal Schonka und Saphira Schnaut)

Uns wird in alten Erzählungen viel Wunderbares berichtet, und weil Winterzeit Geschichtenzeit ist und Abende am Kamin mit selbstgeschmiedeten Epen so schön sind, wollen wir in diesem Kurs gemeinsam eine vollständige Geschichte schreiben.

So statte dich aus mit ausreichend Vorfreude, Experimentier- und Schreiblust, bring Ideen (zu toten oder lebendigen Drachen, Luftballons, Rache oder Butterbroten, deiner Phantasie seien keine Grenzen gesetzt!) und einen Laptop mit und auf geht es ins Reich der Geschichten! Auf dem Weg dahin werden uns einige kleinere Schreibübungen begegnen.

Nach einem Geschichten-Weben-Kurs und einer Buchwerkstatt, den Pascal und Saphira mit großer Begeisterung besucht haben, ist dies die dritte Generation eines Geschichtenschreib-kurses. Je nach Anmeldungssituation werden wir den Kurs in der zweiten Hälfte wiederholen oder an der ersten Geschichte weiterschmieden.

Pascal erzählt leidenschaftlich gern Geschichten und schreibt sie manachmal sogar auf. Saphira schreibt gerade an ihrer Masterarbeit in Wasserwirtschaft und freut sich schon sehr darauf, zur Abwechslung mal etwas lesen oder schreiben zu können.

13. [beide Hälften] Esoterische Rechnerarchitekturen (von Roland Köbler)

In diesem Kurs werden wir zwei Themen verbinden: esoterischen Programmiersprachen und den inneren Aufbau von CPUs.

Dazu werden wir uns

- zunächst esoterische Programmiersprachen ansehen und selbst ausprobieren,

- überlegen, wie man einen Prozessor dafür bauen könnte,

- mit den dazu notwendigen digitale Schaltungen beschäftigen

- und schließlich solche Prozessoren in einer Logiksimulation (Logisim) auf Gatterebene (ggf. Transistorebene) entwerfen und testen.

Je nach Interesse können wir für diese Prozessoren danach noch Assembler und Compiler entwickeln und sie mit der Architektur üblicher Prozessoren vergleichen.

Das Ziel des Kurses ist es dabei, mit viel Spaß coole (wenn auch eher nutzlose) Dinge zu entwickeln und quasi nebenbei eine ganze Menge über die Funktionsweise von Computern bzw. CPUs lernen.

Voraussetzungen: Ein Notebook sowie Programmierkenntnisse in einer beliebigen Sprache.

Der Kurs erstreckt sich über beide Akademiehälften. Eine Teilnahme nur an der 1. Hälfte ist ohne Probleme möglich, eine Teilnahme nur an der 2. Hälfte ist ggf. bei entsprechenden Vorkenntnissen nach Rücksprache mit dem Kursleiter möglich.

Roland ist Elektrotechnik-Ingenieur, hat schon CdE-Kurse über esoterische Programmiersprachen und digitale Schaltungen gehalten, und freut sich darauf, nun beides zu verbinden.

14. [beide Hälften] Die ganze Welt ist Bühne (von Charlotte Mertz, Rebekka Forster)

Auch die Jugendherberge Oberwesel! Ganz nach diesem Motto möchten wir auf dieser WinterAkademie einen Theaterkurs anbieten, in dem wir gerne mit euch ein englischsprachiges Stück auf die Bühne bringen würden. Der Fokus dieses Kurses soll ganz auf der dramatischen Arbeit und dem Inszenieren der Szenen liegen. Außerdem möchten wir mit euch zusammen an der englischen Aussprache arbeiten. Der Kurs richtet sich an alle, die Lust haben, an einer Theaterproduktion mitzuwirken. Schauspielerische Erfahrungen sind dazu nicht notwendig, schaden aber natürlich nicht. Auch wer lieber nur eine kleine Rolle übernehmen würde, ist ganz herzlich willkommen – schließlich braucht eine Theaterproduktion nicht nur Schauspieler, sondern jede Menge kreative Köpfe, die sich Gedanken zu Bühne, Maske, Requisiten und vielleicht sogar Musik machen möchten.

Da die Erarbeitung und Inszenierung eines Stückes viel Zeit in Anspruch nehmen wird, ist ein Ein- bzw. Aussteigen zur zweiten Hälfte der Akademie leider nicht möglich. Damit die Aufführung gelingen kann, wird es außerdem notwendig sein, dass zumindest diejenigen von euch, die eine Hauptrolle übernehmen wollen, schon im Vorfeld der Aka mit Textlernen beginnen werden.

Das Stück werden wir nach Anmeldeschluss entsprechend der Teilnehmerzahl unseres Kurses auswählen.

Charlotte studiert Englisch und Musik und hat vor einigen Jahren mal in einer Theatergruppe mitgespielt. Rebekka studiert Jura und beschäftigt sich nebenbei sehr viel mit englischer Literatur und Theater

15. [beide Hälften] Einführung in die Differentialgeometrie (von Philip Schwartz, Benjamin Haake)

Die Differentialgeometrie ist ein Gebiet der Mathematik, in dem sogenannte differenzierbare Mannigfaltigkeiten untersucht werden: höherdimensionale Räume, die das anschauliche Konzept von glatten Kurven und Flächen verallgemeinern. Da stellen sich gleich mehrere Fragen: Was heißt denn „glatter Raum“ genau? Wie ist das mit dem Differenzieren von Funktionen? Und wie kann man in so einem Raum von Richtungen reden? Diese und noch viele weitere Fragen wollen wir beantworten. Dabei soll es größtenteils um grundlegende Konzepte gehen, die ohne Zusatzstrukturen auskommen: Wir werden natürlich Mannigfaltigkeiten definieren, lernen, was Tangentialvektoren sind, uns mit Differentialformen und Vektorfeldern beschäftigen und auf unserer Reise auch Flüsse abseits von Karten entdecken.

Um am Kurs teilnehmen zu können, solltet ihr ein sicheres Verständnis von Vektorräumen haben und gut mit mehrdimensionaler Differentialrechnung vertraut sein, ca. im Umfang einführender Lineare-Algebra- und Analysis-Vorlesungen. Außerdem solltet ihr generell Spaß an abstrakter mathematischer Denkweise haben.

Der Kurs findet über beide Hälften statt. Ein Einstieg zur zweiten Hälfte ist nach Absprache mit den Kursleitern möglich.

Philip hat Physik und Mathematik in Hannover und Cambridge studiert, promoviert in Hannover über allgemeine Relativitätstheorie, singt in zu vielen Chören und findet es merkwürdig, über sich in der dritten Person zu schreiben.

Benni studiert Physik in Heidelberg, ist fasziniert von den geometrischen Grundlagen physikalischer Theorien und hat in seiner (gerade abgeschlossenen) Bachelorarbeit über allgemeine Relativitätstheorie geschrieben.

16. [beide Hälften] Entspannen mit Yoga (von Lena Schneegans)

Entspannung, eine zivilisierte Form des Nichtstuns. Dieser Kurs richtet sich an all diejenigen, die sich aus dem Alten und/oder ins neue Jahr aktiv entspannen und ein paar Schritte zu sich selbst gehen wollen. Vom Anfänger bis regelmäßig praktizierendem Yogi ist jeder willkommen.

Dieser Kurs richtet sich auch an Menschen, für die das folgende alles asiatische Dörfer sind. Es werden Entspannungstechniken wie z.B. progressiver Muskelentspannung, verschiedene Asanas (Körperhaltungen) aus der Yoga-Vidya Grundreihe und dem Yin-Yoga (lange gehaltene, angenehm eingenommene Dehnübungen) und auch verschiedene Atemübungen Verwendung finden. Ergänzt wird dieses Programm durch meditative Spaziergänge an der frischen Luft. Nach Absprache mit den Teilnehmern lässt sich das Kursprogramm um Massagen, Faszientraining (Entspannung des Bindegewebes) und Ausflüge ins Nasse auf Tauchfahrt nach Schätzen im Pool erweitern.

Jeder Teilnehmer benötigt neben einer Isomatte (oder vergleichbare, nicht zu weiche Unterlage) möglichst eine Kuscheldecke und Meditations- bzw. härtere Kissen.

Die Kissen dienen allen nicht Schlangenmenschen dem Zweck unleidliches Zwicken in manchen Positionen durch Abstützen garnicht erst aufkommen zu lassen.

Lena promoviert in der Verkehrstechnik und nimmt seit Anfang des Jahres an einer Yogalehrer-Ausbildung bei Yoga Vidya teil. Neben dieser Grundreihe beschäftigt sie sich mit Yin-Yoga und Faszientraining.

Hinweis: Teilnehmer*innen müssen 18 Jahre alt oder älter sein.

17. [beide Hälften] Verstrickt und zugenäht (von Miriam Braun)

Willkommen in unserer Kreativwerkstatt!

Ob Stricken, Sticken, Häkeln oder Nähen - jeder Teilnehmer kann nach Lust und Laune in einer gemütlichen Runde seiner Vorliebe nachgehen. Der Kurs richtet sich an alle interessierten Menschen, egal ob erfahren oder unerfahren.

In der ersten Hälfte werden wir uns die Grundlagen der Handarbeit ansehen und in der zweiten Woche besteht die Möglichkeit, eigene Projekte umzusetzen. Natürlich können auch in der zweiten Woche noch neue Gesichter dazu stoßen.

Viele Ideen warten darauf, von euch umgesetzt zu werden - vom gestrickten Sockenpaar über das Besticken eines Handarbeitsbeutels bis hin zum Nähen eines Nadelbuches.

Zur gemütlichen Atmosphäre können wir Hörbücher hören oder uns auch etwas vorlesen. Natürlich wird es uns auch nicht an Tee und selbst gebackenen Plätzchen fehlen.

Miriam ist ehemalige Waldorfschülerin und verfolgt schon lange kreative Projekte.

30. Moralische und gesellschaftliche Aspekte in Star Trek und anderen SciFi-Welten (von Alexandra Pape, Maria Maske)

Im Rahmen des Kurses setzen wir uns mit gesellschaftlichen, sozialen und moralischenThemen im Star Trek Universum auseinander und diskutieren bestimmte Episoden und Aspekte, wie die Oberste Direktive (Nichteinmischung in andere, unterentwickelte Völker), moralische Dilemma (das Wohl eines einzelnen...) oder die Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten. Das Beste: Man muss kein eingefleischter Trekkie sein, um mitreden zu können. Alle Leute, die offen sind für neue Welten und neue Zivilisationen, sich allgemein für Science Fiction oder Gesellschaftswissenschaften interessieren, sind willkommen. Wenn wir Zeit haben, werden wir noch andere (nicht-klassische [also kein 1984, Brave New World, etc.]) Welten betrachten, wie zum Beispiel Firefly oder Blade Runner.

Alexandra ist Trekkie und mag (offensichtlich) Science Fiction. Sie studiert derzeit in Rheinbach Analytische Chemie. Maria studiert momentan im Master sozialwissenschaftliche Diversitätsforschung in Göttingen.

31. Europäische Kartenspiele (von Michael Bornholdt)

Die guten deutschen Kartenspiele Skat und Doppelkopf sind bei jeder Winterakademie in Turnier- oder gar Kursform vertreten - und das soll auch bitte so bleiben, denn Sie sind sehr gut!

Doch in diesem Kurs wollen wir unsere Blicke in die Ferne richten und uns mit den Kartenspielen unserer Nachbarländer beschäftigen. Wir werden uns auf folgende vier, sehr unterschiedliche Spiele konzentrieren: Königrufen aus Südtirol, Barbu aus Frankreich, sowie Scopone und Burraco aus Italien.

All diese Kartenspiele haben eine reiche Geschichte, die oft bis in die Frührenaissance reicht. Der Fokus des Kurses wird klar auf dem Lernen und Spielen liegen, ein kleiner Blick in die Vergangenheit dieser Kartenspiele lohnt sich jedoch zweifelsohne.

Es gibt keine Voraussetzung für diesen Kurs, wobei Erfahrung in Skat oder Doppelkopf natürlich nicht schaden kann.

Michael studiert Physik und ist leidenschaftlicher Skat-Spieler, der sich aber über viele, viele Abende in englischen Kneipen in eine Bandbreite von anderen Kartenspielen verliebt hat.

32. Bilder der Mathematik (von Frederik Grobe)

>>Die Muster des Mathematikers müssen wie die des Malers oder Dichters schön sein, die Ideen müssen wie Farben oder Worte in harmonischer Weise zusammenpassen. [...] Es gibt keinen Platz in dieser Welt für hässliche Mathematik.<< -G. H. Hardy

Was haben die Alhambra in Spanien und ein Apfelmännchen gemeinsam? Beide enthalten hübsche Muster, die viel mit Mathematik zu tun haben.

Kaum etwas hilft einem mehr komplexe Strukturen zu verstehen, als ein Bild. Dieser Kurs ist für alle Freunde der Mathematik, die nicht nur trockenen Text und endlose Formeln sehen, und bei all der Schönheit noch das ein oder andere lernen wollen.

Wir besuchen die verrückten Welten Eschers und die Unendlichkeit der Fraktale, wollen selber unsere eigenen Pflasterungen erschaffen, uns mit höheren Dimensionen und Kleinschen Flaschen beschäftigen. Größeres Vorwissen über Mittelstufenmathematik hinaus und umfangreiche Vorbereitung werden nicht verlangt. Für "höhere" Mathematikstudenten und solche, die welche seien könnten, könnte allerdings einiges bereits bekannt sein.

Frederik studiert Mathematik und Physik in Dortmund und war schon immer von Rätseln und Beweisen fasziniert.

33. Konflikte und ihre Lösung (von Lia Stöffler)

Konflikte begleiten uns ein Leben lang, egal ob innere oder zwischenmenschlich, private oder berufliche, schwere oder leichtere. Es kann also nicht schaden sich mal näher mit ihnen zu beschäftigen. Der Kurs soll einen Einblick in die Theorie von Konflikten geben. Außerdem werden wir über unser eigenes Konfliktverhalten reflektieren und verschiedene Methoden kennenlernen Konflikten zu begegnen. Unter anderem wird es um gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg und um die MiniMax-Interventionen von Manfred Prior gehen. Bei Interesse können wir auch darüber sprechen wie man als Mediator bei der Lösung eines Konflikts helfen kann an dem man nicht persönlich beteiligt ist.

Der Kurs ist für all diejenigen geeignet, die Spaß daran haben sich mit sich selbst und anderen auseinanderzusetzen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Lia studiert Sozialwissenschaften und wird im Oktober ihre Ausbildung zur zertifizierten Mediatorin abschließen.

34. Auf Spuren des Robert Langdons (Symbologie) (von Michelle Klein, Hannah Veit)

Robert Langdon - Professor für Symbologie an der Hardvard University, morgens um 5 vom CERN Vorsitzenden aus dem Schlaf geweckt. Danach findet er sich im Vatican und kämpft gegen die vermeintlichen Illuminati und die Zeit. So, oder ähnlich, kann man das 1. Buch „Illuminati“ zusammenfassen. Diese Ereignisse ziehen 4 weitere Bücher hinter sich, den DaVinci Code, das verlorene Symbol, Inferno und Origin. Bei der ganzen Reise trifft Langdon auf viele Verschwörungen und Symbole. Doch inwiefern stimmt es, was er sagt und findet? Wir werden uns auf seine Spuren durch die Geschichte der Menschheit begeben, um heraus zu finden, wie viel wahres an den Verschwörungen, Gruppen, Zielen und Symbolen ist.

Als Teilnehmer müsst ihr nicht alle Bücher von Dan Brown gelesen haben. Es wäre jedoch sinnvoll, grundlegend zu wissen, worum es in den Büchern geht. Wir beziehen uns hauptsächlich hierbei auf die Bücher, somit bringen euch die Filme eher weniger.

Als Historiker wird man sich vermutlich im Kurs langweilen, daher richtet sich der Kurs an alle, die gerne Bücher und vermeintliche Fakten etwas genauer betrachten wollen.

Hannah und Michelle sind derweil Schüler der Stufe 12 am Max von Laue Gymnasium Koblenz und wollen mit diesem Kurs die anregenden und spannenden Diskussionen über Freimaurer, Illuminati und anderen vermeintlich geheimen Gesellschaften mit den Teilnehmern teilen.

35. Discofox Crashkurs – in 21 Stunden vom Anfänger zum Profi (von Luna Azofeifa-Amann und Robin Riedel)

Nicht nur für CdE Tanzabende, sondern auch für den Club oder die Familienfeier ist Discofox ein toller Zeitvertreib. Wer dabei gerne mehr zeigen würde als nur den Grundschritt ist hier richtig. Da coole Figuren eigentlich das beste am Discofox sind, wollen wir uns in diesem Kurs ganz intensiv mit Figuren beschäftigen. Wir fangen ganz von vorne mit dem Grundschritt an und arbeiten uns Schritt für Schritt an spannende Figuren heran, bis hin zu Fallfiguren. Auch an der Technik und insbesondere der Führung wollen wir arbeiten, sodass auch der Tanz mit fremden Partnern nicht zur Blamage wird.

Das Ziel ist es nicht nur jede Menge Figuren von den Kursleitern zu lernen, sondern auch eigene Figuren und Choreografien zu entwickeln. Wir werden uns dabei Inspiration von den Profis des Discofox holen.

Der Kurs richtet sich vor allem an Anfänger mit wenig bis gar keinen Vorkenntnissen, da wir ganz von vorne bei den Basics beginnen werden.

Ausrüstung, z.B. Tanzschuhe wird keine benötigt.

Gebt bitte bei der Anmeldung an ob ihr einen festen Tanzpartner habt und ob ihr Herren-oder Damenschritte lernen möchtet. Gebt bitte außerdem an ob ihr bereit wärt mit einem Partner des gleichen Geschlechts zu tanzen.

Luna und Robin tanzen seit einem Jahr zusammen Discofox und sind immer auf der Suche nach neuen Figuren.

36. Das Anamnesegespräch (von Paul Engelmann)

Hätte Kriemhild doch bei der Traumanamnese besser aufgepasst!

Die Anamnese ist schließlich der wohl wichtigste Bestandteil des Arzt-Patient-Kontaktes. Mit der Anamnese ist das Untersuchungsgespräch gemeint. Häufig ist sie die erste Begegnung von Arzt und Patient. Deswegen legen Eindruck, Wortwahl und Verhalten den Grundstein für die zukünftige Beziehung. Und mithilfe eines geschickt geführten Untersuchungsgesprächs kann bereits ein Großteil der Erkrankungen erkannt werden – auch wenn der Patient vorher noch gar nichts davon wusste. Aufwendige Diagnostik wie Blutabnahme wird dadurch nicht selten überflüssig. Wenn das mal nicht im Sinne des Patienten ist! Entscheidend sind nämlich Mitgefühl, Respekt und Offenheit dem Patienten gegenüber. Und das haben doch bestimmt alle von uns!

In diesem Kurs wollen wir nachvollziehen, wie so eine Anamnese eigentlich abläuft. Dabei lernen wir, wie man die richtigen Fragen stellt; vor allem aber auch, wie man richtig zuhört. Manchmal kann das richtig kompliziert sein, manchmal flutscht es nur so, und dann wieder erfährt man haarsträubende Sachen, mit denen man nie gerechnet hätte. Das Stellen von Diagnosen ist Nebensache, denn wir wollen erfahren, wie sowohl Arzt als auch Patient das Gespräch erleben. Das bedeutet ein kleinwenig Theorie, viele bunte Beispiele und jede Menge Schauspielspaß.

Willkommen sind Nibelungen, Burgunder und Hunnen. Also alle, die sprechen können.

Paul studiert Medizin im siebten Semester in Göttingen, und bewundert das vertrauenserweckende Talent lebensweiser Ärzte.

37. Let's play a little LARP (von Ursula Pieper und Leonard Bodarwé)

Einfach jemand anders sein. Eine andere Welt besuchen, Erfahrungen machen, die die Wirklichkeit nicht bietet. An seine Grenzen gehen und Seiten von sich kennenlernen, die man nicht kannte. Schurke oder Held sein, moralische Dilemmata erkunden.

Live Action Roleplaying hat sich in den letzten Jahren sehr stark weiter entwickelt. Vor allem in den nordeuropäischen Ländern ist Larp in der Gesellschaft angekommen. Es gibt Edu-Larp für Kinder und Jugendlichen und sogar Larp in Schulen.

In diesem Kurs wollen wir gemeinsam die große und bunte Welt des Larps erkunden. Uns mit verschiedenen Konzepten beschäftigen, die Psychologie dahinter kennen lernen und natürlich: spielen! Es gibt eine große Bandbreite an kleinen Freeform Larps, die ohne Kostüme und in wenigen Stunden durchführbar sind. Welche das sind hängt natürlich auch vom Interesse der Teilnehmer ab.

Der Kurs richtet sich an alle, die Interesse an Larp haben. An neugierige Neulinge und Altlarper. Wichtig ist die Bereitschaft sich auch auf ungewöhnliche Rollen, Settings und schwierigere Themen einzulassen. Außerdem sind grundlegende Englischkenntnisse hilfreich, da wir uns im Nordic Larp bereich meist auf englische Literatur beziehen müssen. Spielen werden wir aber grundsätzlich auf deutsch.

Ursula larpt seit 8 Jahren und hat über das College of Wizardry vor 3 Jahren die große Welt des Nordic und Freeform Larps kenne und lieben gelernt. Inzwischen organisiert sie auch selber Larps und spielt, wann immer es das Referendariat zulässt.

Leonard ist seit 7 Jahren in verschiedenen Larps unterwegs und ist im Moment hauptsächlich im Fantasy Bereich anzufinden. Auch er ist dabei eigene Larps zu entwickeln, mit dem Focus auf Jugendlarps.

38. Tanzkurs reloaded: Modern Dancing – Die Neujahrsedition (von Hanna Pulpanek und Anna Lena Dornbach)

An alle Tanzbegeisterte: Unser Tanzkurs geht in die nächste Runde – und doch völlig anders!

Wir freuen uns, mit euch in den letzten Tagen des Jahres 2018 gemeinsam zu tanzen, uns zu bewegen, zu choreografieren und uns dem tänzerisch-musikalischen Ausdruck hinzugeben. Unter dem Motto „Modern Dancing“ wollen wir verschiedene moderne Tanzstile und -richtungen vereinen (Modern, Contemporary, Hip Hop sowie Jazz etc.) und in einer Choreographie gemeinsam erproben und umsetzen.

Einzige Voraussetzung für den Kurs sind Freude und Spaß am Tanzen und Bewegen, jeder ist willkommen! :-)

Wir freuen uns auf euch! Eure hAnna

Hanna studiert Germanistik in Münster und tanzt seit 10 Jahren in verschiedenen Stilen durchs Leben. Aktuell trainiert sie für das erste Turnier im Standardtanz.

Anna studiert Psychologie in Göttingen, begeistert sich schon lange privat fürs Tanzen aller Art und holt auf den Akademien in überschwänglicher Power immer gerne ihr alltagsbedingtes Tanzdefizit auf.

39. Das Alte Testament - Eine Einführung (von Mathis Kreitzscheck)

Was ist das Alte Testament? Warum heißt das so? Heißt das wirklich so? Was steht da drin? … und überhaupt!?

Der erste Teil des Buches, das als „Die Bibel“ Geschichte gemacht hat, ist nicht nur Grundlage verschiedener Religionsgemeinschaften sondern auch ein enorm komplizierter und spannender Traditionskomplex, eine antike Bibliothek und vieles mehr.

Im Kurs werden wir uns hauptsächlich mit Fragen zur Zusammensetzung des Kanons, dem Begriff „Altes Testament“ und dann vor allem den grundlegenden Inhalten des Buches bzw. der Bücher beschäftigen. Dabei wird es immer wieder möglich und nötig sein, in die altisraelitische Religions- und Literaturgeschichte, das antike Hebräische und andere alte Sprachen sowie literaturwissenschaftlichen Fragestellungen abzutauchen.

Vorkenntnisse bedarf es keiner, es wird möglicherweise ein vorzubereitendes Referat, in jedem Fall vorbereitende Lektüre geben.

Mathis (27) hat Theologie, Altorientalistik und Griechische Philologie studiert und promoviert derzeit zu Geschichtsschreibung und geschichtlichem Denken im Alten Testament und im Alten Orient.

40. Fanfiction in Theorie und Praxis (von Maja Geulig)

Was wäre wenn das Lindenblatt niemals Siegfrieds Rücken berührt hätte, oder wenn Hagen niemals an Mord gedacht hätte?

Wir werden uns im Kurs mit Fanfiction beschäftigen, also Texten, die ausgehend von den Elementen eines Originalwerkes alternative oder weiterführende Geschichten erzählen. Der erste Kursteil wird sich um theoretischen Fragen drehen: u.a. die Definition des Begriffes „Fanfiction“, die fließenden Grenzen zwischen verschiedenen Arten des derivativen Schreibens und die Anfänge dieser Schreibtradition. Dabei werden wir uns vielfältige Texte näher anschauen, von weltweit kommerziell erfolgreichen Romanen mit Fanfiction-Hintergrund bis hin zu CdE-spezifischen Beispielen der vergangenen Akademien. Im zweiten Teil seid dann ihr gefordert: Einzeln oder gemeinsam als Kurs wollen wir uns selbst an Schreiben eigener Texte versuchen.

Maja studiert im Master Computerlinguistik mit Nebenfach Anglistik und interessiert sich sehr für Fandom-Analyse und die wunderbare und verstörende Welt des kreativen Schreibens.

41. Algebraische Topologie: Eine Einführung (von Florian Kranhold)

Hinweis: Die erste Hälfte ist eine leicht gestraffte Version des Topologie-Kurses der letzten SommerAkademie: Gut für einen knappen Überblick, zum Einsteigen oder zum Wiederauffrischen.

Die algebraische Topologie ist ein Teilgebiet der Mathematik, in der wir versuchen, die Welt der geometrischen Objekte (zum Beispiel Mannigfaltigkeiten oder Zellkomplexe) in die Welt der algebraischen Objekte (zum Beispiel Gruppen oder Vektorräume) zu übersetzen.

Im Kurs werden wir zunächst beide Welten besser verstehen, danach mit etwas Kategorientheorie die notwendige Metasprache für die »Übersetzung« lernen und schließlich anhand der Fundamentalgruppe eine Möglichkeit der oben genannten Übersetzung kennen lernen.

Der Kurs setzt ein gewisses mathematisches Grundverständnis sowie etwas Algebra voraus. Sinnvolle Vorkenntnisse hat man, wenn man eine Vorlesung in Linearer Algebra 1 besucht hat und die Begriffe Vektorraum und Gruppe gut kennt.

Florian promoviert seit Oktober 2018 in der Topologie in Bonn. Auf Akademien ist er meistens singend und mit Kaffee anzutreffen.

42. Quer durch die Welt der Spiele (von Stephan Hagner, Niklas Müller)

Während bei Siegfried die Spiele hauptsächlich brutale Angelegenheiten wie der Tjost waren, sind wir heutzutage zu Spielen mit deutlich weniger Todesfällen übergegangen. Auf Akademien ist das Thema der Spiele dennoch omnipräsent. In diesem Kurs wollen wir uns nicht nur auf bekannte Spiele der CdE-Welt beschränken, sondern auch unbekanntere Genres betrachten. Ihr wolltet schon immer mal ein Krimi Dinner ausprobieren? Oder aus einem verschlossenen Raum entkommen? Vielleicht wollt ihr auch einfach eure Geschicklichkeit in einem Spiel unter Beweis stellen? Dann ist dieser Kurs genau der Richtige für euch! Aber keine Sorge, wir werden uns natürlich auch mit CdE-”Klassikern” und vielem mehr beschäftigen.

Niklas und Stephan spielen beide seit Jahren begeistert verschiedenste Spiele und interessieren sich für die Dinge die hinter diesen stehen.

43. Tanzen für Anfänger (von Viktoria Ronge, Julia Roigk, Paul-Christian Bürkner)

Ihr wollt eure Tanzkenntnisse ausbauen, wisst aber nicht genau, wo ihr anfangen sollt? Ihr wollt einfach am nächsten Tanzabend nicht nur daneben stehen, sondern auch selbst die Fläche mit aufmischen? Ihr habt

keinen festen Tanzpartner, wisst aber auch nicht, wie genau das mit dem Führen und Geführt-werden funktioniert?

Kein Problem, denn der Tanzkurs geht in die Reprise! Auf der ersten Hälfte wollen wir Grundschritte und einige Figuren in den Paartänzen Rumba und Quickstep erarbeiten. Dabei sollen auch Technik und Führung

(bzw. Führen lassen) nicht zu kurz kommen. Auf Wunsch der Teilnehmer können wir uns auch noch mit einem weiteren Tanz beschäftigen.

Bitte teilt uns bei der Anmeldung mit, ob ihr gerne Herren- oder Damenschritte lernen möchtet, und ob es für euch in Ordnung wäre, mit jemandem des gleichen Geschlechts zu tanzen.

Julia hat über zehn Jahre lang Standard und Latein getanzt und Vicky trainiert aktiv Standard. Paul tanzt seit knapp 10 Jahren vor allem Standard aber auch Latein, Salsa und West Coast Swing.

44. Massage für Anfänger (von Leonard Klemz)

Die Winterakademie, der perfekte Ort um sich zusammenzukuscheln und zu massieren.

Doch wie geht das eigentlich? Wie löse ich Verspannungen, was zeichnet eine gute Massage aus und ist sonst noch zu beachten? Das wollen wir ihm Rahmen des Kurses klären.

Die Grundlage besteht aus so viel Theorie und Anatomie wie es gerade notwendig ist. Hauptbestandteil des Kurses wird es allerdings sein, verschiedene Massagearten und -techniken zu lernen und praktisch anzuwenden oder anwenden zu lassen.

Ziel ist, dass ihr danach mehr könnt als eine Schulter-Nackenmassage und wisst was ihr tut.

Ihr braucht keinerlei Vorkenntnisse oder medizinisches Verständnis.

Neben Schreibmaterial sollten Teilnehmer möglichst eine Isomatte (oder vergleichbare, nicht zu weiche Unterlage), ein großes Handtuch oder eine Decke und ein kleines Kissen mitbringen.

Leo ist 24 und hat mal an einer Ausbildung zum Physiotherapeuten teilgenommen und sich seitdem immer wieder mit Massage- und Entspannungstechniken beschäftigt und an Freunden geübt.

45. Spaß mit Flaggen (von Jakob Migenda, Sabine Wehnert)

Kommt mit in die wundervolle Welt Vexillologie. Findet heraus, wie man mit Flaggen buchstabieren kann, warum so viele Länder dreifarbige Nationalflaggen haben, was es mit Flaggenkriegen auf sich hat und lernt warum Paraguay so einzigartig ist.

In diesem Kurs wollen wir uns mit der Geschichte, den Regeln und der Symbolik von Flaggen beschäftigen und nicht zuletzt einige Runden des beliebten Spiels „Flagge oder keine Flagge?“ spielen.

Für den Kurs wird kein Vorwissen benötigt. Wenn ihr wollt, könnt ihr gerne vor der Akademie einen kleinen Teil vorbereiten, müsst es aber nicht.

Bonnie studiert Jura in Heidelberg, schaut – überraschender Weise – gern Big Bang Theory und besitzt zwei Nationalflaggen.

Jakob hat politische Theorie in Frankfurt/Main und Darmstadt studiert, ist zur Zeit auf Arbeitssuche und besitzt zwei Parteiflaggen.

46. Mythbusters: Auf der Suche nach Wissenschaft (von Victoria Di Bacco, Gwendolyn Elwardt)

“That’s fake news. False and fake.”

Verschwörungstheorien und unwissenschaftliche Fakten nehmen einen immer größeren Anteil in unserer Gesellschaft ein. Egal ob Impfen, Homöopathie, Chemtrails oder auch Ernährung, es kursieren immer mehr Mythen und Märchen um diese Themen. Für Laien ist oft schwer zu unterscheiden, was wissenschaftlich fundiert ist und was nicht. Im Internet ist jeder ein Experte und kann innerhalb von Sekunden seine eigene Theorie verbreiten. Zwischen widersprüchlichen Theorien und Angst geht dabei die Wissenschaft oft verloren.

In unserem Kurs wollen wir uns gängigen Mythen (und den ein oder anderen Verschwörungstheorien) widmen. Dabei werden wir einerseits diese widerlegen (busten) und andererseits nachforschen, wie diese überhaupt zustande kommen. Thematisch würden wir einen Schwerpunkt auf Naturwissenschaften und Medizin legen, wobei wir aber die genauen Themen mit euch absprechen würden, dass für jeden etwas dabei ist.

Vivi studiert Chemie im zu vielten Semester und hat, sobald die Akademie losgeht hoffentlich ihren Master. Außerdem liebt sie es mit ihrem Chemiewissen zu trollen.

Gwendolyn studiert im 3.Semester Medizin an der Uni Heidelberg in Mannheim und hält auch in ihrer Freizeit gerne ungefragt medizinische Vorträge, wie auch Vivi auf der letzten Akademie feststellen durfte.

47. SLAM IT! - Poetry Slam (von Leonie Figge, Sandra Krüger)

Du bist ein Verfechter der Worte, weil du mit ihnen spielen kannst, und du mit ihrem Ausdruck tanzt, und so die Klarheit bekommst, die du brauchst um deine Gedanken richtig rüberzubringen.

Du magst es, ein Wort über andere zu stellen und abzuwiegen, die Anordnung deiner Ideen nochmal ein bisschen zu verschieben um letztendlich den richtigen Sinn zu finden und deine Zuhörer in deine Überlegungen einzubinden.

Du stehst dafür, vor Publikum zu stehen, weil deine Adern dabei beben, und deine Wut herauszuschreien, oder deine Trauer zu beweinen, weil du eine Botschaft hast, an alle die da vor dir sitzen.

Oder du hast bis jetzt immer nur gelauscht (oder noch gar nichts davon gehört), und denkst dir, die Rollen gehören mal vertauscht, möchtest selber einmal etwas beisteuern und die Diskussion so richtig anfeuern.

Ich hab was für dich: Poetry Slam!

Schreiben kann man über alles, über Nachrichten, Liebe und Klimawandel, du kannst Beispiele von sprechenden Pinguinen geben oder darüber, wie es wäre, immer im richtigen Moment zu leben, und reden, das kannst du über genauso viel, sei es Mathe, Politik, oder Philosophie, oder die Gesellschaft, selbst den Ring des Nibelungen kannst du probieren mal in Slamform zu buchstabieren. Ob Comedy, Wut oder Ernst, es ist dein Text und deine Chance, deine Ideen und Gedanken, Erlebnisse und Gefühle rauszubringen und dafür einzustehen und mit deinen Worten etwas zu zeigen oder über etwas Wichtiges nicht länger zu schweigen.

Egal ob Science Slam, storytelling, Literaturabend, oder im Keller unter Freunden, ein Poetry Slam macht Spaß und ist es wert auszuprobieren!

Dieser Kurs befasst sich mit Poetry Slam im Allgemeinen, seinen verschiedenen Arten, und enthält auch eine Prise Kreativität. Es ist kein Vorwissen/Erfahrung nötig.

Leonie studiert Geschichte und Englisch und ist häufig auf Slams und Literaturabenden zu finden.

Sandra wird ab dem WS 18/19 Physik in Bochum studieren. Sie leitete in ihrer

Schulzeit eine Slam-Poetry AG und half beim organisieren einiger Poetry-Slams in

ihrem Heimatort.

48. Der Würfel der Nibelungen (von Friedrun Schauer und Tobias Udtke)

Ihr habt genug von Ringen, Kreisen und Kurven? Dieser Kurs dreht sich um Würfel - Zauberwürfel!

Wir zeigen euch Speedcubing-Techniken, beschäftigen uns mit Varianten des Zauberwürfels (4x4 und größer) und nehmen Disziplinen wie FMC (Lösen mit möglichst wenigen Zügen) oder Blind unter die Lupe. Ein kleiner Exkurs in die dem Würfel zugrunde liegende Mathematik soll auch nicht fehlen.

Idealerweise könnt ihr zum Kurs eine Anfängermethode oder mehr. Zunächst reicht irgendein 3x3-Zauberwürfel; im Kurs wäre ein Speedcube besser (Sammelbestellung ca. 5 €/Würfel möglich).

Tobias ist 20, studiert im 5. Semester Informatik, würfelt seit 10 Jahren und ärgert sich, dass sein Rekord bei 15,001 Sekunden liegt und er somit nicht behaupten kann, "sub15" zu sein. Friedrun ist 16, macht 2019 Abitur, legt den Würfel seit 5 Jahren nur aus der Hand, um mit den Füßen zu lösen, geht auf Speedcubing-Turniere und ist mit ihrem "Ao5" von 14,08 Sekunden momentan zufrieden.

49. Analytische Einführung in die Philosophie des Geistes (von Alexander Koch, Stefan Walzer, Max Daniel)

Auf den ersten Blick scheinen wir nichts so gut zu kennen, wie unsere eigenen Bewusstseinszustände. Aber was ist eigentlich Bewusstsein? In der christlich-platonischen Tradition geht man davon aus, dass wir Menschen neben unserem Körper einen Geist oder eine Seele haben, die uns im Gegensatz zu rein physikalischen Dingen wesentlich auszeichnet. In einem modernen Verständnis des menschlichen Gehirns kommt ein solches Ding aber nicht vor. Es ist zunächst völlig unklar, was wir überhaupt meinen, wenn wir uns als bewusst denkende, fühlende Wesen bezeichnen, wo wir doch einen Körper haben, in dem sich diese Phänomene nicht deutlich wiederfinden.

Mit der Klärung solcher Fragen beschäftigt sich die Philosophie des Geistes, über die wir uns auf Grundlage eines Lehrbuchs von Ansgar Beckermann einen Überblick verschaffen wollen. Den Schwerpunkt werden dabei Beiträge aus der analytischen Philosophie seit 1950 bilden.

Nach dem Kurs wirst du verstehen, was sich hinter Positionen wie “Funktionalismus” oder “anomaler Monismus” verbirgt, und die wichtigsten Für- und Wider-Argumente kennen.

Teilnahmevoraussetzung sind vorbereitende Lektüre und Referat; Vorwissen ist nicht erforderlich. Der Kurs ist eine gute Vorbereitung auf unseren Kurs in der zweiten Hälfte, kann aber auch einzeln besucht werden.

Alex und Stefan promovieren in Informatik. Max hat Mathematik studiert und forscht ab Oktober am Future of Humanity Institute.

50. Umstrittene Schutzwirkung von Drachenblut - Wie man sonderbare Ideen bewertet (von Björn Wolf, Moritz von Looz-Corswarem)

Technologische Singularität, Horoskope, Reactionless Drives, Nootropics und Schokolade, die beim Abnehmen hilft oder Wunden, die sich öffnen, wenn Mörder vorbeikommen - Viele komische und ungewohnte Ideen werden aus verschiedenen Richtungen in unser kulturelles Bewusstsein gespült.

Manche davon sind einfach nur jetzt ungewohnt, aber vielleicht in Zukunft alltäglich. Andere wirken aus gutem Grund abwegig.

Wie kann man die einen von den anderen unterscheiden?

In diesem Kurs wollen wir uns verschiedenen unintuitiven, aber möglicherweisen plausiblen Ideen widmen und diskutieren, wie man sie evaluiert. Unter anderem gehört dazu auch eine Einführung, wie man eine wissenschaftliche Studie liest und häufige - absichtliche und unabsichtliche - Möglichkeiten, durch die Ergebnisse stärker wirken als sie sind.

Der Kurs ist offen für alle, die sich gerne auf neue Ideen einlassen und bereit sind, eine davon vorzubereiten und im Kurs vorzustellen. Wissenschaftliche Vorkenntnisse werden nicht erwartet.

Moritz schreibt gerade seine Promotion in Informatik auf und beschäftigt sich sehr gerne mit anderen Wissenschaften, die möglichst wenig damit zu tun haben.

Björn arbeitet aktuell in einer Unternehmensberatung. Er interessiert sich für ausgefallene Ideen und findet die frühe Erkennung von zukünftigen Trends und Ideen spannend.

51. Big Brother is Watching You: Dystopien von „1984“ bis „Hunger Games“ (von Saskia Busse)

Mit der Präsidentschaftswahl von Trump sind die Verkaufszahlen der Dystopie „1984“ von George Orwell plötzlich angestiegen. Dabei gibt es dieses Buch bereits seit 70 Jahren. Woran könnte dies liegen? Wo liegen die Parallelen? Und was sind Dystopien überhaupt?

In diesem Kurs wollen wir uns mit dem Genre der Dystopien beschäftigen, mit ihrer Entwicklung, mit ihrer Funktion und natürlich mit ihren Inhalten.

Als Grundlage werden sowohl klassische Dystopien wie „1984“ stehen, aber auch zeitgenössischere Dystopien wie die von Margaret Atwood oder die Panem Trilogie.

Dabei werden Auszüge aus den Büchern oder den Filmen näher betrachtet und analysiert. Natürlich erarbeiten wir uns auch einiges an Hintergrundwissen und beschäftigen uns näher mit der Gesellschaftskritik, welche in den jeweiligen Werken ausgeübt wird.

Eine wünschenswerte Voraussetzung für den Kurs wäre es, bereits mindestens eine Dystopie gelesen zu haben und mit den Inhalten auch noch grob vertraut zu sein.

Einige der Texte die wir uns anschauen werden, sind auf Englisch verfasst.

Saskia hat Mathe und Englisch studiert und sich in ihrer Bachelorarbeit sehr ausführlich mit Dystopien beschäftigt. Nun arbeitet sie als Lehrerin und darf sich zumindest in der Oberstufe noch ein wenig mit Dystopien auseinandersetzen.

52. Chemie für Nichtchemiker (von Marius Heitmann, Henning Manske, Sophie Korgitzsch)

Gold aus Eisen? Kann so etwas gehen? Der moderne Chemiker weiß natürlich, dass das nicht möglich ist. Aber warum? Woraus besteht überhaupt unsere Welt und womit befasst sich die Chemie? Damit wollen wir uns in diesem Kurs beschäftigen.

Angefangen mit den Grundlagen dieser Wissenschaft wollen wir unterschiedliche Teilbereiche der Chemie kennen lernen und so einen Einblick in die Phänomene erlangen, die die Chemie beschreibt. Gehe es nun um Atom- und Molekülaufbau, Salze, organische Verbindungen, spektakuläre Reaktionen, ätzende Säuren und Basen, Synthesewege oder schlicht die (mehr als vier) Elemente: Am Ende des Kurses könnt ihr all diese Dinge verstehen und erklären.

Die Kursleiter studieren beide derzeit Chemie. Marius so richtig, und zwar im dritten Semester, Henning nur auf Lehramt, aber dafür schon im fünften Semester. Zwischen beiden stimmt die Chemie und sie hoffen, diese Begeisterung weitergeben zu können. Der Kurs richtet sich an Menschen, die selbst (noch) nicht Chemie studieren bzw. studiert haben.

53. Grundkenntnisse des Rumänischen (von Katja Grimm)

Beim Stichwort Rumänien fällt vielen zuerst Dracula ein. Doch das östlichste romanischsprachige Land hat durchaus mehr zu bieten als den Vampirmythos. Ein Besuch der Hauptstadt Bukarest oder der historischen Städte in Siebenbürgen (Transsilvanien), eine Wanderung durch die Karpaten oder eine Bootstour durchs Donaudelta sind immer eine Reise wert. Der Kurs vermittelt euch die sprachlichen Grundlagen dafür und gibt euch einen Einblick ins Rumänische. Er richtet sich an Teilnehmende ohne Vorwissen. Kenntnisse einer anderen romanischen Sprache sind von Vorteil, aber nicht notwendig.

Katja studiert Romanistik und Philosophie in Leipzig und hat im Bachelor ein Semester in Bukarest verbracht.

54. Das 1,5-Grad-Ziel zwischen Notwendigkeit und Unerreichbarkeit (von Thomas Nolden)

Im Übereinkommen von Paris hat die Menschheit 2015 beschlossen, die menschengemachte globale Erwärmung auf deutlich unter 2 °C, wenn möglich auf 1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.

Die aktuellen Versprechen der Staaten führen zu einer Erwärmung von über 3 °C. Andererseits deutet eine neue Studie an, dass das 2-Grad-Ziel zu locker sein könnte, um gefährliche Kipppunkte im Klimasystem zu vermeiden.

Um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, sollen weitreichende Änderungen schon in den nächsten Jahren notwendig und möglich, aber vielleicht trotzdem unerreichbar sein. Das Nicht-Erreichen des Ziels soll allerdings noch drastischere Auswirkungen haben.

Zum Zeitpunkt der Akademie wird der Sonderbericht des Weltklimarates zum 1,5-Grad-Ziel verabschiedet sein, die "Kohlekommission" soll Vorschläge für Deutschland entwickelt haben und die 24. UN-Klimakonferenz wird stattgefunden haben.

In diesem Kurs werden wir daher unser Wissen über den Klimawandel vertiefen und auf den neuesten Stand bringen. Wir betrachten die Entwicklung des Klimas und die nationale und internationale Politik der letzten Jahrzehnte dazu, wir analysieren die Situation heute und beschäftigen uns mit Prognosen und Handlungsmöglichkeiten bis 2050 und darüber hinaus (negative Emissionen?). Etwas genauer sehen wir uns Energiesektor, Verkehr und Städte an.

Dazu werden wir uns mit bekannten Berichten und aktuellen Studien beschäftigen sowie beteiligte Akteure und Institutionen kennen lernen. Wir lesen, hören, sehen, vergleichen, hinterfragen, präsentieren und diskutieren.

Teilnahmevoraussetzungen gibt es inhaltlich keine, aber du solltest in der Lage sein, komplexere Texte und Vorträge auf Deutsch und Englisch zu verstehen. Als Vorbereitungszeit sollten einige Stunden für Lektüre eingeplant werden. Mitzubringen ist ein Laptop, um elektronische Dokumente und Medien nutzen zu können.

Der Kursleiter ist Mathematiker und beschäftigt sich (parteiunabhängig) seit vielen Jahren mit den Themen dieses Kurses. Dieser Kurs wird sich nur ein wenig mit vorhergehenden überschneiden.

55. Mathematische Entscheidungstheorie (von Patrick Lahr)

In diesem Kurs möchte ich mit euch den entscheidungstheoretischen Grundlagen der modernen Ökonomie auf den Grund gehen. Mathematiker und Ökonomen haben zu vielen zentralen Fragen Standardmodelle entwickelt, die häufiger kritisiert als verstanden werden. Ziel dieses Kurses ist es zu verstehen, welchen Konzepten welche Annahmen zugrunde liegen, um einzuordnen, wie stichhaltig häufig gegebene Argumente sind. Insbesondere gehen wir folgenden Fragen auf die Spur: Will ich ein Nutzenmaximierer sein? Was bedeutet es, wenn mir das Wohl anderer wichtig ist? Brauche ich für jede mögliche Folge meiner Handlungen eine Wahrscheinlichkeitsabschätzung? Wie sollte ich zeitübergreifende Entscheidungen treffen? Was bedeutet es mehr zu Wissen und will ich das immer?

Dieser Kurs setzt keine spezifische Hochschulmathematik voraus, wir werden allerdings alle wesentlichen Resultate samt Beweisen besprechen.

Patrick promoviert zu theoretischer Ökonomie in Bonn und ist derzeit für einen Forschungsaufenthalt in Yale. Ziel seiner Forschung ist es, herauszufinden, wann Gruppen effizient Entscheidungen treffen. Zuvor hat er Mathematik studiert und sich insbesondere im CdE viel mit Philosophie beschäftigt.

56. Deutsche Gebärdensprache (von Astrid Seidel)

Du wolltest immer schon wissen, wie gehörlose Menschen miteinander kommunizieren oder einen Einblick in die Deutsche Gebärdensprache erhalten?

Dann hast du jetzt die Möglichkeit dazu. Dieser Kurs soll eine Einführung in die Deutsche Gebärdensprache sein. Es wird natürlich gebärdet, aber auch auf die Besonderheiten und die Grammatik der Gebärdensprache und die Kultur der Gehörlosen wird eingegangen.

Astrid hat an der Uni mehrere Kurse in DGS belegt und ist von den Konzepten der Sprache begeistert.

57. Vokalensemble (von Ruth Grossmann, Sebastian Brandt)

Ihr findet, im CdE wird immer noch viel zu wenig Musik gemacht? Ihr könnt vom Singen nicht genug bekommen, selbst wenn ihr mal wieder nur drei Stunden geschlafen habt? Und es geht euch auf den Geist, immer bis zur nächsten KüA-Schiene warten zu müssen, bis ihr so richtig loslegen könnt? Dann seid ihr bei uns richtig!

Wir wollen auch in der Kurszeit mit euch schöne, anspruchsvolle, vielstimmige Stücke aus der Chorliteratur singen, quer durch die Epochen. Je nach Lust und Laune werden wir einen Teil davon auch im Rahmen eines kleinen Konzerts zum Besten geben.

Da je nach Stück und Anzahl der Anmeldungen manche Stimmen möglicherweise nur einfach besetzt sind, wäre es gut, wenn ihr eure Stimme allein halten könnt. Wir werden euch natürlich tatkräftig unterstützen und freuen uns schon sehr auf das Proben mit euch! Damit wir uns auf der Akademie selbst mit dem gemeinsamen Musizieren beschäftigen können, wird für diesen Kurs etwas Vorbereitung nötig sein, wir bitten euch also, vor der Akademie schon einmal die Töne anzuschauen. Gebt bei der Anmeldung bitte eure Stimmlage an (je genauer, desto einfacher für uns), damit wir eine ausgewogene Stimmverteilung sicherstellen können.

Ruth studiert Komparatistik und Philosophie in Tübingen und singt seit vielen Jahren in großen und kleinen Ensembles. Sebastian forscht in theoretischer Informatik in Zürich und hat auf der Sommeraka gemerkt, dass er viel zu wenig singt. Beide hoffen, euch für ihren Spaß an schönen und schrägen Harmonien begeistern zu können!

97. Warteliste 1. Hälfte (von )

Diesen Kurs bitte nicht wählen.

Platzhalterkurs für die Warteliste der ersten Hälfte.

Kurse in der 2. Hälfte

0. Orgateam (von Orgateam)

1. [beide Hälften] Ein Ring, sie zu knechten (von Maria Ravvina und Philipp Sander)

Knechtschaft steht jedem bevor, der sich für diesen Kurs entscheidet – zumindest für 16 Stunden, denn etwa so lange dauern alle vier Opern aus Richard Wagners Operntetralogie „Der Ring des Nibelungen“.

Wir werden uns das Werk vollständig zu Gemüte führen. Die andere Hälfte der Kurszeit werden wir über das Gehörte sprechen, philosophieren, musiktheoretisieren und alle Leitmotive von „Abenteuer“ bis „Zorn“ wiederfinden. Unser Zugang wird literarisch, musikwissenschaftlich, musiktheoretisch und womöglich sogar philosophisch sein, musikalische Vorkenntnisse sind jedoch nicht erforderlich. Wir werden die einzelnen Akte in Aufnahmen von 1935 bis 2007 analytisch anhören und uns auf das Werk selbst beschränken, uns also nicht von Inszenierungen ablenken lassen: Die Beschäftigung mit Inszenierungen bleibt dann auf der Basis eines Grundverständnisses der Opern jedem selbst überlassen.

Der Kurs ist nur über beide Hälften wählbar, da eine Teilung des Werkes nicht sinnvoll wäre. Vor dem Kurs sollte man ein bisschen Zeit einplanen, sich mit der Handlung zu beschäftigen. Die Anschaffung eines Textbuches (14 €) mit Leitmotiven ist sinnvoll, aber nicht notwendig.

Maria studiert Musik und Physik und kann sich musikalischen Themen grundsätzlich nicht verweigern. Philipp studiert Physik und Informatik und wusste das, als er sie fragte. Beide dirigieren gerne ausladend mit, wenn sie Wagner hören.

2. [beide Hälften] Rationales Entscheiden in Theorie und Praxis (von Jonas Frey)

Sollte ich die einzige Stelle, an der ich verwundbar bin, für alle sichtbar mit einem Kreuz markieren? Ist es eine gute Idee meine Geschwister und ihre Gefolgsleute umzubringen, um den Mord an meinem Ehemann zu verarbeiten? Mit vergleichbaren aber etwas praxisnäheren Fragen wollen wir uns in diesem Kurs beschäftigen.

Es soll darum gehen, wie man rationale Entscheidungen trifft. Die Definition für eine rationale Entscheidung im Sinne dieses Kurses soll dabei eine Entscheidung sein, die die wahren Präferenzen ausdrückt und die man hinterher nicht bereut.

Um rational entscheiden zu können, müssen wir zunächst einmal wissen, was wir wollen. Das ist zwar im Kern eine Frage, die jeder nur individuell für sich selbst beantworten kann, wir werden uns allerdings trotzdem einige Techniken und Ressourcen anschauen, die helfen können, sich über die eigenen Präferenzen klar zu werden. Wenn wir einmal wissen, was wir wollen, müssen wir natürlich noch überlegen, wie wir das auch erreichen können. Auch damit werden wir uns im Kurs befassen.

Der Kurs wird einen wissenschaftlich klar fundierten Teil haben, in dem wir uns sehr kurz mit formeller Entscheidungstheorie beschäftigen und uns danach verschiedene systematische Denkfehler anschauen, die unsere Entscheidungen und unsere Wahrnehmung der Welt verzerren. Da es leider sehr wenig formale Forschung dazu gibt, wie man im Alltag gute Entscheidungen trifft, werden wir aber auch auf informellere Quellen und eigene Erfahrungen zurückgreifen.

Insgesamt wird der Fokus des Kurses klar auf Dingen liegen, die man im Alltag anwenden kann. In der Kursarbeit werden sich dabei theoretische Inputs vom Kursleiter und Diskussionen oder Gruppenarbeiten in etwa die Waage halten.

Jonas hat im Rahmen des Studiums verschiedene Kurse im Bereich Spiel- und Entscheidungstheorie besucht und versucht aktuell im Rahmen seiner Promotion in Oxford herauszufinden, wie Menschen rationalere Investmententscheidungen treffen können.

Der Kurs ist auf beide Hälften ausgelegt, kann aber auch nur eine Hälfte besucht werden. Bei einem Einstieg in der zweiten hälfte ist dabei eventuell ein paar Stunden Vorbereitung nötig.

3. [beide Hälften] Sturm über Mokattam (von Christian Lütke-Stetzkamp)

In den Dünen von Mokattam (stellt euch ein Ägypten im Mittelalter vor...) liegt so einiges verborgen. Dunkle Mächte aus der Vergangenheit wollen auch heute noch die Welt ins Verderben stürzen. Ihr dagegen seid nur ein paar junge Draufgänger aus dem kleinen Dorf Babatorum, die der alte Nureddin gebeten hat etwas aus einer Pyramide zu holen. Was für ein Abenteuer, endlich kommt ihr aus eurem langweiligen Kaff mal raus! Doch bald werdet ihr gezwungen eure Rolle im immerwährenden Kampf zwischen Gut und Böse zu spielen und den Untergang der Welt, wie ihr sie kennt zu verhindern...

Für alle, die Pen & Paper nicht kennen, ihr schlüpft in die Rollen der Abenteurer, während der Spielleiter die Welt durch seine Erzählungen zum Leben erweckt. Ihr verändert mit euren Handlungen die Geschichte und nutzt dafür die Fähigkeiten eurer Figur.

Wir werden nach dem System Midgard 4 spielen und es wird vorgefertigte Charaktere geben, die darauf warten von euch mit Leben gefüllt zu werden. Egal ob ihr schon mal Pen & Paper gespielt habt oder es ausprobieren wollt, heißt euch Babatorum herzlich willkommen.

Der Kurs findet in beiden Hälften statt und kann nur als Ganzes besucht werden. Ein Ein-/Ausstieg zur zweiten Hälfte ist nicht möglich.

Christian studiert Physik im Master und spielt, sowie leitet regelmäßig P&P.

4. [beide Hälften] Schloss Darkmoor - merkwürdige Vorgänge und alltäglicher Wahnsinn (von Dimitri Scheftelowitsch)

Auf Schloss Darkmoor befindet sich die North Hampshire Independent Co- Educational Boarding School. Es sind die letzten Unterrichtstage vor Weihnachten, und alle fiebern bereits dem großen Fest entgegen. Doch eigentlich ist etwas anderes das beherrschende Thema in der Klasse: Julian und Jennifer sind zusammen! Bei so einer Nachricht kurz vor dem Fest der Liebe - was soll da noch schiefgehen?

Bei diesem Kurs handelt es sich um ein Pen&Paper-Rollenspielabenteuer, bei dem die Spieler in die Charaktere der Schüler schlüpfen und versuchen, den seltsamen Vorkommnissen auf die Spur zu kommen.

Dimitri hat große Freude daran, sowohl Pen&Paper-Rollenspiele zu spielen, als auch welche zu leiten. Dieses Abenteuer entstammt der Feder von Carsten Burgard, der ein Veteran der Pen & Paper-Rollenspiel-Tradition im CdE ist. Gespielt wird nach Midgard-Regeln, Austragungsort ist jedoch die gute alte Erde. Für das Abenteuer gibt es vorgefertigte Charaktere, welche sehr ausführliche Charakterisierungen und ein vordefiniertes Netz sozialer Verflechtungen haben - vorherige Charakterverteilung ist Pflicht! Das Abenteuer ist ein (manchmal mit beiden Augen zwinkerndes) Spiel mit Klischees vor dem Hintergrund von, nun ja, merkwürdigen Vorgängen und alltäglichem Wahnsinn. Geeignet ist es für Anfänger und Veteranen, die gerne mal ein ungewöhnliches Setting ausprobieren wollen.

Dieser Kurs findet in beiden Hälften statt und kann nur als Ganzes besucht werden. Ein Ein-/Ausstieg zur zweiten Hälfte ist nicht möglich.

5. [beide Hälften] Assembler für den GameBoy (Color) (von Julius Clasen)

Hier geht es um Programmierung, wie sie früher gemacht wurde: Wir werden uns mit dem GameBoy (Color) beschäftigen und dafür den (im Vergleich zu modernen Hochsprachen extrem hardwarenahen) Assembler sowie einiges über die Hardware lernen. Damit können wir ein Spiel entwickeln, das auch auf echten GameBoys funktioniert. Das Ganze wird gerade aufgrund der Hardwarenähe und den Limitationen des Geräts interessant, da es solche Fälle heutzutage kaum mehr gibt.

Kenntnisse zu grundlegenden Programmierstrukturen wie Schleifen (in einer beliebigen Sprache) werden vorrausgesetzt.

Außerdem solltet Ihr einen Laptop mit Windows haben. Dieser Kurs findet in beiden Hälften statt, ein Einstieg mittendrin ist nicht möglich.

Julius ist in der 11. Klasse und beschäftigt sich bereits seit längerem mit dem GameBoy (und hat darüber auch eine Facharbeit geschrieben).

6. [beide Hälften] Praktisches Arbeiten in Haskell (von Klaus Aehlig, Niklas Hambüchen)

Haskell ist als reine funktionale Sprache mit ausdrucksstarkem Typsystem mathematisch sehr ansprechend. Darüberhinaus (oder gerade deshalb) eignet sie sich auch gut, um praktisch damit zu arbeiten und Projekte zu realisieren. Letzteres soll im Kurs vermittelt werden, der gegen Ende in ein mehrtägiges gemeinsames Projekt mündet (was das Projektthema angeht sind wir für Vorschläge offen, haben, wenn nötig aber auch eigene Ideen). Dadurch, daß wir zwei Kursleiter sind können wir Teilnehmer mit unterschiedlichen Vorkenntnissen im Kurs integrieren ohne jemanden zu über- oder unterfordern.

Es handelt sich um einen langen Kurs, bei dem sich auch ein Besuch nur der ersten Hälfte sinnvoll ist. Ein Einstieg in die zweite Hälfte ist mit grundlegenden Haskell-Kenntnissen möglich. Bei Fragen dazu dürft ihr den Kursleitern sehr gerne an ihre in der CdE-Datenbank hinterlegten Email-Adressen schreiben.

Klaus Aehlig hat Mathematik und Informatik studiert und arbeitet jetzt als Programmierer in der Industrie. Im Rahmen letzterer Tätigkeit hat er mal 3 Jahre hauptsächlich mit Haskell gearbeitet.

Niklas Hambüchen hat Informatik studiert und ist seit 2015 selbstständiger Haskell-Consultant und hilft kleinen und großen Unternehmen mit deren Haskell-Projekten. In seiner Freizeit bastelt er gerne mit zwei Freunden an seinem 3D-Scan-Startup, ebenfalls in Haskell.

7. [beide Hälften] Arabisch (von Dorothea Reule)

Wie funktioniert eigentlich die arabische Schrift? Und ist diese Sprache überhaupt aussprechbar? Wir lernen das arabische Alphabet und beginnen sofort, Ägyptisch-Arabisch zu sprechen, so dass wir zu Kursende eine einfache Unterhaltung führen können. Der Fokus liegt auf der gesprochenen Sprache, aber wir werden auch lesen und schreiben.

Daneben befassen wir uns mit der arabischen Sprachgeschichte, Kultur und den Unterschieden zwischen Hocharabisch und Dialekten.

Der Kurs geht über beide Akademiehälften, es kann auch nur der erste Teil besucht werden (Einstieg zur zweiten Hälfte nach Absprache). Vorkenntnisse sind nicht nötig, aber wenn ihr euch vor Kursbeginn schon mit dem arabischen Alphabet beschäftigen könntet (Materialien dazu werden verschickt), können wir direkt mit dem Schreiben und Sprechen anfangen. Ihr könnt aber auch teilnehmen, wenn ihr dafür keine Zeit habt. Und Menschen, die meinen, kein Talent für Sprachen zu haben, aber doch neugierig sind, sind herzlich eingeladen!

Dorothea promoviert in Semitistik und hat in Ägypten und Oman gelebt. Sie lernt gerne Sprachen, die niemand kennt, vor allem aber Arabisch.

8. [FÄLLT AUS beide Hälften] Russisch - eine Sprache vom Winkel der Linguistik (von Kaloyan Staykov)

DIESER KURS FÄLLT AUS. Bitte nicht mehr wählen.

Wollt ihr die Sprache des größten Landes sprechen? Habt ihr euch gefragt, wie eine slawische Sprache mit 6 Fällen “funktioniert”? Habt ihr euch gefragt, wie man das “R” richtig gut rollen kann? Ist es euch passiert, dass ihr eine Sprache selber erlernen wolltet? Die Antworten all dieser Sprachen finden wir zusammen innerhalb des Russisch - Kurses auf der Winterakademie. Der Kurs erstreckt sich über beide Hälften, also vom 27.08.2018 bis zum 06.08.2019. Wir beginnen beim Alphabet und der Aussprache und gehen dann zusammen einige Grundregeln durch. Des Weiteren lernen wir Floskeln, die im Alltag von Nutzen sein können. Gleichzeitig werden wir uns mit der Sprachwissenschaft beschäftigen, welche uns Tricks zum selbstständigen Spracherlernen aufdecken wird. Wir werden genug Zeit Sprachübungen widmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Am Ende des Kurses werden wir alltägliche Gespräche führen und Linguistikaufgaben lösen können.

Kaloyan kommt aus Bulgarien und schreibt nächstes Jahr das Deutsche Abitur. Seit der ersten Klasse lernt er Russisch und er beschäftigt sich auch sehr aktiv mit Linguistik.

9. [beide Hälften] Allzeit bereit - Unsere inneren Bodyguards (von Sabrina Rüschenbaum)

Winterzeit ist Erkältungszeit, auch wenn man seine Zeit nicht mehr in einem alten Schloss verbringt. Glücklicherweise brauchen wir kein Drachenblut zur Abwehr zu suchen, da die Evolution uns mit Bodyguards in Form eines Immunsystems versorgt hat.

Wir wollen uns in der ersten Hälfte mit allen Komponenten unseres Immunsystems befassen. Welche Mechanismen greifen bei einer Infektion? Welche Spieler müssen sich ergänzen, um ungebetene Besucher effektiv loszuwerden? Und was weiß man über das Immunsystem anderer Organismen?

In der zweiten Hälfte schauen wir uns an, was bei Fehlfunktionen unseres Immunsystems passiert. Dazu zählen Autoimmunerkrankungen, Allergien und Immundefizienzerkrankungen. Auch wollen wir sehen, welche Rolle das Immunsystem beispielsweise bei Krebserkrankungen spielt.

Der Kurs richtet sich an immunologisch Interessierte aller Altersklassen und Wissenshintergründe. Eine Teilnahme nur zur zweiten Hälfte ist bei Vorwissen oder der Bereitschaft, sich einzulesen, möglich (fragt im Zweifel vorher bei mir nach).

Sabrina hat am Universitätsklinikum Frankfurt am Main über das Immunsystem der Leber promoviert, führt dieses Thema nun am Universitätsklinikum Essen weiter und freut sich immer, wenn ihr Immunsystem gut arbeitet.

10. [beide Hälften] Linux für Einsteiger und Nicht-Nerds (von Alexander Mühlhausen und Michael Fritscher)

Linux für Einsteiger und Nicht-Nerds (Michael Fritscher & Alexander Cornelius Mühlhausen)

Du wolltest schon immer mal wissen, was die ganzen CdEler*innen machen, wenn sie auf ihrer Tastatur ein paar Zeilen eintippen, dann Text auf dem Display erscheint und ein kompliziertes Problem geradezu magisch gelöst wird? Dann bist du hier richtig!

In diesem Kurs werden wir uns von der Installation bis hin zu fortgeschritteneren Anwendungen mit Linux auseinander setzen. Vorkenntnisse oder besondere PC-Affinität sind hierbei explizit nicht von Nöten, der Kurs richtet sich insbesondere auch an jene Menschen, die sich einfach nur ein gut funktionierendes, sicheres und datenschützendes Betriebssystem wünschen. Zugleich werden auch Studierende verschiedener Fachgebiete, welche eine solide Grundlage für effizientes Arbeiten am PC, inklusiver einer Plattform für schnelle und präzise Lösung komplizierter Probleme, suchen, auf ihre Kosten kommen. In der zweiten Hälfte wird das Erlernte anhand kleinerer Projekte vertieft. Falls du noch nicht überzeugt bist, findest du im Folgendenden weitere Informationen:

Was ist Linux?

Linux beschreibt in erster Hinsicht eine Betriebssystemfamilie wie Windows oder OS X. So gibt es viele verschiedenen Linux-Systeme, namentlich etwa Ubuntu, Fedora oder Manjaro, wobei wir im Kurs Eines installieren werden. Ein großer Vorteil von Linux ist, dass es, anders als obige Systeme, i.A. nicht an große Konzerne gebunden ist und somit auch keine Daten an solche überträgt. Desweiteren kann man Linux-Systeme sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen, sodass man seine Problem ideal lösen kann. Es gibt für fast jeden Anwendungszweck eine Linux-Version: Ob als normales, tägliches System für den eigenen Laptop, als Grundlage für den eigenen Heimserver, als Media Center am heimischen TV oder aber auch in der Wissenschaft zum Betrieb von Supercomputern. Lediglich in den Bereichen PC-Spiele und professionelle Bildbearbeitung ist Linux nicht zwingend die erste Wahl, auch wenn es grundsätzlich auch hierfür nutzbar ist.

Was brauche ich, um am Kurs teilzunehmen?

Nicht viel, außer einem halbwegs aktuellen Laptop mit einigen wenigen dutzend GB freiem Speicherplatz¹, etwas Interesse und einem aktuellen Backup².

¹Leider ist die Linux-Installation auf Microsoft Surfaces oder Macbooks eine nicht triviale Angelegenheit (auch wenn es insbes. bei Letzteren möglich ist), welche den Rahmen dieses Kurses übersteigt. So es sich jedoch um eine der leistungsfähigeren Versionen dieser Geräte handelt, kann Linux auch in einer sogenannten Virtuellen Maschine installiert werden. Falls du hieran Interesse hast, kontaktiere bitte vorher die Kursleiter. Grundsätzlich kann man Linux auf diese Art auch auf anderen Laptops installieren, allerdings ist die direkte Installation, parallel zu Windows oder als Hauptsystem, deutlich bequemer.

²Vor der Akademie solltest du ein Backup aller relevanten Daten auf externen Speichermedien erstellen. Da auch wenn die Installation von Linux parallel zu Windows i.A. absolut problemlos und ohne Datenverlust verläuft und die Kursleiter dies schon relativ oft gemacht haben, besteht immer ein geringes Restrisiko, dass doch etwas schief geht. Keine Sorge, dein bereits vorhandenes Windows ist (so du es nicht anders wünschst) bei fehlerfreier Installation danach noch immer genau so funktionabel wie vorher.

Ist ein Ein-/Ausstieg zur zweiten Hälfte möglich?

Da wir uns in der ersten Hälfte mit der Installation und den Grundfunktionen beschäftigen werden, ist ein Einstieg zur zweiten Hälfte grundsätzlich möglich, wenn man ein bereits funktionierendes Linux mit bringt und sich halbwegs damit auskennt. Allerdings solltest du in diesem Fall bitte die Kursleiter kontaktieren. Von einem Ausstieg zur zweiten Hälfte wird abgeraten, da man doch noch sehr viel Nützliches zur effizienten Bedienung des neuen Systems lernen wird, auch wenn Linux grundsätzlich gut dokumentiert ist.

An wen richtet sich der Kurs?

Wie oben schon beschrieben, richtet sich der Kurs grundsätzlich an die verschiedensten Gruppen. Lediglich Menschen, die Linux seit mehreren Jahren nutzen und sich auch auf der Kommandozeile wohl fühlen, werden vermutlich nicht mehr allzu viel Neues Lernen.

11. [beide Hälften] Die Wacht am Rhein - ein Cthulhu-Rollenspielszenario (von Carsten Burgard, Maike Kreutz)

Es ist März des Jahres 1939. Nach dem endgültigen Bruch des Münchener Abkommens durch den Einmarsch der Wehrmacht in der Tschechoslowakei und dem damit verbundenen Ende der Appeasement-Politik stehen die Zeichen mehr denn je auf Krieg. Die Kriegsvorbereitungen im deutschen Reich laufen auf Hochtouren. Mit der Rhetorik von Blut und Boden und Anlehnungen an nordische wie germanische Heldensagen errichten die Vordenker der rechten Reichspropaganda eine Ideologie der Vernichtung - eine Heldensage, deren Anhänger die Welt mit Krieg überziehen sollen. Doch auch in Wissenschaft und Technik tut sich einiges: Größen wie Werner von Braun tragen ihren Teil dazu bei, und in den Gesellschaftswissenschaften ringt die SS-Forschungsgemeinschaft Ahnenerbe um die Deutungshoheit über archäologische, anthropologische und geschichtliche Fragen, welche die deutsche Führung als gleichsam kriegswichtig einstuft.

Vor dieser realweltlichen Kulisse soll in diesem Kurs ein Rollenspielszenario des Horror-Rollenspiels Cthulhu gespielt werden. Aus dem Nichts heraus erhalten die Spielerfiguren – Wissenschaftler, Ausgrabungsleiter, Sicherheitsleute und eine Journalistin – Einladungen, sich zum 1. April auf Schloss Drachenfels in Königswinter einzufinden und einer ominösen "Projektbesprechung" in der Nibelungenhalle beizuwohnen. Erst vor Ort erfahren sie, dass sie Teil einer archäologischen Expedition ins Mittelrheintal werden sollen, mit dem Ziel den verloren geglaubten Nibelungenschatz zu bergen. Warum aber eine archäologische Expedition einer solchen Geheimhaltung bedarf, warum der Initiator des Projekts ein Professor der Mathematik ist, und warum er glaubt, durch seine nur ihm verständliche Weltformel ermittelt zu haben, dass dieser Schatz an der Loreley verborgen sei – das erschließt sich wohl nur demjenigen, der seinen Geist leichtfertig diesen wahnsinnigen Ideen aussetzt.

Dieser Kurs ist ein Horror-Rollenspielszenario, bei dem die cthulhoiden Fantasien Lovecrafts mit der esoterischen Mystik der Nationalsozialisten vermengt werden – vor dem Hintergrund eines der größten und vernichtendsten Ereignisse der Menschheitsgeschichte. Hast du Lust in die Rolle eines Expeditionsteilnehmers zu schlüpfen und die Schrecken der Zeit spielerisch selbst mitzuerleben?

Das Szenario wurde von Carsten und Maike, die den Kurs gemeinsam leiten, extra zu diesem Zweck geschrieben.

Hinweis: Teilnehmer*innen müssen 16 Jahre alt oder älter sein.

12. [beide Hälften] Eposschmiede (von Pascal Schonka und Saphira Schnaut)

Uns wird in alten Erzählungen viel Wunderbares berichtet, und weil Winterzeit Geschichtenzeit ist und Abende am Kamin mit selbstgeschmiedeten Epen so schön sind, wollen wir in diesem Kurs gemeinsam eine vollständige Geschichte schreiben.

So statte dich aus mit ausreichend Vorfreude, Experimentier- und Schreiblust, bring Ideen (zu toten oder lebendigen Drachen, Luftballons, Rache oder Butterbroten, deiner Phantasie seien keine Grenzen gesetzt!) und einen Laptop mit und auf geht es ins Reich der Geschichten! Auf dem Weg dahin werden uns einige kleinere Schreibübungen begegnen.

Nach einem Geschichten-Weben-Kurs und einer Buchwerkstatt, den Pascal und Saphira mit großer Begeisterung besucht haben, ist dies die dritte Generation eines Geschichtenschreib-kurses. Je nach Anmeldungssituation werden wir den Kurs in der zweiten Hälfte wiederholen oder an der ersten Geschichte weiterschmieden.

Pascal erzählt leidenschaftlich gern Geschichten und schreibt sie manachmal sogar auf. Saphira schreibt gerade an ihrer Masterarbeit in Wasserwirtschaft und freut sich schon sehr darauf, zur Abwechslung mal etwas lesen oder schreiben zu können.

13. [beide Hälften] Esoterische Rechnerarchitekturen (von Roland Köbler)

In diesem Kurs werden wir zwei Themen verbinden: esoterischen Programmiersprachen und den inneren Aufbau von CPUs.

Dazu werden wir uns

- zunächst esoterische Programmiersprachen ansehen und selbst ausprobieren,

- überlegen, wie man einen Prozessor dafür bauen könnte,

- mit den dazu notwendigen digitale Schaltungen beschäftigen

- und schließlich solche Prozessoren in einer Logiksimulation (Logisim) auf Gatterebene (ggf. Transistorebene) entwerfen und testen.

Je nach Interesse können wir für diese Prozessoren danach noch Assembler und Compiler entwickeln und sie mit der Architektur üblicher Prozessoren vergleichen.

Das Ziel des Kurses ist es dabei, mit viel Spaß coole (wenn auch eher nutzlose) Dinge zu entwickeln und quasi nebenbei eine ganze Menge über die Funktionsweise von Computern bzw. CPUs lernen.

Voraussetzungen: Ein Notebook sowie Programmierkenntnisse in einer beliebigen Sprache.

Der Kurs erstreckt sich über beide Akademiehälften. Eine Teilnahme nur an der 1. Hälfte ist ohne Probleme möglich, eine Teilnahme nur an der 2. Hälfte ist ggf. bei entsprechenden Vorkenntnissen nach Rücksprache mit dem Kursleiter möglich.

Roland ist Elektrotechnik-Ingenieur, hat schon CdE-Kurse über esoterische Programmiersprachen und digitale Schaltungen gehalten, und freut sich darauf, nun beides zu verbinden.

14. [beide Hälften] Die ganze Welt ist Bühne (von Charlotte Mertz, Rebekka Forster)

Auch die Jugendherberge Oberwesel! Ganz nach diesem Motto möchten wir auf dieser WinterAkademie einen Theaterkurs anbieten, in dem wir gerne mit euch ein (möglicherweise englischsprachiges) Stück auf die Bühne bringen würden. Der Fokus dieses Kurses soll ganz auf der dramatischen Arbeit und dem Inszenieren der Szenen liegen. Der Kurs richtet sich an alle, die Lust haben, an einer Theaterproduktion mitzuwirken. Schauspielerische Erfahrungen sind dazu nicht notwendig, schaden aber natürlich nicht. Auch wer lieber nur eine kleine Rolle übernehmen würde, ist ganz herzlich willkommen – schließlich braucht eine Theaterproduktion nicht nur Schauspieler, sondern jede Menge kreative Köpfe, die sich Gedanken zu Bühne, Maske, Props und vielleicht sogar Musik machen möchten.

Da die Erarbeitung und Inszenierung eines Stückes viel Zeit in Anspruch nehmen wird, ist ein Ein- bzw. Aussteigen zur zweiten Hälfte der Akademie leider nicht möglich.

Charlotte studiert Englisch und Musik und hat vor einigen Jahren mal in einer Theatergruppe mitgespielt. Rebekka studiert Jura und beschäftigt sich nebenbei sehr viel mit englischer Literatur und Theater.

15. [beide Hälften] Einführung in die Differentialgeometrie (von Philip Schwartz, Bejamin Haake)

Die Differentialgeometrie ist ein Gebiet der Mathematik, in dem sogenannte differenzierbare Mannigfaltigkeiten untersucht werden: höherdimensionale Räume, die das anschauliche Konzept von glatten Kurven und Flächen verallgemeinern. Da stellen sich gleich mehrere Fragen: Was heißt denn „glatter Raum“ genau? Wie ist das mit dem Differenzieren von Funktionen? Und wie kann man in so einem Raum von Richtungen reden? Diese und noch viele weitere Fragen wollen wir beantworten. Dabei soll es größtenteils um grundlegende Konzepte gehen, die ohne Zusatzstrukturen auskommen: Wir werden natürlich Mannigfaltigkeiten definieren, lernen, was Tangentialvektoren sind, uns mit Differentialformen und Vektorfeldern beschäftigen und auf unserer Reise auch Flüsse abseits von Karten entdecken.

Um am Kurs teilnehmen zu können, solltet ihr ein sicheres Verständnis von Vektorräumen haben und gut mit mehrdimensionaler Differentialrechnung vertraut sein, ca. im Umfang einführender Lineare-Algebra- und Analysis-Vorlesungen. Außerdem solltet ihr generell Spaß an abstrakter mathematischer Denkweise haben.

Der Kurs findet über beide Hälften statt. Ein Einstieg zur zweiten Hälfte ist nach Absprache mit den Kursleitern möglich.

Philip hat Physik und Mathematik in Hannover und Cambridge studiert, promoviert in Hannover über allgemeine Relativitätstheorie, singt in zu vielen Chören und findet es merkwürdig, über sich in der dritten Person zu schreiben.

Benni studiert Physik in Heidelberg, ist fasziniert von den geometrischen Grundlagen physikalischer Theorien und hat in seiner (gerade abgeschlossenen) Bachelorarbeit über allgemeine Relativitätstheorie geschrieben.

16. [beide Hälften] Entspannen mit Yoga (von Lena Schneegans)

Entspannung, eine zivilisierte Form des Nichtstuns. Dieser Kurs richtet sich an all diejenigen, die sich aus dem Alten und/oder ins neue Jahr aktiv entspannen und ein paar Schritte zu sich selbst gehen wollen. Vom Anfänger bis regelmäßig praktizierendem Yogi ist jeder willkommen.

Dieser Kurs richtet sich auch an Menschen, für die das folgende alles asiatische Dörfer sind. Es werden Entspannungstechniken wie z.B. progressiver Muskelentspannung, verschiedene Asanas (Körperhaltungen) aus der Yoga-Vidya Grundreihe und dem Yin-Yoga (lange gehaltene, angenehm eingenommene Dehnübungen) und auch verschiedene Atemübungen Verwendung finden. Ergänzt wird dieses Programm durch meditative Spaziergänge an der frischen Luft. Nach Absprache mit den Teilnehmern lässt sich das Kursprogramm um Massagen, Faszientraining (Entspannung des Bindegewebes) und Ausflüge ins Nasse auf Tauchfahrt nach Schätzen im Pool erweitern.

Jeder Teilnehmer benötigt neben einer Isomatte (oder vergleichbare, nicht zu weiche Unterlage) möglichst eine Kuscheldecke und Meditations- bzw. härtere Kissen.

Die Kissen dienen allen nicht Schlangenmenschen dem Zweck unleidliches Zwicken in manchen Positionen durch Abstützen garnicht erst aufkommen zu lassen.

Lena promoviert in der Verkehrstechnik und nimmt seit Anfang des Jahres an einer Yogalehrer-Ausbildung bei Yoga Vidya teil. Neben dieser Grundreihe beschäftigt sie sich mit Yin-Yoga und Faszientraining.

Hinweis: Teilnehmer*innen müssen 18 Jahre alt oder älter sein.

17. [beide Hälften] Verstrickt und zugenäht (von Miriam Braun, Sonja Kupfer)

Willkommen in unserer Kreativwerkstatt!

Ob Stricken, Sticken, Häkeln oder Nähen - jeder Teilnehmer kann nach Lust und Laune in einer gemütlichen Runde seiner Vorliebe nachgehen. Der Kurs richtet sich an alle interessierten Menschen, egal ob erfahren oder unerfahren.

In der ersten Hälfte werden wir uns die Grundlagen der Handarbeit ansehen und in der zweiten Woche besteht die Möglichkeit, eigene Projekte umzusetzen. Natürlich können auch in der zweiten Woche noch neue Gesichter dazu stoßen.

Viele Ideen warten darauf, von euch umgesetzt zu werden - vom gestrickten Sockenpaar über das Besticken eines Handarbeitsbeutels bis hin zum Nähen eines Nadelbuches.

Zur gemütlichen Atmosphäre können wir Hörbücher hören oder uns auch etwas vorlesen. Natürlich wird es uns auch nicht an Tee und selbst gebackenen Plätzchen fehlen.

Miriam ist ehemalige Waldorfschülerin und verfolgt schon lange kreative Projekte.

In der 2. Hälfte stößt Sonja zum Kurs (um euch auf die Finger zu schauen) und es dann für alle Interessierten die Möglichkeit sich zusätzlich etwas technischer mit dem Stricken zu beschäftigen um genau zu verstehen warum man das eigentlich so macht, und ob das auch anders geht (meistens ja) und wie man das für eigene Projekte nutzen kann. Bei weiterem Interesse ergeben sich vielleicht auch Einblicke in was man noch so alles mit Wolle (oder ähnlichem) anstellen kann. Von eine Handspindel ausprobieren bis was ist eigentlich Nalbinding oder auch warum Weben wie Programmieren sein kann. Natürlich soll trotzdem Zeit zum Entspannen bleiben.

60. Digitale Barrierefreiheit (von Hannah Steil, Christian Krautschneider)

Wir alle nutzen täglich das Internet, zum Kommunizieren, zum Einkaufen, für Informationen und zum Lesen. Diese Möglichkeiten haben nicht alle Menschen. Viele Menschen mit Behinderung können auf Grund ihrer Einschränkungen diese Angebote nur teilweise nutzen. In diesem Kurs wollen wir uns mit der Frage beschäftigen, wie alle besser das Internet nutzen können. Wir werden uns rechtliche Grundlagen und Richtlinien ansehen, verschiedene Formen der Behinderungen näher kennen lernen und darüber sprechen, wie Webseiten barrierefreier gestaltet werden können.

Evtl. werden die Kursteilnehmer gebeten kurze Referate vorbereiten.

Hannah studiert im Master Informatik, hat in einem Seminar das Thema kennen gelernt und begeistert sich seit dem dafür.

Christian studiert Philosophie und ist von dem Thema unmittelbar betroffen, da er blind ist.

61. Unser Bewegungsapparat (von Jonathan Popp)

Wir alle fahren zur WinterAkademie, stehen im Zug oder sitzen im Auto. Dass wir dabei nicht umfallen ist bereits eine Leistung, die unser Bewegungsapparat vollbringt. Aber warum fallen wir nicht um? Dass Muskeln, Knochen und Bänder Teil dieser Leistung sind und uns zur Bewegung befähigen, wird klar sein. Aber woher nimmt der Körper die Information wie unser Körper im Raum steht? Wie funktionieren Reflexe? Wie funktioniert ein Muskel auf zellulärer Ebene?

Wir wollen uns mit allen Fragen rund um die beteiligten Nerven, Organe, Muskeln, Sehnen, Bänder und so weiter beschäftigen. Dabei sei angemerkt, dass sich der Kurs an medizinische Laien richtet und ein Grundverständnis bieten soll. Soweit möglich werden wir uns, zum Beispiel Reflexe auch praktisch ansehen.

Jonathan studiert im dritten Semester Medizin an der RUB und ist immer noch total fasziniert wie komplex "ganz einfaches Stehen" doch eigentlich ist.

62. Die Tudors – Die Monarchie Englands zu Beginn der Renaissance (von Katharina Ring)

Das Haus Tudor saß zwar nur drei Generationen auf dem englischen Thron, dafür gehören diese knapp über 100 Jahre zu den aufregendsten der englischen Geschichte.

- Generation 1: Am Ende der berüchtigten Rosenkriege (eine der Hauptinspirationen für Game of Thrones) zwischen den Häusern Lancaster und York gibt es einen überraschenden Sieger: Henry VII. aus dem unbedeutenden Haus Tudor.

- Generation 2: Henry VIII. kennen viele als Mörder seiner Ehefrauen. Köpfen ließ er nur zwei von den sechs, aber alle Ehefrauen haben ihre eigene spannende Geschichte.

- Generation 3: Henrys Kinder Edward VI., (Bloody) Mary I. und Elisabeth I. regieren nacheinander, aber es ist Elisabeth, die in ihren 45 Jahren Regentschaft die arme, unwichtige Nation England in eine florierende Wirtschaftsmacht verwandelt.

Im Kurs werden wir uns unter anderem mit den Rosenkriegen, Henrys Frauen und dem Elisabethanischen Zeitalter befassen, viele Texte lesen und Dokumentationen schauen. Vorkenntnisse werden keine benötigt. Das Material ist hauptsächlich englisch; die Kurssprache können wir gemeinsam entscheiden.

Katy studiert Data Science in München und hat das letzte halbe Jahr damit verbracht, Geschichtsdokumentationen und -bücher zu verschlingen.

63. Bridge - Das Kartenspiel (von Jonas Bley, Niklas Reusch)

Bridge is such a sensational game that I wouldn't mind being in jail if I had three cellmates who were decent players and who were willing to keep the game going 24 hours a day.“

Warren Buffet beschreibt mit diesem Satz ein Spiel, das aufgrund seiner Spieltiefe interessant genug ist, um es ein Leben lang zu studieren und zu spielen. Es fordert Fähigkeiten in Kommunikation, logischem Denken, Improvisation, Menschenkenntnis und Krisenbewältigung. In seiner Turnierform ist Bridge ein Kartenspiel, bei dem Kartenglück keine Rolle spielt, da alle mit den selben Kartenverteilungen spielen. Die beste Spieldurchführung gewinnt. Bridge ist das einzige Kartenspiel, das als olympische Disziplin anerkannt ist.

Jonas ist spielebegeisterter Mathe- und Physikstudent aus Münster. Vor einem Jahr, nach Niklas zehnter Schweinerei im Doppelkopf, erklärte er ihm Bridge und schleifte ihn mit zu einem Bridgecamp. Seitdem wollen wir Bridge im CdE verbreiten und bieten deshalb einen Kurs für jedermann an! Ob du noch nie Karten in der Hand gehalten hast, oder bereits seit Jahren spielst, ist spätestens nach der ersten Kurseinheit irrelevant. Wir werden alle Spielbereiche theoretisch betrachten, mit persönlichen Anekdoten versehen und in etwa gleichem Anteil mit Praxis untermalen.

64. Das Neue Testament - Eine Einführung (von Mathis Kreitzscheck)

Was ist das Neue Testament? Warum heißt das so? Heißt das wirklich so? Was steht da drin? … und überhaupt!?

Das Neue Testament begleitet den im 1.Jh. einsetzenden Herausbildungsprozess des frühen Christentums und ist zugleich Produkt und Abbild dieses Prozesses. So bildet sich allmählich der zweite Kanonteil der christlichen Bibel, dessen Inhalt, Zusammensetzung und antiker Kontext uns im Kurs beschäftigen wird.

Neben der Lektüre der neutestamentlichen Texte werden wir dabei über die Verbreitung der ersten Christen im Mittelmeerraum sowie die Auseinandersetzung mit dem alttestamentlichen Erbe und der späthellenistischen Umwelt des Neuen Testaments sprechen. Der Kurs kann als Aufbaukurs zum Kurs „Das Alte Testament – Eine Einführung“ verstanden, aber auch problemlos alleine besucht werden.

Vorkenntnisse sind keine notwendig, vorbereitende Lektüre und gegebenenfalls Referate wird es geben.

Mathis (27) hat Theologie, Altorientalistik und Griechische Philologie studiert und promoviert derzeit zu Geschichtsschreibung und geschichtlichem Denken im Alten Testament und im Alten Orient.

65. Songwriting und Musikproduktion (von Tim Merzhäuser und Johann Pibert)

Von der Idee zum Gesamtwerk: In diesem Kurs wollen wir uns der Kunst widmen, Gefühle und Gedanken in Musik zu verpacken. Dabei werden wir nur wenig Zeit mit Musiktheorie verbringen, sodass wir von Anfang an eigene Songs schreiben und produzieren können. Für diejenigen ohne Vorerfahrung werden wir leicht zu erlernende Techniken zeigen. Wenn du also schon immer in einem Team Popmusik schreiben wolltest, bist du herzlich willkommen! Dabei spielt es keine Rolle, ob du gerne Lyrics schreibst, singst, Gitarre, Klavier oder ein anderes Instrument spielst – oder einfach als verrückter Fan dafür sorgst, dass die Musik bei dir und beim Publikum gut ankommt.

Tim studiert Informatik und BWL. Er spielt Saxophon und beschäftigt sich seit Jahren mit Musikproduktion und Songwriting.

Johann ist Psychologe und Filmwissenschaftler. Er hat erst kürzlich seine Liebe zum Songwriting entdeckt.

66. Algebraische Topologie: Kategorientheorie und Homotopietheorie (von Florian Kranhold)

Hinweis: Die zweite Hälfte ist eine Fortsetzung. Sinnvolle Vorkenntnisse hat man, wenn man (a) die erste Hälfte besucht hat oder (b) den Topologie-Kurs im Sommer besucht hat oder (c) sich ein 25-seitiges PDF, das ich verschicke, im Selbststudium angeeignet hat.

Dieser Kurs ist für diejenigen, die zum einen Geometrie mögen, aber zum anderen sehr viel Spaß an abstract nonsense und verallgemeinerten Konzepten haben: Wir möchten den Begriff der Homotopie einführen und die Welt der topologischen Räume so bearbeiten, dass sie aussieht wie eine Welt algebraischer Objekte.

Zunächst müssen wir unser kategorientheoretisches Werkzeug schärfen: Wir werden das Konzept adjungierter Funktoren verstehen und punktierte sowie additive Kategorien studieren. Danach werden wir das Konzept von Homotopie erarbeiten und uns die Kompakt-Offen-Topologie anschauen. Damit erhalten wir die Smash-Hom-Adjunktion und viele andere schöne Dinge. Abschließend werden wir H-Gruppen untersuchen und höhere Homotopiegruppen definieren.

Florian promoviert seit Oktober 2018 in der Topologie in Bonn. Auf Akademien ist er meistens singend und mit Kaffee anzutreffen.

67. Tanzen für Anfänger (von Viktoria Ronge, Julia Roigk)

Ihr wollt eure Tanzkenntnisse ausbauen, wisst aber nicht genau, wo ihr anfangen sollt? Ihr wollt einfach am nächsten Tanzabend nicht nur daneben stehen, sondern auch selbst die Fläche mit aufmischen? Ihr habt keinen festen Tanzpartner, wisst aber auch nicht, wie genau das mit dem Führen und Geführt-werden funktioniert?

Kein Problem, denn der Tanzkurs geht in die Reprise! In der zweiten Hälfte wollen wir Grundschritte und einige Figuren in den Paartänzen ChaChaCha und Tango erarbeiten. Dabei sollen auch Technik und Führung

(bzw. Führen lassen) nicht zu kurz kommen. Auf Wunsch der Teilnehmer können wir uns auch noch mit einem weiteren Tanz beschäftigen.

Bitte teilt uns bei der Anmeldung mit, ob ihr gerne Herren- oder Damenschritte lernen möchtet, und ob es für euch in Ordnung wäre, mit jemandem des gleichen Geschlechts zu tanzen.

Julia hat über zehn Jahre lang Standard und Latein getanzt und Vicky trainiert aktiv Standard. Da außerhalb des CdE häufig zu wenig Herren vorhanden sind, sind beide dazu übergegangen, auch selbst als Herr die Führung zu übernehmen.

68. Crashkurs Französisch (von Daniel Kalak)

Was draußen für den Schnee gilt, gilt drinnen auch für uns: In dieser einen Woche wird man nicht einfach „fließend“, vor allem nicht im Französischen. Stattdessen will dieser Kurs euch mit den wichtigsten Vokabeln, Regeln und Tipps einen Überblick über denjenigen Teil dieser reizvollen Sprache verschaffen, den ihr nicht einfach in einem Wörterbuch nachschlagen könnt.

Schritt für Schritt werden wir uns u.a. damit beschäftigen, wie – oder eher: welchen Teil der Wörter wir aussprechen dürfen, wie wir Verben am besten beugen, ohne sie zu zerbrechen, und wie wir einsturzsichere Sätze bauen können. Der Kurs richtet sich dabei sowohl an alle, die sich zum ersten Mal an die Sprache wagen wollen, als auch an alle, die ihre eingerosteten Kenntnisse frisch ölen möchten.

FAQ: Ja, der Fokus liegt eher auf der Grammatik. Nein, es gibt keine Tests. Doch, wir werden (bei genug Zeit) auch coole Sachen machen, z.B. Lieder hören und übersetzen.

Daniel hat acht Jahre Französischunterricht genossen, davon zwei Jahre lang seinen Nachhilfeschülern selbst welchen angetan und im April sein Französisch-Abitur bezwungen. Ab Oktober versteckt er sich als Erstsemester zwischen den Heidelberger Juristen.

69. No Limit Texas Hold'Em Poker (von Johannes Riemenschneider)

No Limit Texas Hold'Em Poker ist ein Setzspiel und das wahrscheinlich berühmteste Beispiel für ein Spiel mit unvollständigen Informationen. In Filmen und Medien ist die logische Konsequenz daraus, dass Pokerpartien durch ausgeklügelte Bluffs gewonnen werden. Aber was verbirgt sich wirklich hinter Poker? In diesem Kurs wollen wir neben einer gesunden Menge an Spielpraxis gemeinsam Anfängerstrategien erarbeiten, uns die Mathematik hinter Poker angucken und auf dieser Basis unsere Strategien erneuern.

70. Massage für Fortgeschrittene (von Leonard Klemz)

Nachdem wir in der ersten Hälfte alle Grundlagen gelernt haben wollen wir die zweite Hälfte dazu nutzen unsere Kenntnisse zu erweitern, anspruchsvollere Techniken zu lernen und auch mal die Themen "Sportmassage" und "Entspannungsmassage" genauer zu betrachten.

Dazu gibt es ein wenig zusätzliche Anatomie, etwas Theorie und wieder jede Menge Praxis.

Dieser Kurs baut auf die erste Hälfte bzw. auf den vergangenen Massagekurs aus 2015 auf und richtet sich an alle die in diesen Kursen dabei waren oder schon etwas Erfahrung mit Massage haben.

Im letzteren Fall bitte einmal Rücksprache mit mir halten falls ihr an der ersten Hälfte nicht teilnehmen könnt aber hier dabei sein wollt.

Materialien siehe erste Hälfte.

Leo ist 24 und hat mal an einer Ausbildung zum Physiotherapeuten teilgenommen und sich seitdem immer wieder mit Massage- und Entspannungstechniken beschäftigt und an Freunden geübt.

71. Reverse Mathematik: Wie man die Axiome aus den Theoremen beweist - und warum (von Merlin Carl)

Gemäß der üblichen Auffassung besteht Mathematik darin, aus elementaren Grundannahmen (Axiomen) Folgerungen (Theoreme) abzuleiten. Als grundlegend für die moderne Mathematik gilt dabei gewöhnlich die Axiomatik der Mengenlehre (ZFC). Doch welche Axiome werden zum Aufbau der meisten Teilbereiche der Mathematik, wie z.B. Analysis, Algebra, Kombinatorik, Zahlentheorie oder Logik tatsächlich benötigt? Diese Frage stellt sich die "reverse Mathematik", die die Theoreme dieser Gebiete nach der Stärke der Axiome klassifiziert, die zu ihrem Beweis benötigt werden. Dabei erweist sich erstaunlicherweise die überwältigende Mehrheit der Theoreme als zu einem von fünf hierarchisch geordneten Grundprinzipien, den "big five" äquivalent; zugleich werden damit Verbindungen zwischen vordergründig weit auseinanderliegenden Aussagen aufgezeigt. Überdies sind die Ergebnisse der reversen Mathematik für verschiedene Argumente in den Grundlagen und der Philosophie der Mathematik relevant und haben neuerdings auch ihren Weg in die Finanzmathematik und Optimierung gefunden.

Im Kurs werden wir die "big five" mit jeweils einigen der wichtigsten zu ihnen äquivalenten Theoremen und daran die Arbeitsweise der reversen Mathematik kennen lernen; zum Abschluß werden wir uns über die metamathematischen Implikationen dieser Ergebnisse Gedanken machen. TeilnehmerInnen sollten über Grundkenntisse der oben erwähnten mathematischen Teilgebiete - etwa im Umfang der mathematischen Grundvorlesungen - verfügen, Interesse an mathematischer Logik haben und bereit sein, ein Referat zu übernehmen.

Merlin hat in mathematischer Logik promoviert und habilitiert und wechselt gerade von der Universität Konstanz an die Universität Flensburg.

72. Von drehenden Thronen und vibrierenden Protonen (von Philipp Rincke, Mathis Wölke)

Wenn Siegfried auf einem rotierenden Thron seinen schweren Goldkelch zum Mund führt, erhöht sich dabei seine Rotationsfrequenz.

Diese Art von Experiment ist vielen vermutlich als Einstieg in Rotationsbewegungen bekannt. Wir möchten in unserem Kurs auf noch wichtigere Effekte und Anwendungen von Drehimpulsen in aktueller Forschung eingehen.

In diesem Kurs werden wir mit Hilfe quantenmechanischer Grundlagen (auf weniger formeller Basis) Konzepte und Konsequenzen insbesondere auf die Kernphysik und Chemie, sowie daraus resultierende Spektroskopiemethoden erkunden.

Dieser Kurs zielt allgemein auf naturwissenschaftlich interessierte Teilnehmer ab; Vorkenntnisse jenseits der Oberstufenmathematik (Integrale und Vektorrechnung) sind keine Voraussetzung, schaden in geringem Umfang aber auch nicht.

Studenten der Physik oder Chemie werden sich vermutlich stellenweise langweilen, könnten aber dennoch der jeweils anderen Naturwissenschaft etwas abgewinnen; Kurswahl auf eigenes Risiko!

Mathis studiert im dritten Semester Chemie in Münster, Philipp ist auf den letzten Metern seines Bachelors in Physik; beide haben bereits einen Kurs geleitet.

73. Sprachtypologie, oder: Wie man eine Grammatik liest (von Gereon Kaiping)

Sprache, mit ihren quasi unbegrenzten Ausdrucksmöglichkeiten, ist eine fundamentale Eigenschaft des Menschen und fasziniert Denker seit tausenden von Jahren. Linguistische Typologie beschäftigt sich mit der Diversität und den Grenzen von Sprachen, indem sie deren strukturelle Eigenschaften vergleicht. Dazu lesen Typologen Grammatiken, Beschreibungen der Struktur einer Sprache, von den Lauten bis zur Strukturierung von Diskurs, die von Feldforschern verfasst werden, die in oft jahrelanger Arbeit Sprachdaten zusammentragen, analysieren und zusammenfassend beschreiben.

Dabei wird natürlich eine Menge Fachvokabular benutzt. Wer sich für Sprachen interessiert, hat vielleicht schon einmal von Plosiven, Lokativen, exklusivem „wir“ und SOV gehört. In diesem Kurs werden wir uns das Lesen von Grammatiken erarbeiten und dabei sowohl weitere Strukturen und die Begriffe dafür lernen (vielleicht Palatalisierung, Aspekt, Klassifikatoren und Verbserialisierung) als auch die Verteilung dieser Strukturen und teilweise ihre Entwicklung in der Zeit und Abhängigkeit voneinander diskutieren.

Da wir Grammatiken lesen werden, die nahezu ausschließlich Englisch als Metasprache nutzen, sind gute Kenntnisse im Lesen von Englisch eine Voraussetzung für eine sinnvolle Teilnahme an diesem Kurs; Kenntnisse in anderen Sprachen (einschließlich Kunstsprachen) und der Wille, sich das Internationale Phonetische Alphabet zu erarbeiten und sich dabei den Rachen zu verrenken sind manchmal hilfreich, um neue Beispiele zu erfinden und bestehende Beispiele zu lesen, aber nicht notwendig.

Gereon ist Postdoc am Leiden University Center for Linguistics (NL) und arbeitet am Computer mit Daten über 120 indonesische Sprachen, spricht aber selbst nur Deutsch, Englisch, Niederländisch und Brocken von Deutscher und Amerikanischer Gebärdensprache, Französisch, Latein und Indonesisch.

74. Informatik für Dummies (von Tobias Udtke)

Irgendwer diskutiert darüber, warum ein bestimmter Algorithmus besser ist, als ein anderer, aber du denkst bei dem Wort Rhythmus an einen Viervierteltakt? Du sprichst mehrere Sprachen fließend, aber in keiner davon kann man Programmieren?

Dann bist du in diesem Kurs genau richtig! Vollkommen einsteigerfreundlich und ohne jegliches erforderliches Vorwissen werden wir die wichtigsten Konzepte der Informatik kennenlernen. Angefangen bei grundlegenden Begriffen werden wir betrachten, was eigentlich das Binärsystem ist und warum es sich so gut für Computer eignet, wie ein Computer prinzipiell aufgebaut ist und was die Grenzen dessen sind, was Computer überhaupt berechnen können. Wir werden außerdem anhand von ein paar konkreten Beispielen die ganz wesentlichen Prinzipien des Programmierens behandeln, sodass ihr anschließend eine gute Basis habt, um selbstständig weiter zu machen.

Tobias ist Informatikstudent im 5. Semester und hat Spaß daran gefunden, seinen Nicht-Informatiker-Freunden die Welt der Computer näherzubringen.

75. Einführung in die Gruppentheorie (von Johannes Hahn)

Gruppen sind das mathematische Mittel, um Symmetrien aller Art zu beschreiben. Damit sind sowohl anschauliche Symmetrien geometrischer Objekte gemeint, als auch abstrakte Symmetrien etwa in physikalischen Gleichungen. Wir werden uns in diesem Kurs verschiedene Beispiele für Gruppen kennenlernen und allgemeine Eigenschaften herleiten. Insbesondere wollen wir auf den Satz von Jordan-Hölder und auf das Thema der einfachen Gruppen hinarbeiten, welche in der Gruppentheorie eine ähnlich zentrale Rolle einnehmen wie die Primzahlen in der Zahlentheorie. Wir werden Beispiele für einfache Gruppen kennenlernen.

76. Science-Slam: von Theorie und Praxis (von Sandra Krüger)

Wie arbeitet man Wissen so auf, dass man es jedem erklären kann? Wie gestalte ich einen Vortrag so spannend, dass mir wirklich jeder zuhört? Und wenn das alles klar ist, wie bringe ich das richtig rüber?

Mit all diesen Fragen schafft es das Konzept von Science-Slam Wissenschaft und Kunst unter einen Hut zu bringen. Alles ist erlaubt, aber wenn es nicht ohne Vorwissen verständlich ist, gähnend langweilig oder ohne Inhalt ist, dann kommst du nicht weit. Der Grund: das Publikum ist die Jury!

In dem Kurs wollen wir gemeinsam einige Science-Slam Beispiele analysieren und aus ihnen für unsere Texte lernen. Dieses Wissen wird dann im zweiten Teil des Kurses beim Schreiben (Ideen für Themen könnt ihr gerne mitbringen, weitere mögliche Themen werden wir im Kurs erarbeiten) und Vorbereiten des eigenen Beitrags angewendet. Der Abschluss des Kurses soll ein Science-Slam sein.

Es werden keine Vorkenntnisse gebraucht.

Sandra wird ab dem WS 18/19 Physik in Bochum studieren. Sie leitete in ihrer Schulzeit eine Slam-Poetry AG und half beim Organisieren einiger Poetry-Slams in ihrem Heimatort.

77. Vertiefendes zur Philosophie des Geistes (von Alexander Koch, Stefan Walzer, Max Daniel)

In diesem Kurs werden wir uns mit weiterführenden Themen in der Philosophie des Geistes beschäftigen. Eine nicht vollständige Auswahl denkbarer Kursabschnitte ist:

1. Wer oder was, jenseits von Menschen, kann Bewusstsein haben – was ist etwa mit Tieren, Kollektiven bewusster Individuen und Simulationen?

2. Kann die experimentelle Philosophie uns zeigen, von welchen Faktoren unsere intuitiven Urteile in der Philosophie des Geistes abhängen – und was folgt daraus?

3. Was ist von einigen außerhalb der Philosophie entwickelten Bewusstseinstheorien zu halten, etwa Tononis "Integrated Information Theory" oder Penrose und Hameroffs "Orchestrated Objective Reduction"?

Kursgrundlage werden überwiegend englischsprachige Artikel aus philosophischen und kognitionswissenschaftlichen Fachzeitschriften seit 1950 sein.

Teilnahmevoraussetzung sind vorbereitende Lektüre und Referat; Vorwissen – zum Beispiel aus unserem Kurs in der ersten Hälfte – oder die Bereitschaft zu zusätzlicher Vorbereitung sind zu empfehlen.

Alex und Stefan promovieren in Informatik. Max hat Mathematik studiert und forscht ab Oktober am Future of Humanity Institute.

78. Earthdawn: Der verkrüppelte Questor (von Thai Le Tran, Piotr Jardzioch)

Ihr befindet euch in einer Taverne inmitten der Stadt der Diebe, Kratas. Ein heiliger Mann hält eine flammende Rede gegen die Sklaverei, als er schreiend zusammenbricht – etwas hat seine Beine binnen Sekunden verkümmern lassen! Wenig später stürmt die Macht des Auges das Lokal und erklärt alle Anwesenden zu Tatverdächtigen. Der Assassine ist über alle Berge, aber er (oder sie) hat einen Fehler gemacht: Eines der vergifteten Geschosse ist zurückgeblieben.

Könnt ihr den Anschlag aufklären, bevor euch der Prozess gemacht wird? Es wird ein Kampf gegen die Zeit, und wehe, wenn der Attentäter euch bemerkt, bevor ihr ihn überhaupt kennt…

Dieses Abenteuer findet in der Welt von Earthdawn statt – und steht allen Pen&Paper-Rollenspielfans offen. Vorkenntnisse sind erwünscht, Charaktere werden gestellt.

79. Emotionale Intelligenz (von Katharina Bothe)

Hallo ihr CdEler,

Menschen sind doch nun wirklich interessante Konstrukte.

Bestimmt bist du schon einmal dem Ausdruck „emotionale Intelligenz“ begegnet - in einem mal mehr und mal weniger wissenschaftlichen Kontext. Er macht ebenso neugierig wie er irritiert, denn was unterscheidet denn Intelligenz von Fähigkeiten? Geht es nur um pseudowissenschaftliches Gefühlsgedöne oder ist dieser Begriff tatsächlich in der Psychologie definiert?

Der Kurs „EQ“ wird auf Daniel Golemans Buch „Emotionale Intelligenz“ basieren.

Wir werden Einblicke in verschiedene Grundlagen und Themen vornehmen, um ein breites Bild knüpfen zu können. Dabei werden auch Diskussionen nicht zu kurz kommen!

Das Buch vor dem Kurs zu kaufen und zu lesen ist nicht zwingend nötig.

Vorkenntnisse sind keine erforderlich, aber wenn vorhanden, natürlich willkommen! Diesbezüglich werden wir uns vor der Akademie per Mail austauschen und auch Referatsthemen klären (jaaaa.)

(An die Rationalität zu appellieren, ist nicht so wirkungsvoll wie an die Gefühle - also los:

Wähl diesen Kurs! Er ist sehr gut!)

Zur Kursleiterin: Katharina Bothe ist 19 und im 1. Semester des Lehramtsstudiums für Mathematik und Erziehungswissenschaften in Münster und studiert merkwürdigerweise gar nicht Psychologie, obwohl sie diese doch so liebt. Komischer Mensch. Muss was mit dieser Rationalität zu tun haben.

80. ImprovisationsTheater - Rollen annehmen und gestalten (von Sarah Andrea Koenigs)

Du liebst es in andere Rollen zu schlüpfen? Oder bist neugierig, was da so alles in dir steckt?

Dann herzlich Willkommen!

Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt, solange wir ihr den Raum dazu bieten. Und genau diese Freiheit soll uns der Kurs bieten, denn Improtheater hat nur eine Regel: SAG JA!

Und ganz nebenbei lernen wir uns selbst neu kennen und üben uns auf Andere einzulassen und dennoch unsere Vorstellungen und Wünsche umzusetzen.

Einsteigen werden wir mit einigen Übungen, die genau das schulen sollen (Beispiel: wir erfinden eine gemeinsame Gedchichte, aber jeder darf nur einen Satz sagen). Im Verlauf des Kurses lösen wir uns aber immer weiter von festen Rahmenbedingungen bis wir am Ende des Kurses mit einem einzigen Schlagwort eine völlig neue Story erschaffen und darstellen.

Vorwissen ist nicht notwendig.

(Wer hat, bringt bitte eine Decke oder Kissen zum Sitzen mit.)

Sarah ist aktuell im 2. Semesters Abitur am Weiterbildungskolleg (Erwachsenenbildung), was der 2. Hälfte der Klasse 11 ähnlich ist. Sie war selbst mehrere Jahre Teil einer Improtheatergruppe und freut sich schon sehr dieses Gefühl, das ihr das Spielen gibt, mit anderen teilen zu können.

81. Mechanismus-Design und Sozialwahltheorie (von Patrick Lahr)

Habt ihr euch beim Durchlesen von Kursbeschreibungen schon oft gefragt, was die beste Strategie ist, um eure Erstwahl zu bekommen? Sollte ich wirklich alle meine Präferenzen ehrlich angeben? Vielleicht bekomme ich ja Priorität, wenn meine weiteren Wahlen auch ausgebucht sind?

Wenn ihr euch solche Gedanken schon einmal gemacht habt, dann seid ihr das Problem, für die dieser Kurs die Theorie bereitstellt. Rationale Agenten tun in der Regel nämlich nicht das, was man ihnen sagt; sie wählen strategisch, verschweigen Dinge, die man gerne von ihnen wüsste und sagen manchmal A, wenn sie vorhaben, B zu tun. Um damit umgehen zu lernen werden wir versuchen, folgenden Fragen auf die Spur zu kommen: Gibt es Wahlsysteme, die nicht strategisch manipulierbar sind? Kann man Minderheiten bei Wahlen schützen? Lässt sich mit Geld wirklich alles lösen?

Der Kurs baut teilweise auf dem Kurs der ersten Hälfte auf. Separate Wahl nur dieser Hälfte ist möglich aber abzusprechen.

Patrick promoviert zu theoretischer Ökonomie in Bonn und ist derzeit für einen Forschungsaufenthalt in Yale. Ziel seiner Forschung ist es, herauszufinden, wann Gruppen effizient Entscheidungen treffen. Zuvor hat er Mathematik studiert und sich insbesondere im CdE viel mit Philosophie beschäftigt.

82. Klarträumen (von Tobias Raufeisen, Simon Tastekin)

Klarträumen (oder luzides Träumen) ist etwas, was viele schonmal gehört haben, wo sie aber nicht ganz wissen was sie davon halten sollen. Was für manche etwas ganz Natürliches ist, ist für andere ein kleines Hobby geworden und für wieder andere einfach esoterischer Schwachsinn. Doch Klarträumen kann das Leben auf vielen Ebenen verbessern. Sei es um Albträumen entgegen zu wirken, seine Schlafenszeit spannend zu nutzen (zum Beispiel auf heroischen Abenteuern Jungfrauen retten!) oder einfach ein schönes Hobby zu haben, es ist für jeden was dabei. In diesem Kurs werden wir uns damit beschäftigen, wie wir unsere Träume kontrollieren und was man alles Cooles dadurch machen kann.

Vorkenntnisse benötigt ihr keine.

An Materialien braucht ihr Stift und Block, und wenn es euch beim Schlafen hilft Schlafmaske/Ohrstöpsel (wir werden auch tagsüber ein wenig schlafen).

Tobias studiert Psychologie und hat eine Faszination für Hobbys die sonst fast niemanden interessieren.

Simon hat sich von Tobias Faszination anstecken lassen und versucht seit kurzem selbst sein Glück.

83. Die italienische Mafia – ein Überblick (von Katja Grimm)

Filme wie „Der Pate“ oder „Al Capone“ sind Klassiker der Kinogeschichte, Pizzen oder ganze Pizzerien werden als „Padrino“ oder „Mafia“ benannt und nicht zuletzt gibt es das im CdE allseits beliebte Werwolf-Spiel auch als Mafia-Variante. Was steckt wirklich hinter dem im 19. Jahrhundert entstandenen organisierten Verbrechen in Italien?

Im Kurs beschäftigen wir uns mit Fakten und Mythen rund um die italienischen Mafiaclans Cosa Nostra (Sizilien), Camorra (Kampanien), ’Ndrangheta (Kalabrien) und Sacra Corona Unita (Apulien). Wir werden behandeln, welche Strukturen in der Mafia zu finden sind, wie sie entstanden ist und wie sie sich auf die italienische Gesellschaft auswirkt. Nicht zuletzt werden wir auch einen Blick auf Widerstände werfen – und welche Rolle die Frauen auf beiden Seiten spielen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Katja studiert Romanistik und Philosophie in Leipzig, nähert sich aber dieses Semester – zumindest geographisch – der Camorra in Neapel an.

84. LaTeX-Lösungen 2.0 (von Thomas Nolden)

Wer eine längere Arbeit schreiben möchte, ist mit dem Textsatzsystem LaTeX oft besser dran als mit einem Textverarbeitungsprogramm wie Word. Auch gut strukturierte Präsentationen und normgerechte Briefe lassen sich mit LaTeX leicht erstellen. (Im CdE werden damit der exPuls, die Dokus, die Teilnehmerbriefe, die Namensschilder und meistens auch die Tagespläne erstellt.)

In diesem Einführungskurs erstellst du solche Dokumente selbst und lernst das dazu Nötige. Nach dem Kurs bist du für die gelegentliche oder tägliche Arbeit mit LaTeX gut gerüstet und kannst dich in spezielle Themen nach Bedarf weiter einlesen.

Im Kurs beschäftigst du dich mit der Erstellung von kurzen und langen Texten vom Übungsblatt bis zur Abschlussarbeit, d.h. mit Querverweisen, Abbildungen, Tabellen, Literaturverzeichnis und Formelsatz (nach Bedarf). Darüber hinaus lernst du etwas über Backups, Datensynchronisation zwischen mehreren Rechnern und Kooperation beim gemeinsamen Bearbeiten von Texten: praktisch unverzichtbar für längere Arbeiten. Außerdem erlangst du Grundwissen über Layout und Typografie.

Der Kurs richtet sich an Personen mit keinen oder geringen LaTeX-Vorkenntnissen. Die Zielgruppe sind Studierende aller Fächer; herzlich willkommen sind auch Nicht-mehr-Studierende, die LaTeX bisher verpasst haben, und ambitionierte Schüler, die schon jetzt damit anfangen möchten.

Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Du solltest einigermaßen mit deinem Rechner umgehen können. Einen Text mit LaTeX zu erstellen ist im Grunde nicht schwer, es empfiehlt sich allerdings, das vor der Abschlussarbeit zu lernen und zu üben.

Mitzubringen ist ein Laptop. Als Vorbereitung gibt es einige Installationsaufträge.

Der Kursleiter ist Mathematiker und verwendet LaTeX seit vielen Jahren für ganz unterschiedliche Dokumentarten. Er freut sich, wenn ihm ehemalige Kursteilnehmer von ihrer erfolgreich mit LaTeX erstellten Fach-, Bachelor- oder Masterarbeit erzählen.

85. Compilerbau in Theorie und Praxis (von Tamás Korodi, Christoph-Simon Senjak)

In diesem Kurs werden wir uns damit beschäftigen, wie Compiler für Programmiersprachen funktionieren. Ein Compiler dient dazu, von Menschen geschriebenen Programmcode in eine Form umzuwandeln, die der Prozessor direkt ausführen kann. Denn mit einem print("Hello World") können elektrische Schaltkreise wenig anfangen.

Diese Umwandlung wird in mehreren Teilschritten ausgeführt. Zunächst einmal muss ein Compiler lernen, Zahlen von Wörtern oder Rechenzeichen zu unterscheiden. Anschließend muss der Compiler aus den elementaren Bestandteilen kompliziertere Strukturen wie geklammerte Ausdrücke, For-Schleifen und Prozeduren zusammensetzen. Wurde der menschengeschriebene Code vom Compiler durchanalysiert, so können hieraus letztendlich die sprichwörtlichen Nullen und Einsen für den Prozessor erstellt werden. Dabei soll die generierte Ausgabe auch optimiert werden, so dass unser fertiges Programm möglichst schnell läuft.

Das ist erstmal die stark vereinfache Erklärung. Im Kurs werden wir uns natürlich alles detaillierter ausschauen. Zum Beispiel sehen wir wie Speicherverwaltung funktioniert oder wie automatisiert Fehler gefunden werden können. Zum Ende des Kurses werden wir uns auch selber an die Entwicklung eines einfachen Compilers heranwagen.

Vorkenntnisse: Um den Kurs folgen zu können, solltet ihr schon Kenntnisse in mindestens einer Programmiersprache haben.

Kursleiter: Tamás und CSS sind langjährige CdEler, die auch mal in ihrer Freizeit gerne was programmieren.

86. Greenwashing - Gefälschte Nachhaltigkeit (von Michelle Klein, Jennifer Backes)

McDonalds Nachhaltig? Niemals. Nestlé? Absolut gar nicht. Aber warum ist ihr Logo und vermeintliches Image so grünlastig? Viele Firmen nutzen eine Lücke in einer Marketingstrategie (CSR), die eigentlich ein klares, ehrliches, nachhaltiges Image kreieren soll, woraus leider das sogenannte Greenwashing entsteht.

Doch, kann man diese Lücke schließen? Und wenn nein, wie kann ich als Verbraucher nicht darauf rein fallen? Diesen Fragen und noch vielen weiteren werden wir im Kurs auf die Spur gehen und versuchen, am Ende vielleicht sogar ein Konzept zu erarbeiten, wie man einfach und ohne große Vorkenntnisse erkennt, wer „greenwashed“ und wer wirklich Nachhaltig ist.

Jennifer und Michelle sind Schülerinnen der 12 Stufe am Max-von-Laue Gymnasiums in Koblenz. Unter Betreuung des Center for Advanced Sustainable Management in Köln wurde zu dem Thema eine Facharbeit verfasst, in der ähnliche Fragen besprochen wurden, und womit sie den Kursteilnehmern eine Basis geben wollen und können, eigenständig sich auf die Spur des Greenwashings zu begeben.

98. Warteliste 2. Hälfte (von )

Diesen Kurs bitte nicht wählen.

Platzhalterkurs für die Warteliste der ersten Hälfte.